Berichte

Ja!2018 – ereignisreiche Tage neigen sich dem Ende zu

29.03.2018 - Wenn Junghelfer_innen aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung teilhaben, bei Entscheidungen, die sie und ihr Umfeld betreffen, mitreden und mitbestimmen, dann tragen sie zur Stärkung von demokratischen Strukturen in der Gesamtgesellschaft bei. Grundlage hierfür ist jedoch, dass den Jugendlichen Beteiligungsmöglichkeiten eingeräumt sowie Methoden und Wissen an die Hand gegeben werden, sodass sie gestalterische und politische Handlungsmöglichkeiten in der Praxis erfahren und soziale Kompetenzen erwerben können.

Genau diesem Ansatz hat sich auch wieder die diesjährige Jugendakademie unter dem Motto „Wir haben etwas zu sagen?!“ verschrieben. Ganz selbstverständlich ist dabei, dass die Jugendlichen nach sechs Tagen voller Workshops, Seminare, Spiel und Spaß ihren ganz eigenen Abschlussabend planen und gestalten durften. Dabei konnten sich auch Gäste, wie Gerd Friedsam (Vizepräsident des THW) und Mathias Neumann (stv. Bundessprecher THW) von den Seminarergebnissen sowie der Motivation der Junghelfer_innen überzeugen.

Der Abschlussabend wurde von Junghelferin Svenja Fritz und Junghelfer Marcel Bücher moderiert. Neben einem Podiumsgespräch mit Gerd Friedsam und Philipp Ballschuh (Teamer der Ja!2018 und Teilnehmer der 1. Ja! vor 10 Jahren) wurden in einigen Lehrsälen die Seminarergebnisse vorgestellt. Zudem erfolgte die Zertifikatsvergabe für die Teilnehmenden und Teamer_innen.

Mit dem obligatorischen Gruppenfoto und einem Energizer-Spiel beendeten die Kids den offiziellen Teil. Mit einer Wunschplaylist, ausreichend Knabbereien und Getränken klang der Abend entspannt aus.

Der Freitag steht nun unter dem Motto der Heimreise. Nach einer Reflexion der Teilnehmenden zur Gesamtveranstaltung, reisen diese wieder ins gesamte Bundesgebiet zurück und werden dort als Multiplikator_innen für Partizipation im THW den Gedanken weiter in die Fläche tragen.

Nicht erst mit der 10. Durchführung in diesem Jahr hat sich die Jugendakademie als festes Angebot im Terminkalender von THW-Jugend und THW-Ausbildungszentrum etabliert. Ja!, das bedeutet eine spannende Woche mit Seminaren, Arbeitsgruppen, Workshops, Simulationen und Ausflügen. Für rund 40 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 21 Jahren bietet die Jugendakademie viele Möglichkeiten, Grenzen auszutesten und sich auszuprobieren. Und bekanntlich ist nach der Ja! vor der Ja!. Auch im Jahr 2019 wird die Jugendakademie wieder in der Woche vor Ostern stattfinden.

Ja!2018 – Workshops und Seminare laufen auf Hochtouren

28. März 2018 Der Bereich Ausbildung des THW sowie die THW-Jugend e.V. haben sich mit der Jugendakademie (Ja!) zum Ziel gesetzt, Jugendliche zu befähigen und zu motivieren, innerhalb der Organisation freiwillig Verantwortung zu übernehmen und sich selbstbestimmt an Projekten zu beteiligen. Hierfür ist es notwendig, dass die Junghelfer_innen Wissen, Techniken und Methoden jugendgerecht an die Hand bekommen, um sich auf den unterschiedlichen Ebenen einzubringen.

Hierzu findet seit Montag passend zum Motto „Wir haben etwas zu sagen?!“ eine umfangreiche Workshop- und Seminarphase statt. Dabei wird unter anderem das Erlebte des Einstiegsevents im Stil eines Live Escape Games verarbeitet.

In zwei Durchgängen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Hauptseminare zu besuchen:

Verstehst Du mich? Kommunikation und Kooperation
Jede_r von uns kann kommunizieren. Und dennoch ist das scheinbar Selbstverständlichste, unsere Kommunikation, von entscheidender Bedeutung dafür, wie gut und erfolgreich wir unser Leben gestalten. Denn die Qualität unserer Kommunikation zu Bekannten, Eltern und Ausbilder_innen entscheidet zu einem großen Teil darüber, wie erfolgreich wir sind bzw. sein werden. Sowohl als einzelne Person als auch als Team. Andre Reinhart widmet sich dabei gemeinsam mit den Teilnehmenden nicht nur dem Hintergrundwissen zu dieser Thematik, sondern auch zahlreiche praktische Auseinandersetzung stehen im Mittelpunkt.

Chancen(un)gleichheit – Wer will, der kann?
Haben alle Menschen die gleichen Chancen oder entscheiden Alter, Herkunft, Sexualität oder Religionszugehörigkeit über den Auf- und Abstieg in der Gesellschaft? Wie fühlt es sich an, nicht gleichberechtigt zu sein? Gemeinsam mit den Teilnehmenden blicken Tabea Janson und Mohamed-Ali Saidi (Coco) hinter die Fassade von „Chancen(un)gleichheit“.

Ich hab‘ was zu sagen! – Beteiligung anpacken
In diesem Seminar widmen sich die Teilnehmenden mit Unterstützung von Nadine Dierkes der Frage, was eigentlich hinter dem Wort „Partizipation“ steckt und warum das mehr ist als nur Beteiligung. Gemeinsam wird erarbeitet, wo sich Kinder und Jugendliche einbringen können und was dazu benötigt wird, damit die Stimme gehört wird. Im Besonderen werden dabei die Partizipationsstrukturen des THW und der THW-Jugend behandelt und im Rahmen eines umfangreichen Planspiels erlebbar gemacht.

Wer blickt da noch durch? – Komplexe Systeme
Wenn die Zusammenhänge eines Problems zu kompliziert werden, haben wir ein Problem! Wenn das System nicht mehr überschaubar zu sein scheint, können wir entweder wegschauen und anderen das Problem überlassen oder wir packen es an. Nur wie? In diesem Seminar vermittelt Alexander Schumann den Teilnehmenden eine systematische Methode, mit der man fast alle komplexeren Zusammenhänge beherrschen lernt.

Neben diesen Hauptseminaren fanden am Montag und Dienstag Methodenseminare und Workshops zu folgenden Themen statt: Mach’s bunt – Kreativitätstechniken und Methoden zur Visualisierung und Präsentation, Film ab!, Strukturieren – von der Idee zur Tat, Das geplante Chaos – gestalte mit uns den Abschlussabend, Kommunikationstechnik sowie Bist Du Gender oder was?

Ein weiteres Highlight in diesen Tagen war für die Junghelfer_innen auch der Besuch von Albrecht Broemme, Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Im Rahmen der Morgenrunde stand er den Teilnehmenden Rede und Antwort zu diversen Fragen rund um das Thema „Jugend im THW“.

Wir haben etwas zu sagen?! – 10. Jugendakademie gestartet

25. März 2018 mittags um 13 Uhr in Neuhausen: 44 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 21 Jahren sind gerade auf einer Jugendbildungsveranstaltung am THW-Ausbildungszentrum und werden von einem schweren Sandsturm und Elektrogewitter erwischt. Infolgedessen hängt die Gruppe in einer zeitlichen Zwischenwelt fest. Die einzige Möglichkeit zurück ins Jahr 2018 zu gelangen: der Wächter der Zeit. Aber leider sind Informationen bei ihm nur schwer zu bekommen. Er spricht in Rätseln oder verlangt Teameinsatz von den Jugendlichen.

Dieses fiktive Szenario im Stil eines Live Escape Games ist das Einstiegsevent für die inzwischen 10. Jugendakademie (Ja!2018) in Kooperation des Bereichs Ausbildung der THW-Leitung und der THW-Jugend e.V.. In diesem Jahr steht die Ja!2018 unter dem Motto „Wir haben etwas zu sagen?!“. Dabei stehen die Förderung der Entwicklung junger Menschen zu einer eigenverantwortlichen selbstbewussten Persönlichkeit in unserer Gesellschaft, gemeinsam aktiv Bildung und Entscheidungsprozesse erleben, aber auch Spiel und Spaß im Fokus.

Die Ja!2018 lässt den Junghelfer_innen, bereits am Samstag aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, keine Verschnaufphase. Die ersten anderthalb Tage standen dabei komplett im Zeichen der thematischen Einführung und Teambildung: Erkunden des Geländes des THW-Ausbildungszentrums, gegenseitiges Kennenlernen und ein World Café mit Fragestellungen, wie „Was kann meine Stimme erreichen?“, „Welche Verantwortung habe ich mit meiner Stimme?“ und „Welche Wirkung hat es, wenn ich die Unwahrheit sage?“. Was die Stimme eines jeden Einzelnen bei der Entscheidungsfindung im Team bewirken kann, erfuhren die Teilnehmenden zudem im 6stündigen Escape Game. Knifflige Rätselfragen und interaktive Teamaufgaben galt es zu lösen, um der zeitlichen Zwischenwelt zu entrinnen und zurück in die Gegenwart zu gelangen.

Die Erfahrungen, Fragen und sicherlich auch einige Meinungsverschiedenheiten dienen nun als Grundlage für die anschließende Seminarphase. In einer Reflexionssession, in Fach- und Methodenseminaren sowie in Workshops wird das Erlebte durch die Teilnehmenden aufgearbeitet. Ziel ist es dabei aus „Wir haben etwas zu sagen?!“ ein klares und vehementes „Wir haben etwas zu sagen!“ zu machen und den Jugendlichen Impulse für Mitgestaltung und Mitbestimmung an die Hand zu geben.