@Disaster - Jugendbegegnung in Moskau

14 Helfer im Alter von 18 bis 25 Jahren nahmen an dem Internationalen Jugendaustausch nach Moskau, Russland teil. Los ging es gemeinsam in Berlin. Eingeladen hatte die Partnerorganisation der THW-Jugend „Russian Student Corps of Rescuers“ (RSCOR).

Der erste Tag begann mit dem gegenseitigen Kennenlernen und Erklärung der Ausrüstung. Jeder hatte die Möglichkeit, sich abzuseilen. Klettern ist ein besonders wichtiger Teil der Ausbildung in Russland und stand im Fokus der gemeinsamen fachtechnischen Übungen.

Abends ging es dann auf den roten Platz Moskaus.

Am nächsten Tag fuhren wir in einer über sechsstündigen Fahrt nach Dyukinskiy Kar’yer im Osten von Russland. Im Wald angekommen, richteten wir das Lager und betrachteten den Steinbruch, an dem wir die kommenden Tage klettern und Übungen machen sollten. Es entstand ein Survival-Feeling, da wir nur den Wald hatten! Die einen kochten, die anderen kümmerten sich um die Lagerwache.

Am Tage kletterten wir am Steinbruch hoch und seilten uns ab. Zudem bauten wir unterschiedliche Seilbahnen. Die eine war für den Transport der Verletzten, die andere für die Helfer, die, über dem Steinbruch hängend, auf den gegenüberliegenden Hang gelangen mussten. Anschließend siedelten wir mit dem Lager um, um den Rasen nicht zu sehr zu schädigen. Am Abend durfte man, wenn man Lust hatte, zum Steinbruch und oben am Hang schlafen. Das Schlafen unter den Sternen bei angenehmen Temperaturen war eine sehr schöne Erfahrung!

Nach den Tagen im Wald ging es nach Vladimir, wo wir die Stadt besichtigten. Der Tag endete mit einem schönen Abendessen in Vladimir und natürlich der stundenlangen Heimfahrt. Am meisten freuten wir uns auf eine heiße Dusche und ein sauberes Bett!

Am nächsten Morgen wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe arbeitete am Trümmerkegel und musste zwei verschüttete Menschen bergen, während die andere Gruppe Personen aus abgestürzten Autos retten musste. Dabei ging es um die Kommunikation und das Vertrauen untereinander, damit alles im Team klappt.

Am letzten Tag kletterten wir auf das Dach der Uni. Dort baute eine Gruppe Festpunkte auf, die andere seilte sich vom Gebäude ab. Der Festpunkt war diesmal allerdings kein Gegenstand, sondern eine weitere Person, welche nochmal extra gesichert war.

Am Abend ging dann die finale Übung los, eine Einsatzsimulation. Drei Gruppen warteten im Bereitstellungsraum auf ihren Einsatz. Sobald eine Gruppe den Einsatz abgeschlossen hatte, war sie wieder in Bereitstellung.

Am Abreise Tag ging es nach einer schönen Verabschiedung zur Feuerwehr in Moskau, die uns ihre Autos und die Wache mit Stolz präsentierten.

Anschließend ging es zurück zum Flughafen. Gerade noch so erreichten wir unseren Flieger und ruhten uns während des Fluges aus. In Berlin angekommen hieß es dann nach einer ereignisreichen Woche auch für uns Abschied nehmen!

Text: Vanessa Stubba

Bilder: VSKS