Reisebericht Poccия (Russland) 2006
© by Anja
Hettlich
Mit dabei waren:
Dirk Kremer/ Kai Steenhusen/ Aram Khodadadegan/ Christian Handvest/ Anja Hettlich/ Michael Sipos/ Philipp Klippel/ Steffen Ohmann/ Carla Dieck/ Jan Kania/ Marco Behm und natürlich wenn auch nur für 2 Tage der Ingo Henke
Mittwoch, der Abreisetag:
Unsere
Reise begann am 31.05.06 hier in Osnabrück, wir fuhren gegen 13 Uhr (MESZ) an der Unterkunft los. Sind eben noch tanken gefahren und fuhren auf der
A1 in Richtung Frankfurt, mit einer relativ konstanten Geschwindigkeit von 160
km/h. Die Stimmung war überaus gut und alle freuten sich auf Russland! Dank
unserem Navigationsgerät (mit Akzent) umfuhren wir jegliche Staus und kamen
gegen 16 Uhr (MESZ) in Frankfurt am Flughafen an. Dort trafen wir dann auch die
restliche Reisegruppe und den Ingo. Wir checkten gegen 18 Uhr (MESZ) ein und
gingen um 18.20 Uhr (MESZ) an Board, pünktlich um 18.50 Uhr (MESZ) startete der
Flug.
Alle waren in guter Verfassung und bis auf ein paar wenige Turbolenzen verlief unser Flug reibungslos und wir kamen pünktlich um 00.10 Uhr MSD (Moscow Daylight Time) am Moskauer Flughafen an. Dort wurden wir auch schon von Slawa und Nastja (unsere Dolmetscherin) erwartet und von ihnen in ein Camp gebracht. Zu dieser Zeit regnete es wie aus Eimern und ein Gewitter war aufgezogen! Wir aßen noch schnell ein paar Happen in einer im Wald stehenden Holzhütte und besprachen kurz den nächsten Tag. Anschließend ging es auch sofort in die sehr gemütlichen und warmen Schlafsäcke in den Zelten zum schlafen, denn das hatten auch alle von uns dringend nötig! Leider hatten nicht alle das Glück ein dichtes Zelt zu haben und so bekamen einige Kameraden nasse Füße über Nacht!
Doch schließlich wurde alles so geregelt das jeder einen trockenen Schlafplatz hatte und geschlafen werden konnte!
Donnerstag:
Um 9 Uhr (MSD) hieß es aufstehen und
erst mal richtig wach werden. Als es um 9.30 Uhr (MSD) zum Frühstück geht, freut
sich die Reisegruppe denn alle haben Hunger. Doch als wir sahen
das es einen
lauwarmen Kartoffel-Möhren Eintopf gibt, zog die Mehrheit es vor, sich beim
Frühstück auf trocken Brot zu beschränken, da er doch etwas gewöhnungsbedürftig
war. Gegen 10.30 Uhr (MSD) ging der erste Wettkampf los, es war ein
Orientierungslauf angekündigt worden. Hierfür meldeten sich guter Dinge Michael
S. (als Leader), Aram K., Marco B., Philipp K., Jan K. und Anja H. freiwillig
und freuten sich auf ein bisschen Auslauf. Bevor es losging gab es eine
Besprechung, wir wurden mit
Kletterutensilien, Kompass, Landkarte, Wasser, einem
Topf und Seilen ausgerüstet und einige Journalisten waren da. Dann ging es los,
mit einem Bus wurden wir zum Startplatz 15 km vom Lager entfernt gebracht und
lernten unseren Guide Gin kennen. Unsere Erwartungen ein bisschen ruMSDulaufen
und ein paar kleinere Stationen zu absolvieren wurden restlos enttäuscht, denn
schon bald bemerkten wir, dass die Strecke lang und hart werden könnte!
Spätestens nach 3 Stunden durch den Wald rennen, verließ uns unserer Optimismus
und unsere Motivation langsam aber sicher. Dagegen schien unser Guide vor Elan
fast zu platzen und rannte munter quer durch den Wald, das konnten wir
schließlich nur bewundern. Nach ca. 4-5 Stunden strammen Laufens bzw. teilweise
sogar Rennens stellte sich bei allen ein unangenehmes Hunger- und
Erschöpfungsgefühl ein, es sind doch einige an ihre eigenen Grenzen gestoßen!
Die unterschiedlich Stationen wurden zunächst mit Misstrauen betrachtet, haben
letztendlich aber
allen großen Spaß gemacht. Zu den Aufgaben gehörte es zum
Beispiel, an einem über einen `reißenden Strom`
:-) gespannten Seil
herüber zu klettern. Natürlich benutzen wir hierzu, wie auch zu den andern
Stationen unsere Klettergeschirre! Oder mit einer Warthose durch einen See zu
warten, hierbei versanken so ziemlich alle bis zur Brust im Schlamm, wären wir
nicht gesichert gewesen wohl auch ganz. Auch ein `Steilhang` mussten wir
überwinden, hierbei seilten wir uns an unseren Geschirren ganz langsam ab :-). Gegen Ende des
Laufes hatten wir eine Station erreicht, an der wir ein Zelt aufbauen mussten,
eine Feuerstelle gebaut, entzündet und darauf Wasser gekocht haben. Außerdem gab
es noch eine Art Prüfung zum Thema Stich und Bunde und Kartenkunde, wo wir
unsere Art und Weisen präsentieren durften. Letzte Station bestand darin, einen
Verletzen zu finden und ihn ungefähr 500m ins Ziel zu transportieren. Über den
ganzen Lauf hinweg hatte jeweils einer bzw. eine die Aufgabe sich mit Kompass
und Karte zu orientieren und den richtigen Weg zu finden. Nach ca. 8 Stunden
kamen wir dann erschöpft aber glücklich im Ziel an, was auf große Erleichterung
traf (unter anderem auch bei unserem Guide, der so langsam an uns verzweifelte)!
Die daheim gebliebenden bauten derweilen eine Feuerstelle, Bänke und entwarfen
eine Art Lagerzeitung. Am Abend fanden noch 2 Wettkämpfe statt, einmal einer zum
Thema `Hydraulik` und ein Gesangswettbewerb wobei wir `Mana-Mana` zum Besten
gaben und damit gleich viel Beifall ernteten. Am Abend saßen die Jugendlichen
noch am Lagerfeuer und unterhielten sich mit den Landsleuten die zu uns kamen,
manche brachten sogar etwas zu essen oder Feuerholz mit. Es wurden viele
Freundschaften und Kontakte geknüpft und man sang, lachte und unterhielt sich
fröhlich miteinander, die Kommunikation klappte dank Englisch hervorragend. Und
irgendwann ging es dann auch mal wieder ins Bettchen :-)...
Freitag:
Nichts geht über ein gutes Frühstück, heute gab
es `leckeren` kalten Reis mit irgendeiner Beilage (teils undefinierbar), doch es waren
auch Fortschritte zu sehen, denn jeder Helfer bekam ein belegtes Brot :-)! Danach
fanden 2 Wettkämpfe statt, einmal ein Staffellauf mit Hindernissen, wobei unter
anderem ein Feuer gelöscht werden musste und dann noch ein 1000m Lauf, der auch
durchs Gelände ging!
Parallel hierzu bauten die restlichen Kameraden den Zeltplatz ab und packten die Sachen zusammen. Außerdem kletterten wir mit so etwas wie `Feuerwehrleuten` an einem dafür errichteten Haus mit freihängenden Leitern hinauf und schauten den Profis dabei zu, wie sie in 13 sek. ein 4-Stöckiges Haus erklommen. Am Nachmittag gegen 16 Uhr (MSD) fand eine große Preisverleihung statt, es spielte sogar eine Kapelle und es wurden Sachpreise, Urkunden, Pokale und Medaillen verliehen. Wir bekamen einen gar zauberschönen Klapptisch mit Stühlen J, eine Dartscheibe, Carla und Anja bekamen jeweils noch eine kleines extra Geschenk weil sie sich als Mädels durch die Wettkämpfe gerungen hatten. Außerdem eine Urkunde, 2 Pokale und jeweils jeder ein Medaille!
Abends sagten wir dann noch unseren neugewonnenen Freunden Tschüss und fuhren nach Moskau in ein Wohnheim für wichtige Leute des MCS.
Als wir dort ankamen waren wir angenehm überrascht, denn die Zimmer waren wirklich grandios, wir hatten Fernseher, teilweise auch DVD-Player und sogar einen Minikühlschrank. Zum Abendessen wurden wir mit Essen von McDonalds überrascht und anschließend saßen wir noch ein bisschen gemütlich beisammen und ließen den Abend ausklingen.
Samstag ...und der Ingo ist weg :
Frühstück war an diesem Tag erheblich
besser, es gab belegte Brote.
Um 9.30 Uhr (MSD) starteten wir unsere Sightseeing Tour. Wir waren an diesem Tag
an der Universität und waren begeistert von den riesigen Ausmaßen, die Uni hat
sogar einen riesigen Sportpark, indem die Studenten Sport treiben können. Es
wurde dort auch geklettert, was der Aram auch gleich versuchte und es ihm sogar
gelang J.
Anschließend waren wir in einem Stadt- bzw. Vergnügungspark, dort fand ein Fest
auf einer Bühne statt wo verschiedene Darsteller ihr Bestes gaben und auch unser
Chef, der Christian Handvest (kurz `Meister`) mit Hilfe von Nastja, unser
Dolmetscherin eine kurze Rede über uns hielt. Dann hatten wir Gelegenheit Boot
zu fahren und in einer `Achterbahn` zu fahren, wobei wir ja alle viel lieber mit
dem Kinderkarussell gefahren wären J,
das aber aus Größen- und Gewichtstechnischen Gründen nicht machbar war. Abends
waren wir dann noch in einem total tollen Lokal zu Abend essen und dieses war
mehr als perfekt!! Abends saßen wir dann wieder ein bisschen im kleinen Kreis
und sind dann in die Betten gehüpft!
Sonntag:
Am heutigen Tag waren wir im Homandor Club, eine Ausbildungsstätte für junge MCS-Helfer. Dort konnten wir uns alles ansehen und durften auf dem Übungsplatz Seilbahn fahren und alle anderen Aktivitäten ausprobieren. Anschließend sind wir an einen Badesee gefahren und dort Tret-, Ruder- oder Motorboot gefahren. Danach ging es mitten in die Stadt zum Shoppen und zum Sightseeing. Alle fanden es total toll und waren von den Ausmaßen der Stadt begeistert...
Abend waren wir dann wieder Auswärts essen *lecker*!
Am späten Abend sind einige Kameraden noch in die Stadt gefahren um Moskau bei Nacht zu besichtigen und Fotos zu schießen!
Montag:
Unser letzter Tag in Russland
:-(!! Wir besuchten
eine Militärparade und hatten eigentlich eine Gruppe von Helfern erwartet die
vor uns hin und her Marschieren, doch was dann kam war überwältigend. Es wurde
uns ein Übung mit 3 Hubschraubern, einem Flugzeug, etlichen von Lösch- und
Rettungsfahrzeugen und einer Kolonne von LKWs mit humanitärer Hilfe geboten. Es
explodierten viele verschieden Gebäude, Fahrzeuge und Gegenstände und es wurde
natürlich nach allen Regeln der Kunst fachmännisch gelöscht, gerettet, geflext
und geklettert!! Es war Atemberaubend! Slawa bot uns nach der `Show` an, in
einem reinen See auf dem Gelände zu schwimmen und alle Mädels, hingegen nur ein
Junge nahm die Gelegenheit war und stürzten sich ins kühle Nass!! Es war total
toll J und
machte allen großen Spaß!
Am Nachmittag besuchten wir noch eine weitere kleinere Uni und lernten einige Studienfächer näher kennen! Anschließend gingen wir eben bei Meckes etwas essen und durften danach noch einmal kurz shoppen.
Am Abend besuchten wir ein Billardlokal und aßen dort auch noch einen Happen, ansonsten spielten wir viel Billard und hatten eine menge Spaß! Anschließend fielen wir nur noch tot müde ins Bett!
Dienstag, und die Abreise naht :-(:
Am Morgen haben wir noch schnell
unsere Sachen gepackt und haben gemeinsam gefrühstückt. Slawa zeigte uns noch
das gesamte Gebäude des MCS in dem wir gehaust haben und erklärte uns die
einzelnen Räume. Es wurde noch eben etwas zu Mittag gegessen und die MCS
Journalisten die uns jeden Tag unseres Moskau Aufenthaltes `begleitet` hatten,
führten ihre letzten Interviews durch und die Reisegruppe fuhr zum Flugplatz.
Dort wurden Pässe und Flugtickets verteilt und es ging auf zum Check In. Wegen
eines kleinen Zwischenfalls (wir mussten für einen Mitreisenden ein neues Ticket
kaufen) kamen wir etwas in Zeitdruck, ist dann letztendlich doch alles Gut
gegangen und wir verabschiedeten uns von Gin und Nastja die uns zum Flugplatz
begleiteten und flogen pünktlich los und landeten gegen 6 Uhr (MESZ) wieder in
Frankfurt, ohne große Turbolenzen und Schwierigkeiten. Drei unserer Kameraden
mussten wegen Überbuchung des Fluges zwar in der Businessclass fliegen was die 3
aber ehr weniger störte...
Zurück in Frankfurt erwartete uns schon unsere Fahrzeuge und wir nahmen innerhalb der Gruppe noch mal Abschied und fuhren zurück nach Hause, wo wir gegen 22.30 (MESZ) ankamen.
Fazit: Es war eine super tolle Reise, wir haben viel gesehen und viele sehr nette Leute kennen gelernt. Und ich glaube ich spreche im Namen von allen, wenn ich sage das wir das nächste mal 100% wieder dabei sind!