Russland 2005
MЧC
Russland hat am Baikal-See den zweijährlich stattfindenden neuntätigen Wettkampf
der Helfer
(Erwachsene) und des studentischen Korps (Jugendliche) organisiert. Umrahmt war
dieser Wettkampf von einem Zeltlager mit verschiedenen entsprechenden
Möglichkeiten vom 28.07. bis 10.08.2005. Hierzu wurde ein Team der THW-Jugend
eingeladen.
Insgesamt nahmen am Wettkampf 14 Teams aus Erwachsenen und 8 Teams des
studentischen Korps der Helfer teil. Als Internationale Gäste kamen zudem
Erwachsene aus der Mongolei und aus Weißrussland; im Rahmen der jugendlichen
Helfer waren wir die einzigen internationalen Gäste.
Bemerkenswert ist der Aufwand, welcher für dieses Zeltlager getrieben wurde;
allein mit fünf MЧC-eigenen Frachtmaschine wurde das Material für dieses Lager
transportiert, Geländewagen, LKW usw.
wurden ebenfalls nach Irkutsk geflogen.

Das Lager selbst war wohl organisiert, auch der Ablauf des Wettkampfes. Ebenso
hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit an Freizeitprogrammen teilzuhaben.
Minister Shygou eröffnete am 01.08. die Wettkämpfe; zahlreiche ranghohe
Offiziere des MЧC waren ebenfalls zugegen. Zur Abschlussfeier erschien die stv.
Präsidentin der russischen Duma und bedankte sich für den Einsatz der Helfer an
den Menschen.
Die föderale Ebene des "Studentischen Korps der Helfer" veranstaltete einen
Wettbewerb der Helfer, an welchem aus jedem Gebiet Russlands eine Gruppe
teilnahm. Zusätzlich waren auch internationale Gruppen eingeladen. Jede
internationale Gruppe hatte eine russische Patengruppen. Gewohnt wurde in einem
gemeinsamen großen Zeltlager; gemeinsam wurde die Ausbildung im
Katastrophenschutz an verschiedenen Ausbildungsstationen durchgeführt. Intention
war hier der fachtechnische Austausch über
Methoden
in der Arbeit im KatS; das gegenseitige Lernen voneinander. Die russische
Patengruppe begleitete auch während des Freizeitprogramms. Als Gastgruppe darf
die deutsche Gruppe auch an dem Wettkampf der Helfer teilnehmen, nachdem zuvor
halt die gemeinsame Ausbildung stattgefunden hat.
Im Rahmen des Freizeitprogramms verbrachten die deutschen TN mit den
Jugendlichen aus der Patengruppe die Zeit mit Ausflügen, sportlichen Aktivitäten
oder Spielen. Die über den Mittler der KatS-Ausbildung geknüpften Beziehung
unter den Jugendlichen wurden hier in einer ruhigen Atmosphäre ausgebaut werden.
Die TN beider Seiten erkannten Unterschiede aber auch die Gemeinsamkeiten in den
jeweiligen Lebenswelten und so sahen sie, dass sie wohl in verschiedenen Ländern
leben, aber sich doch auch gleichen. Die Intention der Organisatoren,
Freundschaften zwischen den Jugendlichen zu initiieren so über das Medium des
gleichen Grundinteresses an einer Aufgabe, nämlich dem Helfen anderer Menschen
in Not, ist geschehen. Die TN erkannten auch hier Gemeinsamkeiten und konnten
gegenseitig ihren Wissensstand erweitern. Die Teamer fungierten als Anleiter nur
insofern, als dass sie fachlich unterstützten, wo es notwendig ist. Ihre Rolle
ist vielmehr in pädagogischen Anleitung zum Kennen lernen zu suchen gewesen.