Die THW-Jugend redet mit! – BMFSFJ-Trägerkonferenz zur internationalen und europäischen Jugendarbeit

Wenn die wichtigsten Akteure der internationalen Jugendarbeit sich zwei Tage lang in Köln-Deutz treffen, um über die Weiterentwicklung dieses wichtigen Arbeitsfeldes zu diskutieren, dann darf die THW-Jugend natürlich nicht fehlen.

 

Hier wird nicht nur geredet, soviel steht fest!

Nachdem zum Auftakt der Tagung am 05. Juni 2018 kurz die aktuellen Entwicklungen der europäischen und internationalen Jugendpolitik vorgestellt wurden, gab es einen Rückblick auf die konkreten Entwicklungen seit der letzten Trägerkonferenz vor zwei Jahren. Es wurde deutlich, dass aus den inhaltlichen Schwerpunkten von 2016 eine Reihe von Projekten entstanden ist, wie z. B. ein Aktionsbündnis, das spannende Aktivitäten durchführt, um die Vorteile von internationalen Austauscherfahrungen sichtbar zu machen.

Interessant war auch der Einblick in die Ergebnisse von Forschungsvorhaben. Neben einigen überraschenden Erkenntnissen wurde vor allem deutlich, dass wir noch viel bewegen können. Es gibt immer noch viel zu viele Jugendliche, die u. a. aus Angst, wegen fehlender Strukturen oder aus anderen Gründen nicht an einem internationalen Austausch teilnehmen, obwohl sie sich dafür interessieren.

 

Am Abend des ersten Tages und auch als Start in den zweiten Tagungstag am 06. Juni 2018 haben sich die Vertreter_innen der internationalen Jugendarbeit – u. a. von der Deutschen Jugendfeuerwehr, dem Deutschen Jugendrotkreuz, dem Deutschen Bundesjugendring, der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, der Deutschen Sportjugend und noch viele mehr – deshalb in Arbeitsgruppen zusammengefunden, um Möglichkeiten zu suchen, die internationale Jugendarbeit voranzubringen. Ideen und Handlungsempfehlungen, etwa zur Entwicklung konkreter Strategien, notwendiger Strukturen und neuer Formate gibt es viele. Das motiviert!

 

Im letzten großen Programmpunkt gab es die Möglichkeit, sich in einem World Café intensiv zu den Themen wie „Vernetzung von unterschiedlichen Bereichen der internationalen Jugendarbeit“ oder „Jugendaustausch und außenpolitische Herausforderungen“ zu informieren. Hier konnte man sehen, dass die internationale Jugendarbeit aktuell wichtiger ist denn je und dass diese Erkenntnis langsam auch ins Bewusstsein der Politik vordringt. Eine Chance, die wir nutzen sollten!

 

Bei aller Euphorie und den vielen konkreten Zielen darf man aber nicht vergessen, dass es Zeit braucht, um die Vorhaben tatsächlich umzusetzen. Und vor allem bedeuten neue Akteure auch, dass die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel entsprechend erhöht werden müssen. Wir können also gespannt sein auf die Antworten aus der Politik!

 

Nathalie Guinard Rudat