Wochenbericht Jugendakademie 2009

Heute öffnete die erste Jugendakademie der THW-Bundesschule in Neuhausen auf den Fildern ihre Pforten. 31 Teilnehmer/innenn aus sieben Bundesländern im Alter von 15-19 Jahren, darunter fünf Mädchen, werden hier eine Woche lang lernen, Spaß haben und neue Freunde kennen lernen. Heute stand zunächst jedoch die Anreise und das Beziehen der Unterkunft auf den Plan.

Um das gegenseitige Kennenlernen zu erleichtern, wurde gleich bei der Ankunft jedem/r Teilnehmer/in zunächst ein Steckbrief zum Ausfüllen ausgehändigt, der mit einem Bild versehen wurde. Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen fand dann aber noch die offizielle Begrüßung und Eröffnung durch die stv. Schulleitung Frau Dr. Krüger statt. Eigens hierzu waren Sabine Lackner als Vertretung der THW-Leitung, die stv. Bundesjugendleiterin Hanna Glindmeyer und der Landessprecher von Baden-Württemberg, Walter Nock, angereist.

Sie alle richteten Grußworte an die Anwesenden, in denen sie unter anderem die Bedeutung des Ehrenamtes und die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung hervorhoben. Die Redner/innen wünschten den Teilnehmer/innen viel Spaß, sei es am Aneignen neuen Wissens oder auch an gemeinsamen Aktivitäten. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung vom Trompetenensemble der benachbarten Schiller-Schule. Ab Sonntag geht dann die Akademie mit einer großen Auswahl an Seminaren und Workshops in die Vollen.

Heute ging es gleich voll los. Obwohl Sonntag war, versammelt sich alle Teilnehmer/innen um 8.30Uhr zur gemeinsamen Morgenrunde. Hier wurden zunächst organisatorische Details geklärt. Im Anschluss starteten dann gleich die Seminare.

Unter dem Titel "Mit Pepp an Technik" ging es unter der Leitung von Tobias Großheide zunächst einmal an die Grundlagen zum Thema Ausbilden. Den Seminarteilnehmer/innen wurden in Bereiche wie Inhalte von Ausbildungen, Erziehung oder Beteiligungsprozesse eingeführt. Weiterhin zeigte ein kleiner Test auf, welcher Lerntyp der Einzelne ist. Über einen kleinen Versuch mit Stapelbechern wurde eine Lernkurve erstellt, um zu verdeutlichen wie durch Training Leistung steigt und ab wann keine weiteren Fortschritte mehr möglich sind.

Im Seminar "Das geplante Chaos" führte der Dozent Ewald Nagel seine Schützlinge an das umfassende Thema Projektmanagement heran. Dafür wurden zunächst einmal Aufbau, Ablauf und Zielfindung eines Projektes erklärt. Als zu erarbeitendes Projekt gilt es die Abschlußveranstaltung am Freitag im Laufe dieser Woche zu gestalten. Der Ausklang des Abends fand dann in Anbetracht des schönen Wetters im Schwimmbad statt.

In den Seminaren rauchen die Köpfe.

Im Bereich "Projektmanagement" wird konkret an den Abschlussabend heran gegangen. Es wurden Teilprojektgruppen und eine Projektleitung gebildet, die sich gezielt mit einzelnen Aufgaben beschäftigen.

Weiterhin wurden Zeitpläne und Aufgaben definiert, doch auch der Umgang mit der Bürokratie wurde geübt. So musste die Projektleitung einen Antrag auf Genehmigung des Projektes stellen und durfte, ganz nach Vorbild eines bekannten Comicfilmes, einen Passierschein beantragen. Dieses war wahrlich kein leichtes Unterfangen. Die einzelnen Projektschritte mussten einem kritischen Lenkungsausschuss vorgelegt und erläutert werden, der dann über die Bewilligung des Projektantrags entschied. Trotz aller Hürden knieten sich alle Teilnehmer/innen voll ins Projekt.

Im Seminarbereich "Ausbildungslehre" stand Methodik und Didaktik auf dem Stundenplan. Hier wurden verschiedene Ausbildungsmethoden erläutert und teilweise anschließend in Gruppenarbeit ausprobiert.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Großstadt Stuttgart. Mit Bussen ging es zum Fernsehturm. Auf der in 152 m Höhe befindlichen Aussichtsplattform des 216 m hohen Gebäudes genossen alle Anwesenden den herrlichen Ausblick: Bis zu 170 Kilometer kann man ins Umland blicken. Die Teilnehmer/innen, welche sich nicht mit der Höhe anfreunden konnten und daher in der Schule geblieben waren, werkelten im Bauworkshop unter der Leitung vom Stephan Knobloch. Für eine der Grillmöglichkeiten auf dem Gelände der THW-Bundesschule Neuhausen wird eine Sitzbank erstellt um eine bleibende Erinnerung an die erste Jugendakademie zu schaffen.

Die Arbeit der Seminargruppe "Das geplante Chaos" lief auf Hochtouren um die Abschiedsveranstaltung zu organisieren. Dabei mussten Seminarteilnehmer/innen für Gelder und Material Anträge stellen. Die mussten sie immer wieder rechtfertigen und auch das eine oder andere Mal überarbeiten. Trotz der vielen bürokratischen Fallstricke, die ihnen das Team der Akademie bewusst stellte, gingen die Projektleitung und ihre Mitstreiter/innen mit großem Elan an ihre Aufgabe. 

Schließlich gilt es auch in der realen Welt solche Herausforderungen zu meistern. Im Seminar "Mit Pepp an Technik" stand heute die Praxis im Vordergrund. In der hauseigenen Trümmerlandschaft der THW-Bundesschule Neuhausen übten die Seminarbesucher/innen die Gestaltung von praktischen Ausbildungen. Thema war dabei der korrekte Einsatz des Leiterhebel zum Retten von Verletzten aus Höhen und Tiefen. Weiterhin erstellten sie Ausbildungskarten, mit denen der Material- und Zeitaufwand von späteren Ausbildungen geplant werden kann. 

Doch auch die Nachmittags-Workshops standen noch ganz im Zeichen der Praxis. Der Workshop "Bau eines Einsatzgerüstsystems (EGS)" hatte dabei gleich doppelten Nutzen: Zum Einen lernten die Jugendlichen das Einsatzmaterial kennen, zum Anderen wurde somit die Bühne für die Abschlussveranstaltung aufgebaut. Im Holzworkshop liefen derweil die Arbeiten an der gestern begonnen Bank weiter. Ein weiteres Highlight bot am Abend noch die Nachtwanderung. Dabei mussten die Jugendlichen in zwei Gruppen verschiedene Aufgaben lösen, um ihre nächsten Wegpunkte zu erfahren. Am Ende der Strecke trafen die beiden Gruppen an einem Lagerfeuer wieder aufeinander und ließen dort gemeinsam den Abend bei alkoholfreien Cocktails ausklingen.

Neuhausen a.d.F. - Im Zeitraum vom 25. Juli bis zum 1. August 2009 fand an der THW-Bundesschule Neuhausen die erste Jugendakademie (JA!) statt. Diese wurde als Kooperationsveranstaltung zwischen der Bundesschule und der THW-Jugend e.V. ausgerichtet und stellte somit eine gemeinsame konzeptionelle Neuentwicklung im Bereich der Ausbildung des THW-Nachwuchses dar.

Im Gegensatz zu den bereits etablierten Junghelfer/innenlehrgängen der Bundesschule, bei denen die Teilnehmer/innen in geschlossenen Gruppen in Begleitung ihrer Jugendbetreuer/innen anreisen, richtete sich dieses Angebot an den/die einzelnen Junghelfer/in bzw. Helfer/in im Alter von 15-21 Jahren. Auch inhaltlich unterschied sich das Angebot für die 26 Teilnehmer und fünf Teilnehmerinnen. Weg von der reinen Struktur- und Einsatzlehre hin zur breiten Kompetenzbildung in unterschiedlichen Seminarangeboten zu den Themen Projektmanagement, Ausbildungslehre, Trinkwasseraufbereitung, THW im Ausland, Spiele gegen die Katastrophe, junge EU-Bürger, Sprengexperimente sowie Zukunftsgestaltung.

Im Rahmen des Seminars "Projektmanagement" wurde der Abschlussabend von den Teilnehmer/innen selbst geplant und gestaltet. Hierzu war es unter anderem notwendig, Zeit-, Ablauf- und Finanzpläne zu erstellen. Ganz wie in der Realität mussten die Jugendlichen diese Pläne dann der Akademieleitung vorlegen und erläutern. Die Leitung prüfte diese und genehmigte sie oder gab sie den Teilnehmer/innen zur Überarbeitung zurück. Beim Thema Sprengen wurden den Seminarbesucher/innen rechtliche und sicherheitstechnische Aspekte im Umgang mit Sprengstoffen sowie deren Wirkungsweise nahe gebracht. Die Teilnehmer/innen des Seminars "Junge EU Bürger/innen" besuchten in Straßburg das Europäische Parlament und lernten dessen Arbeit kennen. 

Ergänzt wurde das Pflichtprogramm durch die freiwillige Teilnahme an verschiedenen Workshops und Ausflügen an den Nachmittagen. Hier erstellten die Jugendlichen als bleibende Erinnerung an die Jugendakademie 2009 eine Holzbank für die Grillmöglichkeiten auf dem Gelände der THW-Bundesschule. Das Fazit dieser Pilotveranstaltung fiel überwiegend positiv aus, sowohl aus Sicht der Veranstalter, als auch der Akademiebesucher/innen. Und so ist bereits für April 2010 eine Neuauflage geplant.

Neuhausen a.d.F. - Im Zeitraum vom 25. Juli bis zum 1. August 2009 fand an der THW-Bundesschule Neuhausen die erste Jugendakademie (JA!) statt. Diese wurde als Kooperationsveranstaltung zwischen der Bundesschule und der THW-Jugend e.V. ausgerichtet und stellte somit eine gemeinsame konzeptionelle Neuentwicklung im Bereich der Ausbildung des THW-Nachwuchses dar.

Im Gegensatz zu den bereits etablierten Junghelfer/innenlehrgängen der Bundesschule, bei denen die Teilnehmer/innen in geschlossenen Gruppen in Begleitung ihrer Jugendbetreuer/innen anreisen, richtete sich dieses Angebot an den/die einzelnen Junghelfer/in bzw. Helfer/in im Alter von 15-21 Jahren. Auch inhaltlich unterschied sich das Angebot für die 26 Teilnehmer und fünf Teilnehmerinnen. Weg von der reinen Struktur- und Einsatzlehre hin zur breiten Kompetenzbildung in unterschiedlichen Seminarangeboten zu den Themen Projektmanagement, Ausbildungslehre, Trinkwasseraufbereitung, THW im Ausland, Spiele gegen die Katastrophe, junge EU-Bürger, Sprengexperimente sowie Zukunftsgestaltung.

Im Rahmen des Seminars "Projektmanagement" wurde der Abschlussabend von den Teilnehmer/innen selbst geplant und gestaltet. Hierzu war es unter anderem notwendig, Zeit-, Ablauf- und Finanzpläne zu erstellen. Ganz wie in der Realität mussten die Jugendlichen diese Pläne dann der Akademieleitung vorlegen und erläutern. Die Leitung prüfte diese und genehmigte sie oder gab sie den Teilnehmer/innen zur Überarbeitung zurück. Beim Thema Sprengen wurden den Seminarbesucher/innen rechtliche und sicherheitstechnische Aspekte im Umgang mit Sprengstoffen sowie deren Wirkungsweise nahe gebracht. Die Teilnehmer/innen des Seminars "Junge EU Bürger/innen" besuchten in Straßburg das Europäische Parlament und lernten dessen Arbeit kennen. 

Ergänzt wurde das Pflichtprogramm durch die freiwillige Teilnahme an verschiedenen Workshops und Ausflügen an den Nachmittagen. Hier erstellten die Jugendlichen als bleibende Erinnerung an die Jugendakademie 2009 eine Holzbank für die Grillmöglichkeiten auf dem Gelände der THW-Bundesschule. Das Fazit dieser Pilotveranstaltung fiel überwiegend positiv aus, sowohl aus Sicht der Veranstalter, als auch der Akademiebesucher/innen. Und so ist bereits für April 2010 eine Neuauflage geplant.

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Tagesbericht vom 31.07.2009

Am heutigen Tag drehte sich alles um die Zukunft. Im Seminar "Zukunftswerkstatt", das Nadja Kemper leitete, sammelten alle Teilnehmer/innen zunächst einmal Punkte, die sie momentan in der THW-Jugend und im THW stören. Dazu gehörten das Image bzw. die öffentliche Wahrnehmung des THW als "blaue Feuerwehr", der Mangel an altersgerechten Ausbildungsunterlagen oder die mangelnde Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements.

In verschiedenen Gruppen sollten die Jugendlichen dann zu jedem Oberthema eine Utopien entwerfen und überlegen, wie sich das THW bzw. die THW-Jugend verändern könnte. Das Entwickeln eines eigenen THW-Image oder die Erarbeitung von Grundlagen zur altersgerechten Wissensvermittlung waren nur einige Ideen, die dabei heraus kamen.

Die Gruppen stellten sich anschließend ihre Ideen gegenseitig vor und erarbeiteten daraus Umsetzungsmöglichkeiten. Es sollte eine Strategie entwickelt werden, wie aus der Utopie Wirklichkeit werden könnte. Diese Ergebnisse sollten sich am Machbaren orientieren. Die Ergebnisse wurden in Strategiepapieren festgehalten und an die Bundesgeschäftsstelle weitergeleitet.

Für den Abschlussabend hatten die Teilnehmer/innen sich nochmal ordentlich ins Zeug gelegt. Die ganze Woche lang hatte das Seminar "Projektmanagement" den Abend schon geplant. Die Jugendlichen zeigten zunächst bei einer kleinen Übung, was sie in der vergangenen Woche gelernt hatten. Anschließend verabschiedeten sie sich auf der selbst gebauten Bühne mit einem bunten Programm von der ersten Jugendakademie. Dabei durften sie nicht nur den Betreuern Mirjam Seidlitz und Stephan Knobloch einen neuen Look verpassen. Als bleibende Erinnerung übergaben sie auch eine Holzbank, die im Bauworkshop entstanden ist, an den Leiter der THW-Bundesschule Harald Müller. 

Nach dem großen Erfolg der ersten Jugendakademie verkündete Stephanie Lindemann den Termin für die Fortsetzung im kommenden Jahr: Vom 6. bis zum 10. April sollen sich wieder Jugendliche aus ganz Deutschland in Neuhausen zu einem abwechslungsreichen und spannenden Programm zusammen finden. Schon da stand für die meisten Teilnehmer/innen fest: Im nächsten Jahr wollen sie wieder dabei sein.

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Tagesbericht vom 30.07.2009

Der heutige Tag war geprägt von Exkursionen. Dazu wurden die Teilnehmer/innen in zwei Gruppen aufgeteilt. 

Einführend zum Seminar "Junge EU-Bürger/innen" war bereits am Vorabend der Dokumentarfilm "Die Mitte" gezeigt worden, in dem der Regisseur Stanislaw Mucha zu Orten reist, die für sich in Anspruch nehmen, die Mitte Europas zu sein - und davon gibt es viele! Hier geht es nicht um die Frage, wo die Mitte nun wirklich ist, sondern was "die Mitte" und "Europa" für die Menschen in der Mitte Europas bedeutet, wie sie damit umgehen, was ihr konkretes Leben denn damit zu tun hat.

Am Donnerstag fuhr die Seminargruppe dann nach Straßburg. Neben dem Besuch des Parlaments der Europäischen Union stand eine Stadterkundung auf dem Programm. Das Ganze stand unter der Frage: Was ist eigentlich das Europäische an der EU? In Straßburg selbst wurde versucht herauszufinden, wie sich das "Europäische" darstellt, wo es finden sein könnte. Mit Einheimischen und Gästen wurden Interviews geführt, was auch zur Konfrontation mit Sprachproblemen führte. In den Auswertungsgesprächen danach stellten sich folgendes Problem heraus: Wer kann eigentlich von wem fordern welche Sprache zu sprechen? Eine konkrete Einigung dazu war nicht möglich - kann vielleicht Esperanto eine gemeinsame Sprache sein, oder Latein? Im Europäischen Parlament werden alle Sitzungen bewusst in die 23 verschiedenen Sprachen der 27 EU-Mitgliedsstaaten übersetzt. 

Die zweite Gruppe der Jugendakademie machte sich auf den Weg nach Blaubeuren um sich über die Arbeit der Trinkwasseraufbereitungsspezialisten der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) zu informieren. Die SEEWA Mitarbeiter Manfred Reiter und Rolf Sontheimer stellten zunächst die Ausstattung der Einheit vor. Im Anschluss dazu gab es einen Überblick über die bisher geleisteten Einsätze, wobei hier auf den Einsatz in China 2008 vertiefend eingegangen wurde. Aber auch im Praktischen durften sich die Anwesenden versuchen. Mittels PE-Rohr, welches von den Jugendlichen zunächst noch verschweißt werden musste, wurde eine Versorgungsleitung erstellt. Über einen kleinen Belastungsversuch demonstrierten dann Rolf Sontheimer und Manfred Reiter die Widerstandsfähigkeit solcher Trinkwasserleitungen. 

Nach der Rückkehr beider Gruppen an die Schule endete der Tag dann mit einem gemeinsamen Grillabend am Lagerfeuer.

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Tagesbericht vom 29.07.2009

Am heutigen Tag standen drei gänzlich neue Seminare auf dem Programm: Christian Kirschner leitete das Seminar "Spiele gegen die Katastrophe". Dahinter verbirgt an sich nichts anderes als eine Einführung in die Spielpädagogik - doch was ist überhaupt ein Spiel und was ist das Pädagogische daran? Gemeinsam haben die Teilnehmer/innen geklärt, was sich hinter dem Alltagsbegriff "Spiel" versteckt und wie Spiele sich kategorisch unterscheiden lassen. Sie konnten sich darauf einigen, dass eine fixe Definition unmöglich ist, sich das Ganze aber irgendwo im Spannungsfeld zwischen zweckfreier Tätigkeit zum Vergnügen und zielgerichteter, organisierter Übung bewegt. 

Ein anderer Themenblock, "THW im Ausland" mit dem Referent Daniel Herrmann, erläutertet bisherige und zur Zeit laufenden THW-Auslandseinsätze. Darauf folgte eine Diaschau zum Einsatz im Libanon 2006. Für den Nachmittag wurde es auch hier praktisch. Auf dem nahe gelegenen Campingplatz sammelten die Seminarteilnehmer/innen im Wald Materialien zum Bau eines Zeltdaches, welches sie dann in Gruppenarbeit errichteten. Auch eine Feuerstelle richteten sie ein. 

Beim dritten Seminar wurde es laut. Nicht etwa, weil sich die Anwesenden nicht zu benehmen wussten. Die Lautstärke lag in der Natur der Sache, denn es ging um das Thema Sprengen. Der Fachlehrer der Schule, Hagen Vollrath, erläuterte den gespannten Zuhörer/innen zunächst die rechtlichen und sicherheitstechnischen Aspekte rund um das Themengebiet. Im Anschluss führte er zunächst verschiedene Sprengstoffe vor und zeigte, in welcher Form sie eingesetzt werden. Nach dem kurzen theoretischen Teil ging es an den praktischen Part. Hagen Vollrath zeigte seinen staunenden Seminarteilnehmern/innen, wie groß schon die Wirkung einer kleinen Sprengkapsel sein kann. Es folgten Versuche mit Sprengladungen, die in verschiedenen Tiefen in der Erde versenkt wurden. Weiter ging es mit aufgesetzten Ladungen sowie Sprengschnur. Das Seminar gipfelte im Sprengen von sechs Kilogramm TNT und einer zehn Kilogramm schweren Minenräumschnur, deren Druckwellen bei den Teilnehmer/innen und im Boden einen großen Eindruck hinterließ.

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Tagesbericht vom 28.07.2009

Die Arbeit der Seminargruppe "Das geplante Chaos" lief auf Hochtouren um die Abschiedsveranstaltung zu organisieren. Dabei mussten Seminarteilnehmer/innen für Gelder und Material Anträge stellen. Die mussten sie immer wieder rechtfertigen und auch das eine oder andere Mal überarbeiten. Trotz der vielen bürokratischen Fallstricke, die ihnen das Team der Akademie bewusst stellte, gingen die Projektleitung und ihre Mitstreiter/innen mit großem Elan an ihre Aufgabe. 

Schließlich gilt es auch in der realen Welt solche Herausforderungen zu meistern. Im Seminar "Mit Pepp an Technik" stand heute die Praxis im Vordergrund. In der hauseigenen Trümmerlandschaft der THW-Bundesschule Neuhausen übten die Seminarbesucher/innen die Gestaltung von praktischen Ausbildungen. Thema war dabei der korrekte Einsatz des Leiterhebel zum Retten von Verletzten aus Höhen und Tiefen. Weiterhin erstellten sie Ausbildungskarten, mit denen der Material- und Zeitaufwand von späteren Ausbildungen geplant werden kann. 

Doch auch die Nachmittags-Workshops standen noch ganz im Zeichen der Praxis. Der Workshop "Bau eines Einsatzgerüstsystems (EGS)" hatte dabei gleich doppelten Nutzen: Zum Einen lernten die Jugendlichen das Einsatzmaterial kennen, zum Anderen wurde somit die Bühne für die Abschlussveranstaltung aufgebaut. Im Holzworkshop liefen derweil die Arbeiten an der gestern begonnen Bank weiter. Ein weiteres Highlight bot am Abend noch die Nachtwanderung. Dabei mussten die Jugendlichen in zwei Gruppen verschiedene Aufgaben lösen, um ihre nächsten Wegpunkte zu erfahren. Am Ende der Strecke trafen die beiden Gruppen an einem Lagerfeuer wieder aufeinander und ließen dort gemeinsam den Abend bei alkoholfreien Cocktails ausklingen.

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Tagesbericht vom 27.07.2009

In den Seminaren rauchen die Köpfe.

Im Bereich "Projektmanagement" wird konkret an den Abschlussabend heran gegangen. Es wurden Teilprojektgruppen und eine Projektleitung gebildet, die sich gezielt mit einzelnen Aufgaben beschäftigen.

Weiterhin wurden Zeitpläne und Aufgaben definiert, doch auch der Umgang mit der Bürokratie wurde geübt. So musste die Projektleitung einen Antrag auf Genehmigung des Projektes stellen und durfte, ganz nach Vorbild eines bekannten Comicfilmes, einen Passierschein beantragen. Dieses war wahrlich kein leichtes Unterfangen. Die einzelnen Projektschritte mussten einem kritischen Lenkungsausschuss vorgelegt und erläutert werden, der dann über die Bewilligung des Projektantrags entschied. Trotz aller Hürden knieten sich alle Teilnehmer/innen voll ins Projekt.

Im Seminarbereich "Ausbildungslehre" stand Methodik und Didaktik auf dem Stundenplan. Hier wurden verschiedene Ausbildungsmethoden erläutert und teilweise anschließend in Gruppenarbeit ausprobiert.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Großstadt Stuttgart. Mit Bussen ging es zum Fernsehturm. Auf der in 152 m Höhe befindlichen Aussichtsplattform des 216 m hohen Gebäudes genossen alle Anwesenden den herrlichen Ausblick: Bis zu 170 Kilometer kann man ins Umland blicken. Die Teilnehmer/innen, welche sich nicht mit der Höhe anfreunden konnten und daher in der Schule geblieben waren, werkelten im Bauworkshop unter der Leitung vom Stephan Knobloch. Für eine der Grillmöglichkeiten auf dem Gelände der THW-Bundesschule Neuhausen wird eine Sitzbank erstellt um eine bleibende Erinnerung an die erste Jugendakademie zu schaffen.

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Tagesbericht vom 26.07.2009

Heute ging es gleich voll los. Obwohl Sonntag war, versammelt sich alle Teilnehmer/innen um 8.30Uhr zur gemeinsamen Morgenrunde. Hier wurden zunächst organisatorische Details geklärt. Im Anschluss starteten dann gleich die Seminare.

Unter dem Titel "Mit Pepp an Technik" ging es unter der Leitung von Tobias Großheide zunächst einmal an die Grundlagen zum Thema Ausbilden. Den Seminarteilnehmer/innen wurden in Bereiche wie Inhalte von Ausbildungen, Erziehung oder Beteiligungsprozesse eingeführt. Weiterhin zeigte ein kleiner Test auf, welcher Lerntyp der Einzelne ist. Über einen kleinen Versuch mit Stapelbechern wurde eine Lernkurve erstellt, um zu verdeutlichen wie durch Training Leistung steigt und ab wann keine weiteren Fortschritte mehr möglich sind.

Im Seminar "Das geplante Chaos" führte der Dozent Ewald Nagel seine Schützlinge an das umfassende Thema Projektmanagement heran. Dafür wurden zunächst einmal Aufbau, Ablauf und Zielfindung eines Projektes erklärt. Als zu erarbeitendes Projekt gilt es die Abschlußveranstaltung am Freitag im Laufe dieser Woche zu gestalten. Der Ausklang des Abends fand dann in Anbetracht des schönen Wetters im Schwimmbad statt.

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Tagesbericht vom 25.07.2009

Heute öffnete die erste Jugendakademie der THW-Bundesschule in Neuhausen auf den Fildern ihre Pforten. 31 Teilnehmer/innenn aus sieben Bundesländern im Alter von 15-19 Jahren, darunter fünf Mädchen, werden hier eine Woche lang lernen, Spaß haben und neue Freunde kennen lernen. Heute stand zunächst jedoch die Anreise und das Beziehen der Unterkunft auf den Plan.

Um das gegenseitige Kennenlernen zu erleichtern, wurde gleich bei der Ankunft jedem/r Teilnehmer/in zunächst ein Steckbrief zum Ausfüllen ausgehändigt, der mit einem Bild versehen wurde. Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen fand dann aber noch die offizielle Begrüßung und Eröffnung durch die stv. Schulleitung Frau Dr. Krüger statt. Eigens hierzu waren Sabine Lackner als Vertretung der THW-Leitung, die stv. Bundesjugendleiterin Hanna Glindmeyer und der Landessprecher von Baden-Württemberg, Walter Nock, angereist.

Sie alle richteten Grußworte an die Anwesenden, in denen sie unter anderem die Bedeutung des Ehrenamtes und die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung hervorhoben. Die Redner/innen wünschten den Teilnehmer/innen viel Spaß, sei es am Aneignen neuen Wissens oder auch an gemeinsamen Aktivitäten. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung vom Trompetenensemble der benachbarten Schiller-Schule. Ab Sonntag geht dann die Akademie mit einer großen Auswahl an Seminaren und Workshops in die Vollen.

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