Das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT)

Mit dem Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT)  fördert das Bundesministerium des Innern seit dem Jahr 2010 Projekte für demokratische Teilhabe und Extremismusprävention – insbesondere in Ostdeutschland (Laufzeit 2010 – 2013). In der zweiten Programmphase (Laufzeit 2013 – 2016) wurden erfolgreiche Konzepte durchgeführt und vertieft, sowie einige erprobte Projektansätze auf ausgewählte Träger in den westdeutschen Bundesländern übertragen.

Das Bundesprogramm besteht aktuell aus drei Programmbereichen:

Programmbereich 1A: Auf- und Ausbau von Handlungskompetenzen zur Stärkung demokratischer Praxis im Bereich der Vereins- und Verbandsarbeit

Programmbereich 1B: Stärkung demokratischer Teilhabe im Gemeinwesen durch qualifizierte und engagierte Vereine und Verbände

Programmbereich 2: Modellprojekte und Projekte zur Stärkung von Teilhabe und Engagement

Im Januar 2017 startete die THW-Jugend e.V. gemeinsam mit zehn Landesjugenden und vier externen Kooperationspartnern in die dritte Programmphase (01.01.2017 bis 31.12.2019) im Rahmen des Bundesprogrammes ZdT.

Über Jahre hinweg begleitet das Thema Demokratiestärkung die THW-Jugend. Das demokratische Leitbild des Jugendverbands und des THW sind in einer weltoffenen, toleranten und hilfsbereiten Gesellschaft gegründet. Diese widersprechen jeglicher Art von demokratiefeindlichen Verhaltensweisen und Tendenzen, welche ein hohes Konfliktpotenzial aufweisen. Hin und wieder kommt es zu Auseinandersetzungen, Konflikten und Situation, die verletzend und entmutigend wirken.

Derzeit fokussieren sich einzelne Landesjugenden darauf, ihre Jugendbildungsarbeit im Einklang mit der Fachtechnischen Ausbildung jugendgemäß und gesellschaftspolitisch aktuell auszurichten, um gemeinsam mit ehren- und hauptamtlich Tätigen wirksame Handlungsansätze zur Stärkung demokratischer Teilhabe in den Verbands- und Vereinsstrukturen sowie zur Extremismusprävention zu entwickeln, sie zu erweitern und umzusetzen. Im ersten Schritt wurden die Inhalte und qualifizierenden Angebote zum Themenschwerpunkt „Flucht und Migration“ über verschiedene Medien bekannt gemacht und beworben. Bundesweit wurden in neun Bundesländern unzählige Teilnehmende aus dem Kreis der ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer in beteiligungsorientierten Diskussionsformaten, Ausflügen, Mitmachaktionen und Gremien sensibilisiert. Hiermit wurden Möglichkeiten eröffnet und zusätzliche Räume geschaffen, um die Mitwirkenden in einen begleiteten Austausch über demokratiefördernde Handlungsansätze zu bringen.

Das Ziel aller Akteure, das Selbstverständnis für demokratische Mitwirkungsprozesse innerhalb und außerhalb des Jugendverbandes zu fördern, steht weiterhin im Mittelpunkt. Alle Mitglieder der THW-Familie sollen ermutigt werden, ihre Zukunft mitzugestalten!