Berichte von der Jugendakademie 2014

13. April 2014. In der THW-Bundesschule in Neuhausen ist sie schon zur Tradition geworden - denn die Jugendakademie (JA! 2014) findet 2014 schon zum sechsten Mal statt. Da die THW-Jugend e.V. dieses Jahr ihren 30. Geburtstag feiert, beschäftigen sich auch die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der JA! 2014 mit dem Jubiläum. So wird im Laufe der Woche eine Ausstellung zu diesem Thema erarbeitet und am Abschlussabend vorgestellt. Vier Arbeitsgruppen erarbeiten Themen wie „Beteiligung aller in der THW-Jugend“ oder „Menschen im THW im Wandel der Zeit“.

Aus allen Teilen Deutschlands reisten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 21 Jahren am Samstag zur THW-Bundesschule nach Neuhausen an. Dort angekommen wurden die Zimmer bezogen und die Bundesschule von den Jugendlichen genau unter die Lupe genommen. Beim gemeinsamen Abendprogramm lernten sie sich dann untereinander kennen. Die Jugendakademie wird gemeinsam von der THW-Bundesschule und der THW-Jugend e.V. durchgeführt und dauert noch bis Karfreitag.

 

Einblicke in frühere Zeiten bei der Jugendakademie 2014

Am zweiten Tag der JA! 2014 begann die praktische Ausbildung mit einer Zeitreise ins Jahr 1984 – hier wurde, wie es damals üblich war, in einem strengen Ton die Ausbildung abgehalten und zumindest die Ausbilder hatten auch die passende Kleidung für die damalige Zeit an.

An vier verschiedenen Stationen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Themen wie der Holzbearbeitung, dem Bewegen von Lasten, Ausleuchten von Einsatzstellen und Gefahrenstellen sowie mit den üblichen Stichen, Bunden und Knoten.

Erstaunt waren viele Jugendliche über den Brustbund, welcher früher anstatt eines Sicherheitsgurtes angelegt wurde um Personen gegen Abstürzen zu sichern. Natürlich konnte dieser Knoten damals auch zum Retten von Personen verwendet werden.

Die vier Gruppen wechselten nach jeweils 40 minütiger Ausbildung die Stationen durch, sodass pünktlich zum Mittagessen die fachtechnische Ausbildung endete.

 

Auch ein Porsche will ins rechte Licht gesetzt werden

Mit diesem Leitgedanken machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Jugendakademie am Sonntagnachmittag auf den Weg ins Porsche-Museum nach Stuttgart-Zuffenhausen. Dort angekommen wurden sie von der Kuratorin des Museums in der Oldtimerwerkstatt begrüßt.

Da während der JA! 2014 eine Ausstellung zum Thema „30 Jahre THW-Jugend e.V.“ entstehen soll, erklärte die Kuratorin bei ihrer Führung neben den schwäbischen Sportwagen auch, wie man eine Ausstellung interessant aufbaut und auf welche Faktoren es dabei ankommt. Ohne aussagekräftige Medien kommt selbst die beste Ausstellung nicht gut bei den Besucherinnen und Besuchern an. Nach der gemeinsamen Führung sahen sich die Jugendlichen noch selbständig im Museum um und nutzten die Gelegenheit, einmal in einem Porsche „Probe zu sitzen“.

Nachdem alle wieder an der THW-Bundesschule in Neuhausen angekommen waren, wurde gemeinsam gegrillt und im Anschluss bei so manchem Gesellschaftsspiel neue Freundschaften geknüpft!

Wir freuen uns nun auf vielfältige Gedanken und Entwicklungen der vier Arbeitsgruppen für die Ausstellung, welche in den nächsten Tagen entstehen wird.

Text: Moritz Geppert, Marcel Edelmann

15. April 2014. Am Montag begann für die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendakademie die Arbeit in den vier Arbeitsgruppen. Jeweils begleitet von zwei Betreuerinnen beziehungswiese Betreuern, beschäftigen sich die Jugendlichen an der Bundesschule in Neuhausen seitdem mit einem ausgewählten Themenschwerpunkt zum Motto „Zurück in die Zukunft – 30 Jahre THW-Jugend e.V.“ Die Gruppen erstellen dazu Ausstellungselemente und Filme, die sie am Abschlussabend der Jugendakademie den Gästen vorstellen.

Beteiligung aller in der THW-Jugend

Ist ein Mensch aufgrund seiner Sexualität oder einer Behinderung nicht „normal“? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich in dieser Arbeitsgruppe mit Fragen auseinander wer „normal“ ist und wie vielfältig die Menschen im THW beziehungsweise der THW-Jugend sind, sei es in ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Hautfarbe, wegen einer Behinderung oder der finanziellen Mitteln. Für eine Organisation wie das THW ist es eigentlich von Vorteil, wenn eine große Vielfalt unter den Mitwirkenden herrscht, denn so können alle ihre Stärken einbringen und gemeinsam viel erreichen. Wie ist man damit im Jahr 1984 umgegangen und wohin entwickelt es sich in Zukunft? Die Antworten darauf erarbeiten die Jugendlichen im Laufe der JA!-Woche.

Bedeutung von Fachtechnischer Ausbildung und Jugendarbeit im Wandel der Zeit

Wie sah die Jugendarbeit vor 30 Jahren aus, und wie hat sich die Jugendarbeit gewandelt? Mit diesem Leitgedanken beschäftigen sich zehn Jugendliche gemeinsam in einer Arbeitsgruppe mit Lisa Widmann und Alex Schumann. Die Seminarteilnehmer hatten sich zu Beginn in drei Gruppen aufgeteilt, die sich mit den Themen Technik, Dienste und Wettkämpfe beschäftigen. So analysieren die Jugendlichen die Jugendarbeit in der Zeit von 1984 bis heute, und wagen auch einen Blick in die Zukunft. Um die erarbeiteten Inhalte gut zur Geltung zu bringen, entwickelten die Teilnehmer ein Präsentationskonzept. Des Weiteren beschäftigten sich zwei Seminarteilnehmer intensiv mit der Visualisierung der Ergebnisse.

Alle Zeit für die THW-Jugend?

Diese Arbeitsgruppe setzt sich mit den unterschiedlichen Lebenswelten von früher und heute auseinander. Wie sah die Freizeitgestaltung aus? Gab es früher mehr Freizeit als heute, speziell im Hinblick auf die Tendenz der Ganztagsschulen? Ist heute das Spektrum der Freizeitangebote vielfältiger und daher die Konkurrenz größer? Zu diesen Themen befragten die Jugendlichen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die in den Achtziger Jahren in der THW-Jugend aktiv waren, um daraus einen Kurzfilm zu erstellen. Des Weiteren führten die Jugendlichen eine Umfrage mit den Teilnehmenden durch und erstellten daraus Statistiken. Diese Arbeitsgruppe wird von Sabine Mikulas und Jessica Sybertz geleitet.

Menschen im THW im Wandel der Zeit

Wie hat sich das Leben als Junghelferinnen oder Junghelfer im Laufe der Entwicklung der THW-Jugend verändert? Wie war die Ausbildung im Jugenddienst im Jahr 1984, wie ist sie im Jahr 2014 und wie sieht sie im Jahr 2044 aus? Wie hat sich die Beteiligung von Frauen im THW verändert? Wie ging man damals mit THW-Kräften um, wie heute? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die zehnköpfige Gruppe unter der Leitung der Betreuer Fred Müller und Philipp Ballschuh. Durch Gespräche mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erfuhren die Jugendlichen mehr über die damaligen Umgangsformen im THW. Diese Informationen und die Ergebnisse weiterer Recherchen lassen sie nun in ihre Ausstellungselemente einfließen.

Schnitzeljagd durch den Wald von Neuhausen

Am Dienstagabend machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendakademie 2014 mit GPS-Geräten bei einer Nachtwanderung auf den Weg durch den Wald von Neuhausen. Das JA!-Team hatte dafür einen spannenden Trip über Stock und Stein geplant. Die vier Gruppen starteten zeitversetzt, nachdem sie an der Bundesschule die ersten Koordinaten erhalten hatten. Im Wald steuerten die Gruppen vier Stationen an. Dort absolvierten sie unterschiedliche Aufgaben und erhielten anschließend neue Koordinaten.

Die Stationen beinhalteten zum Beispiel das Abschätzen einer Menge von fünf Litern Wasser, welches zuerst aus dem Bach an die Messstelle transportiert werden musste oder dem Kommunizieren mit einem Außerirdischen, welcher bereits im Jahr 2044 lebte. Dank großer Geocaching-Erfahrung fanden die Gruppen die Stationen sehr schnell und legten die Runde rund um die Bundesschule Neuhausen schnell zurück.

Text: Marcel Edelmann, Moritz Geppert, Michael Kretz

17. April 2014.  In der THW-Bundesschule in Neuhausen ist sie schon zur Tradition geworden, denn die Jugendakademie (JA!) fand 2014 bereits zum sechsten Mal statt. Da die THW-Jugend dieses Jahr ihren 30. Geburtstag feiert, beschäftigten sich auch die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der JA! 2014 mit dem Jubiläum. Im Rahmen der Aufarbeitung der Geschichte befassten sich die Jugendlichen mit drei Jahrzehnten Jugendarbeit und präsentierten ihre Ergebnisse im Rahmen einer Ausstellung.

Doch zurück zum Start der JA!: Aus allen Teilen Deutschlands reisten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 21 Jahren eine Woche vor Ostern nach Neuhausen. Dort angekommen wurden sie auf das Thema „Zurück in die Zukunft – 30 Jahre THW-Jugend“ eingestimmt.

Am zweiten Tag begann eine Zeitreise in die praktische Ausbildung im Jahr 1984. Wie damals häufig üblich, wurde die Ausbildung in einem strengen Ton abgehalten und zumindest die Ausbilder hatten auch die passende Kleidung für die damalige Zeit an. An vier verschiedenen Stationen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Holzbearbeitung, Bewegen von Lasten, Ausleuchten sowie den üblichen Stichen und Bunden. Erstaunt waren viele Jugendliche über den Brustbund, der früher anstatt eines Sicherheitsgurtes als Absturzsicherung angelegt wurde. Natürlich konnte dieser Knoten damals auch zum Retten von Personen verwendet werden.

Auch ein Porsche will ins rechte Licht gesetzt werden

Von den Profis lernen: wo geht dies besser als in einem durchdesignten Haus wie dem Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen. Die Kuratorin Jenny Simchen führte die Jugendlichen persönlich durch die Ausstellung. Dabei bot sie tiefe Einblicke in museale Konzepte. Das besondere Augenmerk lag vor allem in der geschichtlichen Aufarbeitung der Inhalte.

Eine Ausstellung entsteht

Am Montag begann für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann die Arbeit in vier Arbeitsgruppen. Jeweils begleitet von zwei Betreuerinnen beziehungsweise Betreuern, beschäftigten sie sich mit einem ausgewählten Themenschwerpunkt zum JA!-Motto. Dabei warfen sie einen Blick zurück ins Jahr 1984, schauten sich den derzeitigen Stand an und machten sich Gedanken wie die THW-Jugend im Jahr 2044 aussehen könnte. Die Gruppen erstellten dazu eine mehrteilige Ausstellung, die mit Unterstützung der THW historischen Sammlung umgesetzt wurde, ein Theaterstück und mehrere Kurzfilme. Bei seinem Besuch während der JA!-Woche ließ sich auch Norbert Seitz, Abteilungsleiter im Bundesinnenministerium, vom Einfallsreichtum der Jugendlichen begeistern.

In der Arbeitsgruppe „Beteiligung aller in der THW-Jugend“ beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Vielfalt der Menschen im THW und der THW-Jugend und skizzierten Ideen für die Entwicklung in der Zukunft. Betreut wurde diese Gruppe von Sara Unglert und Mirko Espig. Die „Bedeutung von Fachtechnischer Ausbildung und Jugendarbeit im Wandel der Zeit“ war das Thema einer weiteren Gruppe, die von Lisa Widmann und Alexander Schumann geleitet wurde. Sie griffen die Aspekte Technik, Dienste und Wettkämpfe heraus, erarbeiteten dazu eine aufwändige Präsentation und stellten Prototypen visionärer Technik vor, die möglicherweise die THW-Arbeit in einigen Jahren vereinfachen könnte.

Mit den unterschiedlichen Lebenswelten von früher und heute setzte sich die Arbeitsgruppe „Alle Zeit für die THW-Jugend?“ auseinander. Dazu führten die Jugendlichen Gespräche mit mehreren Zeitzeuginnen sowie Zeitzeugen und machten eine Umfrage unter den Teilnehmenden. Diese Arbeitsgruppe wurde von Sabine Mikulas und Jessica Sybertz geleitet. „Wie hat sich das Leben als Junghelferinnen oder Junghelfer im Laufe der Entwicklung der THW-Jugend verändert? Wie war die Ausbildung im Jugenddienst im Jahr 1984, wie ist sie im Jahr 2014 und wie sieht sie im Jahr 2044 aus? Wie hat sich die Beteiligung von Frauen im THW verändert? Wie ging man damals mit THW-Kräften um, wie heute?“ waren einige der Fragestellungen, die in der Arbeitsgruppe „Menschen im THW im Wandel der Zeit“ untersucht wurden. Bei der Beantwortung half der Gruppe unter Leitung von Fred Müller und Philipp Ballschuh ebenfalls das Wissen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

„Glowball“ – die neue Einsatzoption des THW

Mit dem Abschlussabend an Gründonnerstag steuerte die JA! 2014 auf ihren Höhepunkt zu, denn die vier Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Ergebnisse vor. Neben dem THW-Präsidenten, Albrecht Broemme, waren auch der Bundesjugendleiter Michael Becker sowie der THW-Vizepräsident Gerd Friedsam zu Gast in der Bundesschule und nahmen mit großer Begeisterung an der Abschlussfeier teil, welche von den Jugendlichen in Eigeninitiative erarbeitet worden war. Der Geburtstag der THW-Jugend zog sich dabei als „blauer Faden“ durch die Arbeitsphase und den Abschlussabend.

Die Teilnehmer des Seminars „Bedeutung von Fachtechnischer Ausbildung und Jugendarbeit im Wandel der Zeit“ entwickelten für die THW-Ausstattung im Jahr 2044 den „Glowball“. Dieser soll eine Fläche von zwei Quadratkilometern ohne Probleme ausleuchten können. Hinzu kommt ein integrierter 175 kVA-Stromerzeuger. Präsident Broemme war bei der Vorstellung des „Glowballs“ sichtlich begeistert und freute sich sehr, über den Prototypen, der ihm feierlich überreicht wurde.

Das nächste Wiedersehen ist bereits in Planung: Im Jahr 2015 wird die Jugendakademie von THW-Bundesschule und THW-Jugend vom 28. März bis 3. April in Neuhausen stattfinden.

Text: Marcel Edelmann, Moritz Geppert, Michael Kretz

Wie stellt ihr euch die THW-Jugend in 30 Jahren vor?

17. April 2014.  In der THW-Bundesschule in Neuhausen ist sie schon zur Tradition geworden, denn die Jugendakademie (JA!) fand 2014 bereits zum sechsten Mal statt. Da die THW-Jugend dieses Jahr ihren 30. Geburtstag feiert, beschäftigten sich auch die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der JA! 2014 mit dem Jubiläum. Im Rahmen der Aufarbeitung der Geschichte befassten sich die Jugendlichen mit drei Jahrzehnten Jugendarbeit und präsentierten ihre Ergebnisse im Rahmen einer Ausstellung.

Doch zurück zum Start der JA!: Aus allen Teilen Deutschlands reisten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 21 Jahren eine Woche vor Ostern nach Neuhausen. Dort angekommen wurden sie auf das Thema „Zurück in die Zukunft – 30 Jahre THW-Jugend“ eingestimmt.

Am zweiten Tag begann eine Zeitreise in die praktische Ausbildung im Jahr 1984. Wie damals häufig üblich, wurde die Ausbildung in einem strengen Ton abgehalten und zumindest die Ausbilder hatten auch die passende Kleidung für die damalige Zeit an. An vier verschiedenen Stationen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Holzbearbeitung, Bewegen von Lasten, Ausleuchten sowie den üblichen Stichen und Bunden. Erstaunt waren viele Jugendliche über den Brustbund, der früher anstatt eines Sicherheitsgurtes als Absturzsicherung angelegt wurde. Natürlich konnte dieser Knoten damals auch zum Retten von Personen verwendet werden.

Auch ein Porsche will ins rechte Licht gesetzt werden

Von den Profis lernen: wo geht dies besser als in einem durchdesignten Haus wie dem Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen. Die Kuratorin Jenny Simchen führte die Jugendlichen persönlich durch die Ausstellung. Dabei bot sie tiefe Einblicke in museale Konzepte. Das besondere Augenmerk lag vor allem in der geschichtlichen Aufarbeitung der Inhalte.

Eine Ausstellung entsteht

Am Montag begann für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann die Arbeit in vier Arbeitsgruppen. Jeweils begleitet von zwei Betreuerinnen beziehungsweise Betreuern, beschäftigten sie sich mit einem ausgewählten Themenschwerpunkt zum JA!-Motto. Dabei warfen sie einen Blick zurück ins Jahr 1984, schauten sich den derzeitigen Stand an und machten sich Gedanken wie die THW-Jugend im Jahr 2044 aussehen könnte. Die Gruppen erstellten dazu eine mehrteilige Ausstellung, die mit Unterstützung der THW historischen Sammlung umgesetzt wurde, ein Theaterstück und mehrere Kurzfilme. Bei seinem Besuch während der JA!-Woche ließ sich auch Norbert Seitz, Abteilungsleiter im Bundesinnenministerium, vom Einfallsreichtum der Jugendlichen begeistern.

In der Arbeitsgruppe „Beteiligung aller in der THW-Jugend“ beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Vielfalt der Menschen im THW und der THW-Jugend und skizzierten Ideen für die Entwicklung in der Zukunft. Betreut wurde diese Gruppe von Sara Unglert und Mirko Espig. Die „Bedeutung von Fachtechnischer Ausbildung und Jugendarbeit im Wandel der Zeit“ war das Thema einer weiteren Gruppe, die von Lisa Widmann und Alexander Schumann geleitet wurde. Sie griffen die Aspekte Technik, Dienste und Wettkämpfe heraus, erarbeiteten dazu eine aufwändige Präsentation und stellten Prototypen visionärer Technik vor, die möglicherweise die THW-Arbeit in einigen Jahren vereinfachen könnte.

Mit den unterschiedlichen Lebenswelten von früher und heute setzte sich die Arbeitsgruppe „Alle Zeit für die THW-Jugend?“ auseinander. Dazu führten die Jugendlichen Gespräche mit mehreren Zeitzeuginnen sowie Zeitzeugen und machten eine Umfrage unter den Teilnehmenden. Diese Arbeitsgruppe wurde von Sabine Mikulas und Jessica Sybertz geleitet. „Wie hat sich das Leben als Junghelferinnen oder Junghelfer im Laufe der Entwicklung der THW-Jugend verändert? Wie war die Ausbildung im Jugenddienst im Jahr 1984, wie ist sie im Jahr 2014 und wie sieht sie im Jahr 2044 aus? Wie hat sich die Beteiligung von Frauen im THW verändert? Wie ging man damals mit THW-Kräften um, wie heute?“ waren einige der Fragestellungen, die in der Arbeitsgruppe „Menschen im THW im Wandel der Zeit“ untersucht wurden. Bei der Beantwortung half der Gruppe unter Leitung von Fred Müller und Philipp Ballschuh ebenfalls das Wissen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

„Glowball“ – die neue Einsatzoption des THW

Mit dem Abschlussabend an Gründonnerstag steuerte die JA! 2014 auf ihren Höhepunkt zu, denn die vier Arbeitsgruppen stellten dabei ihre Ergebnisse vor. Neben dem THW-Präsidenten, Albrecht Broemme, waren auch der Bundesjugendleiter Michael Becker sowie der THW-Vizepräsident Gerd Friedsam zu Gast in der Bundesschule und nahmen mit großer Begeisterung an der Abschlussfeier teil, welche von den Jugendlichen in Eigeninitiative erarbeitet worden war. Der Geburtstag der THW-Jugend zog sich dabei als „blauer Faden“ durch die Arbeitsphase und den Abschlussabend.

Die Teilnehmer des Seminars „Bedeutung von Fachtechnischer Ausbildung und Jugendarbeit im Wandel der Zeit“ entwickelten für die THW-Ausstattung im Jahr 2044 den „Glowball“. Dieser soll eine Fläche von zwei Quadratkilometern ohne Probleme ausleuchten können. Hinzu kommt ein integrierter 175 kVA-Stromerzeuger. Präsident Broemme war bei der Vorstellung des „Glowballs“ sichtlich begeistert und freute sich sehr, über den Prototypen, der ihm feierlich überreicht wurde.

Das nächste Wiedersehen ist bereits in Planung: Im Jahr 2015 wird die Jugendakademie von THW-Bundesschule und THW-Jugend vom 28. März bis 3. April in Neuhausen stattfinden.

Text: Marcel Edelmann, Moritz Geppert, Michael Kretz

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Eine Ausstellung nimmt Gestalt an – Jugendakademie 2014

15. April 2014. Am Montag begann für die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendakademie die Arbeit in den vier Arbeitsgruppen. Jeweils begleitet von zwei Betreuerinnen beziehungswiese Betreuern, beschäftigen sich die Jugendlichen an der Bundesschule in Neuhausen seitdem mit einem ausgewählten Themenschwerpunkt zum Motto „Zurück in die Zukunft – 30 Jahre THW-Jugend e.V.“ Die Gruppen erstellen dazu Ausstellungselemente und Filme, die sie am Abschlussabend der Jugendakademie den Gästen vorstellen.

Beteiligung aller in der THW-Jugend

Ist ein Mensch aufgrund seiner Sexualität oder einer Behinderung nicht „normal“? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich in dieser Arbeitsgruppe mit Fragen auseinander wer „normal“ ist und wie vielfältig die Menschen im THW beziehungsweise der THW-Jugend sind, sei es in ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Hautfarbe, wegen einer Behinderung oder der finanziellen Mitteln. Für eine Organisation wie das THW ist es eigentlich von Vorteil, wenn eine große Vielfalt unter den Mitwirkenden herrscht, denn so können alle ihre Stärken einbringen und gemeinsam viel erreichen. Wie ist man damit im Jahr 1984 umgegangen und wohin entwickelt es sich in Zukunft? Die Antworten darauf erarbeiten die Jugendlichen im Laufe der JA!-Woche.

Bedeutung von Fachtechnischer Ausbildung und Jugendarbeit im Wandel der Zeit

Wie sah die Jugendarbeit vor 30 Jahren aus, und wie hat sich die Jugendarbeit gewandelt? Mit diesem Leitgedanken beschäftigen sich zehn Jugendliche gemeinsam in einer Arbeitsgruppe mit Lisa Widmann und Alex Schumann. Die Seminarteilnehmer hatten sich zu Beginn in drei Gruppen aufgeteilt, die sich mit den Themen Technik, Dienste und Wettkämpfe beschäftigen. So analysieren die Jugendlichen die Jugendarbeit in der Zeit von 1984 bis heute, und wagen auch einen Blick in die Zukunft. Um die erarbeiteten Inhalte gut zur Geltung zu bringen, entwickelten die Teilnehmer ein Präsentationskonzept. Des Weiteren beschäftigten sich zwei Seminarteilnehmer intensiv mit der Visualisierung der Ergebnisse.

Alle Zeit für die THW-Jugend?

Diese Arbeitsgruppe setzt sich mit den unterschiedlichen Lebenswelten von früher und heute auseinander. Wie sah die Freizeitgestaltung aus? Gab es früher mehr Freizeit als heute, speziell im Hinblick auf die Tendenz der Ganztagsschulen? Ist heute das Spektrum der Freizeitangebote vielfältiger und daher die Konkurrenz größer? Zu diesen Themen befragten die Jugendlichen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die in den Achtziger Jahren in der THW-Jugend aktiv waren, um daraus einen Kurzfilm zu erstellen. Des Weiteren führten die Jugendlichen eine Umfrage mit den Teilnehmenden durch und erstellten daraus Statistiken. Diese Arbeitsgruppe wird von Sabine Mikulas und Jessica Sybertz geleitet.

Menschen im THW im Wandel der Zeit

Wie hat sich das Leben als Junghelferinnen oder Junghelfer im Laufe der Entwicklung der THW-Jugend verändert? Wie war die Ausbildung im Jugenddienst im Jahr 1984, wie ist sie im Jahr 2014 und wie sieht sie im Jahr 2044 aus? Wie hat sich die Beteiligung von Frauen im THW verändert? Wie ging man damals mit THW-Kräften um, wie heute? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die zehnköpfige Gruppe unter der Leitung der Betreuer Fred Müller und Philipp Ballschuh. Durch Gespräche mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erfuhren die Jugendlichen mehr über die damaligen Umgangsformen im THW. Diese Informationen und die Ergebnisse weiterer Recherchen lassen sie nun in ihre Ausstellungselemente einfließen.

Schnitzeljagd durch den Wald von Neuhausen

Am Dienstagabend machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendakademie 2014 mit GPS-Geräten bei einer Nachtwanderung auf den Weg durch den Wald von Neuhausen. Das JA!-Team hatte dafür einen spannenden Trip über Stock und Stein geplant. Die vier Gruppen starteten zeitversetzt, nachdem sie an der Bundesschule die ersten Koordinaten erhalten hatten. Im Wald steuerten die Gruppen vier Stationen an. Dort absolvierten sie unterschiedliche Aufgaben und erhielten anschließend neue Koordinaten.

Die Stationen beinhalteten zum Beispiel das Abschätzen einer Menge von fünf Litern Wasser, welches zuerst aus dem Bach an die Messstelle transportiert werden musste oder dem Kommunizieren mit einem Außerirdischen, welcher bereits im Jahr 2044 lebte. Dank großer Geocaching-Erfahrung fanden die Gruppen die Stationen sehr schnell und legten die Runde rund um die Bundesschule Neuhausen schnell zurück.

Text: Marcel Edelmann, Moritz Geppert, Michael Kretz

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Jugendakademie reist ins Jahr 1984

13. April 2014. In der THW-Bundesschule in Neuhausen ist sie schon zur Tradition geworden - denn die Jugendakademie (JA! 2014) findet 2014 schon zum sechsten Mal statt. Da die THW-Jugend e.V. dieses Jahr ihren 30. Geburtstag feiert, beschäftigen sich auch die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der JA! 2014 mit dem Jubiläum. So wird im Laufe der Woche eine Ausstellung zu diesem Thema erarbeitet und am Abschlussabend vorgestellt. Vier Arbeitsgruppen erarbeiten Themen wie „Beteiligung aller in der THW-Jugend“ oder „Menschen im THW im Wandel der Zeit“.

Aus allen Teilen Deutschlands reisten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 21 Jahren am Samstag zur THW-Bundesschule nach Neuhausen an. Dort angekommen wurden die Zimmer bezogen und die Bundesschule von den Jugendlichen genau unter die Lupe genommen. Beim gemeinsamen Abendprogramm lernten sie sich dann untereinander kennen. Die Jugendakademie wird gemeinsam von der THW-Bundesschule und der THW-Jugend e.V. durchgeführt und dauert noch bis Karfreitag.

 

Einblicke in frühere Zeiten bei der Jugendakademie 2014

Am zweiten Tag der JA! 2014 begann die praktische Ausbildung mit einer Zeitreise ins Jahr 1984 – hier wurde, wie es damals üblich war, in einem strengen Ton die Ausbildung abgehalten und zumindest die Ausbilder hatten auch die passende Kleidung für die damalige Zeit an.

An vier verschiedenen Stationen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Themen wie der Holzbearbeitung, dem Bewegen von Lasten, Ausleuchten von Einsatzstellen und Gefahrenstellen sowie mit den üblichen Stichen, Bunden und Knoten.

Erstaunt waren viele Jugendliche über den Brustbund, welcher früher anstatt eines Sicherheitsgurtes angelegt wurde um Personen gegen Abstürzen zu sichern. Natürlich konnte dieser Knoten damals auch zum Retten von Personen verwendet werden.

Die vier Gruppen wechselten nach jeweils 40 minütiger Ausbildung die Stationen durch, sodass pünktlich zum Mittagessen die fachtechnische Ausbildung endete.

 

Auch ein Porsche will ins rechte Licht gesetzt werden

Mit diesem Leitgedanken machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Jugendakademie am Sonntagnachmittag auf den Weg ins Porsche-Museum nach Stuttgart-Zuffenhausen. Dort angekommen wurden sie von der Kuratorin des Museums in der Oldtimerwerkstatt begrüßt.

Da während der JA! 2014 eine Ausstellung zum Thema „30 Jahre THW-Jugend e.V.“ entstehen soll, erklärte die Kuratorin bei ihrer Führung neben den schwäbischen Sportwagen auch, wie man eine Ausstellung interessant aufbaut und auf welche Faktoren es dabei ankommt. Ohne aussagekräftige Medien kommt selbst die beste Ausstellung nicht gut bei den Besucherinnen und Besuchern an. Nach der gemeinsamen Führung sahen sich die Jugendlichen noch selbständig im Museum um und nutzten die Gelegenheit, einmal in einem Porsche „Probe zu sitzen“.

Nachdem alle wieder an der THW-Bundesschule in Neuhausen angekommen waren, wurde gemeinsam gegrillt und im Anschluss bei so manchem Gesellschaftsspiel neue Freundschaften geknüpft!

Wir freuen uns nun auf vielfältige Gedanken und Entwicklungen der vier Arbeitsgruppen für die Ausstellung, welche in den nächsten Tagen entstehen wird.

Text: Moritz Geppert, Marcel Edelmann

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