TestTest „Ich bleib dabei“ THW-Jugend e.V.

„Ich bleib dabei“

Unter diesem Motto steht die gemeinsame Kampagne von THW und THW-Jugend für das Jahr 2015. Bundesjugendleiter Ingo Henke und THW-Präsident Albrecht Broemme erklären Ziele dieser  Zusammenarbeit.

Die THW-Jugend hat sich gemeinsam mit dem THW das Thema „Übertritte von Jugendlichen in den aktiven THW-Dienst“ auf die Fahnen geschrieben. Wie kam es dazu?

Henke: Die THW-Leitung und die THW-Jugend haben gemeinsam die Kampagne „Ich bleib dabei!“ ins Leben gerufen. Diese hat das Ziel, die Übertritte von Junghelferinnen und Junghelfern in den aktiven Einsatzdienst zu fördern. Das ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Auch ich als Bundesjugendleiter stehe natürlich dazu, dass wir als THW eine Einsatzorganisation sind. Die Mitglieder der THW-Jugend bereiten sich auch während ihrer Zeit in der Jugendgruppe für den Einsatzdienst vor.

Wieso ist das wichtig?

Broemme: Viele unserer heutigen Führungskräfte stammen aus der THW-Jugend und engagieren sich schon viele Jahre. Sie sind bereits technisch ausgebildet, haben Verantwortung übernommen und kennen die Teamarbeit. Die Übertrittzahlen sind aktuell nicht schlecht. Wir wollen sie aber steigern und Jugendliche vor allem langfristig für ein Engagement im THW begeistern.

Was sind denn zurzeit die Hürden beim Übertritt von der THW-Jugend ins THW?

Broemme: Einerseits scheuen sich viele Jugendliche davor, eine ihnen wohl vertraute und bekannte Gruppe zu verlassen. Andererseits freuen sich viele Jugendliche, dass sie endlich mit in den Einsatz fahren können, sofern sie die passende Ausbildung haben. Hier müssen die Ortsverbände eine Brücke errichten von der Jugend in den OV, sonst findet sich ein Jugendlicher in einem großen Ortsverband mit 60 oder mehr Mitgliedern nicht auf Anhieb zurecht. Es muss eine Willkommenskultur entstehen.

Henke: Und genau an diesem Punkt setzt auch die Kampagne „Ich bleib dabei!“ an. Es geht darum, die Junghelferinnen und Junghelfer aktiv willkommen zu heißen. Dabei sind vor allem die Führungskräfte in den Ortsverbänden gefragt, diese Prozesse zu begleiten und die Aufnahme der Nachwuchskräfte zu unterstützen.

Wie sieht die Zusammenarbeit im Rahmen der Kampagne konkret aus?

Henke: Im Jahr 2014 wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern der THW-Jugend und des THW gebildet. Erste Ergebnisse sind die monatlichen Kalenderblätter, die wir seit Januar verschicken. Sie zeigen positive Beispiele aus den Ortsverbänden zum Thema Übertritt und sollen eine Anregung für andere Ortsverbände sein, wie man den Übertritt gestalten kann.

Seit 2014 gibt es auch die neue THW-Mitwirkungsverordnung. Welche positiven Signale gibt sie für den Übertritt von Junghelferinnen und Junghelfern?

Broemme: Durch die neue Mitwirkungsverordnung kann der Übertritt weicher gestaltet werden. Die Jugendlichen können auch vor dem 18. Lebensjahr im Rahmen ihrer Fähigkeiten den Einsatz unterstützen und so langsam an den Einsatzdienst herangeführt werden. Schritt für Schritt finden sich die Junghelferinnen und Junghelfer dann in der neuen Gruppe besser zurecht.

Die Kampagne ist für das laufende Jahr 2015 vorgesehen, welche Maßnahmen sind in Planung und welchen Effekt wünschen Sie sich für das Thema Übertritte über das Jahr 2015 hinaus?

Henke: Neben den monatlichen Kalenderblättern mit den Best-Practice-Maßnahmen wird es in diesem Jahr eine praxisnahe Handlungshilfe geben sowie ein Plakat-Motiv. Alle Maßnahmen gemeinsam sollen die Bedeutung des Themas für die Zukunftsfähigkeit des THW unterstreichen. Der Gedanke hinter der Kampagne endet natürlich nicht mit dem Jahr 2015, sondern soll sich in Zukunft in allen Ortsverbänden langfristig etablieren.