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Das heiße Interview: Das THW ist viel mehr als Auslandseinsätze!

Das heiße Interview: Das THW ist viel mehr als Auslandseinsätze!

  • Katrin Klüber, Leiterin Stabsstelle BEA.
  • In Berlin traf sie die THW-Jugend-Delegation.
  • Immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Ehrenamtlichen.

Jugend-Journal: Sie sind als Hauptamtliche in der THW Leitung in Bonn beschäftigt; wie sind Sie zum Hauptamt gekommen?

Katrin Klüber, Leiterin der Stabsstelle BEA: Ich habe mich 2003 auf die Stelle der Referentin für Marketing, Sponsoring und Referenzen beworben. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich beruflich nach einer neuen Perspektive umgesehen. Letztendlich waren dann wohl beide voneinander überzeugt, ich vom THW und das THW von mir.

JJ: Was ist Ihre Aufgabe beim THW?

Klüber: Ich habe schon sowohl als Referentin, als auch als Referatsleiterin gearbeitet. Heute bin ich Leiterin der Stabstelle „Beauftragter für das Ehrenamt“ (BEA). Die Aufgabe beinhaltet alles das, was mit Helfergewinnung, Helferbindung, Helferzufriedenheit, Auszeichnungen, Ehrungen, der Stärkung der Attraktivität des Ehrenamtes und auch der Jugendarbeit zu tun hat. Außerdem geht es noch um die Kooperation mit Hochschulen und die Vernetzung mit Arbeitgeberverbänden. Ich nenne diesen Bereich manchmal gerne das „Personalreferat des Ehrenamtes“, denn wir müssen uns um unsere Helferinnen und Helfer genauso kümmern, wie sich in einem Unternehmen um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekümmert wird.

JJ: Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrer Arbeit?

Klüber: Das THW ist so vielfältig. Wir haben es mit so vielen engagierten Leuten zu tun, die ein breites Spektrum abdecken, von den Helferinnen und Helfern, über die Jugendlichen, bis hin zur Politik. Um diese vielseitige Umgebung, in der ich arbeite, beneiden mich viele in meinem Freundskreis, die in Unternehmen der privaten Wirtschaft arbeiten. Ich empfinde es als sehr lebendig, in solch einem „Unternehmen“ wie dem THW zu arbeiten.

JJ: Was hat Sie auf Anhieb am THW begeistert?

Klüber: Während des Elbehochwassers 2002 waren rund 24.000 Helferinnen und Helfer des THW aus 662 Ortsverbänden und 582 Hauptamtliche insgesamt sechs Wochen lang im Einsatz. Die Vorstellung, dass das THW so viele Ehrenamtliche mobilisieren konnte, sich im Einsatz zu engagieren, das hat mich auf Anhieb begeistert.

JJ: Was ist Ihr aktuelles Lieblingsprojekt?

Klüber: Ich habe viele Lieblingsprojekte. Mir gefällt zurzeit besonders die Kooperation mit den Arbeitgebern und den Wirtschaftsverbänden. Eine wichtige Initiative nennt sich MINT. Das steht für „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“. Wir vom THW passen durch unsere technische Arbeit sehr gut zu dieser Initiative und können dafür sorgen, dass die Arbeitgeber aus diesen Bereichen das Potential in der Jugendarbeit des THW erkennen.

JJ: Was war Ihr schönstes Erlebnis mit der THW-Jugend?

Klüber: Ein schönes Erlebnis war definitiv auf der diesjährigen Preisverleihung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Hier wurde ich von einer Delegation von THW-Jugendlichen begrüßt, die am Jugendkongress teilgenommen haben und auch bei der Preisverleihung dabei waren. Da ist mir wieder klar geworden, wie wichtig es ist, dass die THW-Jugend auch bei politischen Themen präsent ist, und das hat mich auch etwas stolz gemacht.

JJ: Das Besondere an der THW-Jugend…

Klüber: …ist die Tatsache, dass sich dort Mädchen und Jungen, neuerdings auch ab sechs Jahre, für Technik interessieren, sich mit einer Fachausbildung auseinander setzen und den Umgang mit der Technik erlernen.

JJ: Wie stellen Sie sich die Jugendarbeit im Jahr 2050 vor?

Klüber: Was ich mir wünschen würde wäre, dass die Jugendarbeit auch im Jahr 2050 noch den Hauch von Freiheit und Abenteuer hat, weil Jugendarbeit ein kreativer Raum ist, in dem die Jugendlichen sich entfalten können und Spaß haben sollen. Das darf nicht von zu vielen Regelungen und Regularien überlastet sein. Deshalb ist es unsere Aufgabe, dass wir diesen Freiraum auch beibehalten können.

JJ: Stellen Sie sich vor, Sie wären THW-Präsidentin für einen Tag: Was wären Ihre zentralen Entscheidungen?

Klüber (überlegt kurz): Der Präsident hat ja auch einen Dienstwagen, dessen hintere drei Plätze meistens unbesetzt sind. Wäre ich THW-Präsidentin für einen Tag, würde ich mir drei Jugendliche im Alter von acht, zwölf und 18 Jahren auf diese freien Plätze setzen und mit ihnen an einem Tag verschiedene Ortsverbände anfahren, um gemeinsam herauszufinden, was gut läuft und was noch verbessert werden kann.

JJ: Wie sehen Sie die Stellung des Ehrenamtes in Deutschland? Glauben Sie, dass genug Jugendliche und junge Erwachsene sich ehrenamtlich engagieren?

Klüber: Es ist ja so, dass ein Drittel der über 14-Jährigen ehrenamtlich tätig sind. Ein weiteres Drittel ist in Organisationen aktiv, ohne direkt ein Ehrenamt auszuüben. In Anbetracht dieser Zahlen können wir schon von einem starken Ehrenamt in Deutschland sprechen. Ich denke auch, dass diese Zahlen nicht abnehmen werden, sondern stabil bleiben beziehungsweise sogar leicht ansteigen. Viel beunruhigender ist für mich die Tatsache, dass die höheren Anforderungen in Beruf und Schule und die zeitlichen Anforderungen dazu führen, dass die Jugendlichen weniger Zeit haben, als es früher einmal der Fall war. Das führt wahrscheinlich dazu, dass alles ein bisschen unverbindlicher wird, weil viele sich nicht mehr unbedingt verbindlich engagieren möchten oder können. Da aber nicht das fehlende Engagement das Problem ist, sondern die schwierigen Rahmenbedingungen für das Ehrenamt, ist es umso wichtiger, dass wir für Jugendliche attraktiv werden und sie sich bei uns engagieren wollen.

JJ: Was sind Ihre drei Wünsche an die THW-Jugend?

Klüber: Zum einen wünsche ich mir, dass die Jugendarbeit für die Sechs- bis Zehnjährigen noch weiter ausgebaut und stabilisiert werden kann, um Kinder für das THW zu begeistern und damit die Grundlage dafür zu legen, dass wir auf Dauer genügend engagierte Helferinnen und Helfer für das THW haben. Ich würde mir wünschen, dass wir gemeinsam mit den Ortsverbänden Lösungen finden für die Herausforderungen, die dabei in Zukunft noch auf uns zukommen können.

Zum anderen wünsche ich mir, dass die Jugendarbeit gemeinsame Aufgabe von THW und THW-Jugend bleibt.

Abschließend möchte ich betonen, dass das THW den Nachwuchs braucht. Ein ganz starker Partner ist hierbei natürlich die Jugendarbeit. Deshalb wünsche ich mir, dass wir dafür sorgen können, dass möglichst viele gerne im THW bleiben, auch wenn sie erwachsen werden und ihre Grundausbildung absolvieren dürfen. Es ist sowohl Aufgabe des Ortsverbandes als auch der THW-Jugend, den Junghelferinnen und Junghelfern zu vermitteln, dass sie auch weiterhin im THW willkommen sind.

JJ: Zu guter Letzt: Was verbinden Sie mit dem Technischen Hilfswerk und wie würden Sie Anderen beschreiben, was die Arbeit im THW so besonders macht?

Klüber: Viele Menschen, vor allem die, die das THW nur aus dem Fernsehen oder gar nicht kennen, verbinden mit dem Technischen Hilfswerk meistens nur die Auslandseinsätze. Diesen Leuten erkläre ich dann immer, dass die Auslandseinsätze natürlich ein wichtiger Teil unserer Arbeit sind, aber sie auch wissen müssen, dass wir an 668 Orten in Deutschland einen aktiven Beitrag zur Gefahrenabwehr leisten. Vielen ist gar nicht so bewusst, was für eine besondere Organisation das THW ist.

Das Interview führte Lea Berger im Sommer 2015.

Dillenburg gewinnt Homepage-Wettbewerb

Dillenburg gewinnt Homepage-Wettbewerb

The Homepage Winner 2010

Interessante Bilder, viele aktuelle Informationen und eine übersichtliche Struktur machen jeden Besuch auf der Internetseite der THW-Jugend Dillenburg zu einem Erlebnis. Dafür wurde die Homepage der hessischen Jugendgruppe bei der Siegerehrung des Homepage-Wettbewerbs 2010 am 4. Februar 2011 mit dem 1. Platz ausgezeichnet.

Fast ein ganzes Jahr hatten die THW-Jugendgruppen Zeit, um ihre Internetseiten für die Teilnahme am Homepage-Wettbewerb 2010 und den Titel "The Homepage Winner" fit zu machen. 34 Jugendgruppen stellten sich schließlich Ende des Jahres 2010 dem Urteil der Jury bestehend aus Vertretern der THW-Leitung, der THW-Jugend e.V. und dem THW-Bundessprecher. Schirmherr der Aktion war THW-Präsident Albrecht Broemme. Ausschlaggebend für die Bewertung der Internetseiten waren die Kriterien Inhalt, Design, Ergonomie, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit.

In dem starken Teilnehmerfeld belegte die Jugendgruppen aus Reutlingen den zweiten Platz vor der Jugendgruppe aus Wardenburg. Als Preise freuten sich die drei siegreichen Gruppen über einen Beamer beziehungsweise GPS-Geräte. Wir gratulieren allen Gewinnern sehr herzlich und danken allen teilnehmenden Gruppen für ihr Engagement.

Michael Kretz

Helden sorgen für strahlende Kinderaugen

Helden sorgen für strahlende Kinderaugen

  • Palisaden-Bau Lohr am Main
  • Schubkarre

Die Jugendgruppe des THW-OV Lohr am Main beteiligte sich an der Sozialaktion "Zeit für Helden" des Kreisjugendringes in Main Spessart. Landrat Thomas Schiebel und Vorsitzende des Kreisjugendringes Ruth Emrich überreichten den Helden am Freitag bei der Auftaktveranstaltung in Hafenlohr ihre Aufgaben: Erneuerung der Einfassung des Sandspielbereiches, Erstellen eines Sandspieltisches und Bau einer Sandbaustelle.

Der Vorstand des St. Johannesvereines, Erwachsene Helfer des Technischen Zuges des THW-OV Lohr am Main sowie die Kindergartenväter, welche Abrissarbeiten leisteten, den alten Sand entfernen und Fundamente für die neuen Spielgeräte erstellten, übernahmen in den Wochen vor der Aktion die Vorarbeit. 45 Meter Robinienholzstämme, zum größten Teil gesponsert von der Firma Robinia in Frammersbach, wurden mit den THW-Kipper an Ort und Stelle transportiert. Knapp 200 Meter Konstruktionsholz wurden vom Johannesverein gestellt. Stefan Weyer, Inhaber der Firma Weyer Holzbau, stand beratend zur Seite. Marc Oehring Zimmermann der Firma Weyer und zugleich Helfer im THW-OV Lohr am Main übernahm mit seiner Frau Mona das Anliefern des Holzes und erstellte mit den Jugendlichen zusammen die Spielpodeste. Die Stadt Karlstadt unterstützte das Projekt mit 20 Metern naturbelassenen Buchenstämmen aus dem Stadtwald.

Theo Dittmaier, dritter Bürgermeister der Stadt Karlstadt und Nachbar des Kindergartens, begrüßte die Helden persönlich. Er wolle den Einsatz der Jugendlichen würdigen. Die Gruppe darf eine Nacht den Grillplatz in Wiesenfeld kostenfrei für eine Feier mit Übernachtung nutzen. Dem Johannesverein stellte er eine Geldspende für den Garten in Aussicht. Bereits wenige Stunden nach Beginn der Aktion hatte der Spielplatz des Wiesenfelder Kindernestes ganz neue Formen angenommen. Mit Feuereifer schaufelten die Jugendlichen Sand in den neuen Spielbereich. Die ersten beiden LKW-Ladungen hatten sie bis Samstagmorgen verschafft. Kurzerhand wurden drei weitere Ladungen geordert und kostenfrei durch die Firma Werthmann Transport an die Baustelle geliefert. Der Besitzer der Firma, Peter Werthmann, vom Helden-Fieber gepackt, holte spontan seinen Gabelstapler und legte beim Sandschaufeln selbst mit Hand an. Viele Nebenarbeiten die ursprünglich nicht für dieses Wochenende geplant waren, erledigten die Jugendlichen ganz nebenbei. Erwachsene Helfer des THW standen mit ihrem Know-How und "Manpower" zur Seite. Der vorhandene Sinnespfad wurde wieder aufpoliert, die Rutsche bekam einen neuen Aufgang und nicht nur die Einfassung des Sandes, auch alle anderen Einfassungen erhielten eine Runderneuerung.

Selbst für knifflige Aufgaben fand sich immer eine Lösung. Die Helden bewegten beispielsweise die schweren Findlinge "mit der Pharaonen-Methode" (Zitat des Ortsbeauftragten des THW, Michael Nätscher). Die Findlinge wurden auf Palisaden gehebelt. Die Erwachsenen zogen mit Tragegurten, die Jugendlichen legten die Palisaden nach und so fand ein Stein nach dem anderen einen neuen Platz. Kindergarteneltern, der Elternbeirat, Nachbarn und der Vorstand des St. Johannesvereines sorgten für die Verpflegung der Helden und halfen mit Schubkarren, Zement, Gartengeräten und allem was rund herum noch gebraucht wurde aus. So fügte sich Eines ins Andere, alle konnten hochzufrieden mit ihrem Werk das Grillfest zum Abschluss genießen und sich über die Reaktion der Kindergartenkinder, die ihren neuen Spielplatz bestaunten, freuen.

Die THW-Bezirksjugend Bochum zum Rodeln in Winterberg

Die THW-Bezirksjugend Bochum zum Rodeln in Winterberg

Auch wenn wir Schnee vor der Tür haben, wir fahren am Samstag, 30.01.2010, nach Winterberg zum Rodeln, so lautete die Aussage bei der ersten THW-Bezirksjugendsitzung Bochum 2010. Bereits im letzten Jahr fuhr die THW-Jugend Bochum dorthin, in diesem Jahr schlossen sich die Ortsverbände Hagen, Hattingen, Herne, Wetter (Ruhr) und Witten spontan an. Mit 105 THWlern und 16 Fahrzeugen rückten wir in Winterberg ein. Die Kraftfahrer(-innen) meisterten die Strecke trotz der schlechten Witterungs- und Straßenverhältnisse sehr gekonnt. Je näher wir Winterberg kamen, desto mehr Schnee lag am Straßenrand und alle wollten nur noch auf die Schlitten steigen und die Rodelpiste unsicher machen, um anschließend vom Rodellift gemütlich nach oben gezogen zu werden. Der eine oder andere musste auf Hälfte der Strecke den ruckeligen Lift unfreiwillig verlassen und den Rest zu Fuß zurücklegen. Wer sich auf dem Schlittenlift halten konnte, wurde oftmals unterwegs von Schneebällen, die aus dem Wald kamen, getroffen. Die blau-gelbe Invasion flutete dieses Mal Winterberg und kehrte ohne Verletzte gesund und munter zurück nach Hause. Im nächsten Jahr, so waren sich alle einig, fahren wir wieder! - Nico Weituschat

Homepagewettbewerb 2010

Homepagewettbewerb 2010

The Homepage Winner 2010

Beim Wettbewerb zur besten Webseite der THW-Jugend vor zwei Jahren haben wir erstmals die Möglichkeit für euch bereitgestellt, die Anmeldung online vorzunehmen. Diese Vereinfachung des Verfahrens schien - so zeigten uns die Teilnehmerzahlen - wohl ein Gang in die richtige Richtung zu sein. Auch dieses Jahr bieten wir euch diese Möglichkeit wieder. Ab dem 01.01.2010 steht euch die Anmeldung unter hpw.jugend-journal.de zur Verfügung; Anmeldeschluss ist der 30.09.


Wir bewerten in diesem Jahr wieder Technologie, Stil, Sicherheit, Inhalte und den Bezug zur THW-Jugend. Nur wer sich in all diesen Punkten beweisen kann, wird letztlich der Sieger sein. Also reinigt eure Gästebücher von Spam, schreibt ein paar ansprechende Artikel und stellt Fotos auf eure Seiten und dann tragt euch ein. Wie jedes Jahr wird es wieder interessante Preise für eure Jugendgruppe zu gewinnen geben. - Kai Wegner

"Einsatzwochenende" fordert junge Retter

"Einsatzwochenende" fordert junge Retter

Ein "verletzter Fallschirmspringer" wird mittels Hilfskonstruktion eine Böschung hinauf gezogen.
Einsatz "Unfall mit Omnibus": Die Einsatzkräfte mussten einige "Verletze" retten und versorgen.

Knapp 60 Jugendliche der Jugendfeuerwehr Dillenburg und aus den THW-Jugendgruppen aus Homberg/Efze und Dillenburg konnten ein ganzes Wochenende lang erleben, was es heißt, für Menschen und Tiere in Notlagen da zu sein. Von Freitag bis Sonntag an einem Herbstwochenende veranstalteten die Verantwortlichen ein Einsatzwochenende mit vielen, realistisch dargestellten Einsatzszenarien.


Begonnen hatte die Planung schon einige Wochen zuvor. Es wurden mehrere Arbeitskreise gebildet, die größtenteils durch Jugendliche besetzt waren. So gab es eine Gruppe mit Florian Ax und Daniel Becker an der Spitze, die sich um die Ausarbeitung der verschiedenen Szenarien für die Einsätze gekümmert hat. Von der Idee über die Einholung von diversen Genehmigungen und die Vorbereitung der Einsätze gehörte alles zum Aufgabenspektrum des ersten Arbeitskreises. Der zweite Arbeitskreis um Max Pfeifer war für die Verpflegung zuständig: Speiseplan erstellen, einkaufen für drei Tage und 60 hungrige Einsatzkräfte und auch das Zubereiten der Mahlzeiten waren die Hauptaufgaben. Ganz besonders bedanken wollen sich die Verantwortlichen auch an dieser Stelle bei dem Feuerwehrverein Dillenburg und dem THW-Förderverein Dillenburg e. V., sowie bei der Firma C.F. Krimmel aus Herborn für die finanzielle und auch materielle Unterstützung bei der Verpflegung.


Ein dritter Arbeitskreis wurde ins Leben gerufen, um die vielen logistischen Aufgaben, die für ein solches Ereignis notwendig sind, zu planen und zu stemmen. Tobias Müller und seine Mitstreiter kümmerten sich um Waschgelegenheiten, die Heizung der THW-Fahrzeughalle, in der übernachtet wurde, um Holz für die Feuer, die von den "Einsatzgruppen" gelöscht werden sollten und um viele andere Kleinigkeiten.


Als dann endlich das lang geplante Einsatzwochenende starten konnte, wurden die jungen Rettungskräfte zuerst in drei Einsatzgruppen eingeteilt, die dann immer wieder während den nächsten 48 Stunden zu den verschiedensten "Einsätzen" alarmiert werden sollten.


Schon kurz nach der Einweisung ging es los. Der Gong ertönte lautstark über die Lautsprecher: "Achtung Achtung, Feuer im Tal Tempe, stellen Sie Einsatzbereitschaft her!" Noch bevor die Lautsprecher verstummten, stürmten die Jugendlichen zu ihren Einsatzfahrzeugen. Im Tal Tempe brannte ein großer Haufen mit Ästen und Reisig. Die THW-Gruppen leuchteten die Einsatzstelle aus und bauten ein Löschwasserbecken, um es mit Wasser zu fällen. Von da aus konnte die Jugendfeuerwehr das Wasser pumpen, um den Brand zu löschen.
Mitten in der Nacht ertönte wieder erbarmungslos der Einsatzgong. Diesmal hatte ein Traktor die Ladung seines Anhängers in der Niederschelder Hustenbach verloren. Nachdem auch dieser Einsatz erfolgreich abgearbeitet worden war, ging es direkt weiter zum Donsbacher Tierpark. Dort wurde in den Kanälen unter dem Parkplatz ein "Arbeiter" vermisst, der gerettet werden musste.


Nach einer ganz kurzen Nacht auf den Feldbetten in der THW-Halle ging es noch vor dem Frühstück mit dem nächsten Einsatz weiter. Die "Brandmeldeanlage" einer Bäckerei hatte ausgelöst. Zum Glück nur "Fehlalarm". Praktisch, dass nach dem Erkunden durch die jungen Einsatzkräfte direkt die Brötchen für das Frühstück mitgebracht werden konnten.


Im Laufe das Samstages und des Sonntags gab es dann noch etliche Einsätze zu bewältigen: zum Beispiel eine Gasexplosion mit einigen Verletzten und einen Unfall mit einem Omnibus, und auch mit dem Schlauchboot musste eine "Wasserleiche" aus einem See geborgen werden.


Das Highlight ereignete sich dann sicherlich am Samstagabend. Nachdem beim alten Bahntunnel in Langenaubach zwei "abgestürzte" Fallschirmspringer gerettet werden mussten, kam der Auftrag, am Breitscheider Flugplatz die 900 Meter lange Landebahn auszuleuchten, damit ein Flugzeug mit wichtigen Medikamenten und Schweinegrippe-Impfstoffen landen konnte. Als die drei Flutlichtmasten und die 15 Stative aufgebaut waren und kräftig leuchteten, staunten die THW- und Jugendfeuerwehrkids nicht schlecht, als wirklich ein Flugzeug auf der Landebahn zu den Einsatzkräften rollte und der Pilot ein mysteriöses Päckchen übergab. Dass der Impfstoff nicht gespritzt werden musste, sondern gegessen werden konnte und sogar nach Schokolade schmeckte, kam den Jugendlichen sehr gelegen.


Am Ende des 48-stündigen Einsatzmarathons waren sich alle Jugendlichen einig: Es war ein gelungenes Wochenende mit sehr viel Spaß und Action, auch wenn der Schlaf vielleicht bei einigen etwas zu kurz kam. Und die Organisatoren von Jugendfeuerwehr und THW-Jugend sind froh darüber, ihren Jugendlichen wieder einmal etwas Tolles geboten zu haben.


Für Jugendliche, die sich auch gerne in ihrer Freizeit sinnvoll beschäftigen und bei der THW-Jugend oder Jugendfeuerwehr engagieren wollen, können die Internetseiten www.thw-jugend-dillenburg.de und www.jugendfeuerwehr-dillenburg.de empfohlen werden. Dort findet man neben umfangreichen Informationen unter anderem auch die Ansprechpartner der Gruppen.
Die Jugendfeuerwehr trifft sich freitags ab 17 Uhr in der Gerberei und die THW-Jugend trifft sich samstags von 14 bis 18 Uhr alle 14 Tage im THW-Stätzpunkt in der Alten Rheinstraße. - Thomas Guthörl

20 Mädchen erlebten "Technik, die begeistert"

20 Mädchen erlebten "Technik, die begeistert"

Schon das Betreten des THW-Geländes war außergewöhnlich.
Beim Brennschneiden schmilzt Stahl wie Butter in der Sonne.
Gut gesichert geht es auf- und abwärts.
Sie hatten einen erlebnisreichen Tag im THW verbracht.
Dass sich auch Beton sägen lässt, hörten viele zum ersten Mal.

Am bundesweiten Girls' Day, dem Mädchen-Zukunfts-Tag, lud das Technische Hilfswerk Idar-Oberstein 20 Mädchen zwischen zehn und 17 Jahren in den Ortsverband ein. Schon der Beginn der Veranstaltung war verheißungsvoll: Alle "gewöhnlichen" Zugänge waren verschlossen und die Unterkunft war nur mittels eines Trümmersteges zu betreten. Hierbei musste manche Teilnehmerin ihren Mut zusammennehmen und letztlich schafften alle die Hürde problemlos: In zwei Metern Höhe überquerten sie dann den Zaun der Unterkunft.

Nach der Begrüßung durch den Ortsbeauftragten Hans-Jürgen Fuchs informierte Jugendbetreuer Tobias Biegel über den Tagesablauf. Eine kurze Vorstellungsrunde brach das Eis und lockerte die Veranstaltung auf. Danach gab es durch den stellvertretenden OB Roman Hartrampf einen Einblick in Struktur und Aufbau des Technischen Hilfswerks. Auch die aktuellen Auslandsprojekte wurden vorgestellt. Nach soviel Theorie stand die Praxis auf der Tagesordnung. An acht Stationen wartete der Technikbaukasten des THW auf die Mädchen. Sei es der Umgang mit Schere und Spreizer oder das richtige Retten verletzter Personen. Alles wurde mit viel Ergeiz von den Teilnehmerinnen mit Bravour gelöst.

Das Highlight war der vier Meter hohe Übungsturm. Hier durften sich die 20 Mädchen aus luftiger Höhe abseilen. Mit der nötigen Sicherheitsausstattung konnten sie erfahren, wie man Personen aus größeren Höhen retten kann. Das alles zu sehen hatte sich prominenter Besuch beim THW angekündigt. Der Oberbürgermeister der Stadt Idar-Oberstein, Bruno Zimmer, verschaffte sich persönlich ein Bild von der Veranstaltung. Beeindruckt zeigte sich Zimmer nicht nur von den Möglichkeiten des THW, sondern besonders vom Engagement der Mädchen. Er nutzte die Gelegenheit, sich mit den Teilnehmerinnen zu unterhalten. Natürlich ließ Bruno Zimmer es sich als ehemaliger Feuerwehrdezernent nicht nehmen, selbst an den Stationen Hand anzulegen. So zeigte er beim Brennschneiden sein Können. Zum Abschluss verließ er den Ortsverband ebenfalls über den aufgebauten Steg.

Des weiteren erhielt der OV Besuch von der Universität Mainz. Wie bereits mehrfach berichtet, ist der OV Idar-Oberstein einer der federführenden Ortsverbände beim bundesweiten Projekt "Mädchen für Technik begeistern". Die Projektverantwortliche der Uni Mainz, Carina Österling, überzeugte sich von der Umsetzung des Projektes. Mit einer Vorführung von speziellem Gerät, wie der Betonkettensäge, wurde das aktive Programm beendet. Nach einer kleinen Stärkung wurde der Tag nochmals mit den Teilnehmern besprochen und Positives sowie Negatives angemerkt. Danach verließen 20 glückliche Mädchen die Veranstaltung. Wir werden bestimmt die eine oder andere wieder sehen. - Roman Hartrampf

Kolosse der Flughafen-Feuerwehr besucht

Kolosse der Flughafen-Feuerwehr besucht

Jeder Teilnehmer musste sich den Sicherheitskontrollen unterziehen.
Mit Hilfe dieses "Treppenfahrzeuges", einer Eigenentwicklung der Flughafen-Feuerwehr, können viele Passagiere rasch dem Flugzeug entsteigen.
Fahrzeuge und Besucher standen dicht gedrängt in der Halle.
Jederzeit bereit und für den Notfall gerüstet: Die Flughafenfeuerwehr Paderborn/Lippstadt.

Die THW-Jugendgruppe Detmold war bei ihrem letzten Dienst im Jahr 2006 auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt. Dort haben die Junghelfer einiges gesehen und erlebt:


Dazu gehörte zum Beispiel das neue hochmoderne Löschfahrzeug, welches die Flughafenfeuerwehr seit einem Jahr besitzt. Dieses Fahrzeug wiegt um die 30 Tonnen und enthält 10.000 Liter Löschwasser, 8.000 Liter Löschschaum und einen Tank mit CO2-Gas. Das Löschfahrzeug besitzt außerdem zwei Löschmonitore und zwei Pumpen. Dieses Fahrzeug hat einen 300 PS starken Motor. Aus der Nähe betrachtet ist der Wagen ein riesiger, drei Meter breiter Koloss.


Die Jugendgruppe durfte mal in das Fahrerhaus steigen und sich dort umsehen. Es gibt dort nur drei Sitzplätze: Der Fahrer sitzt mittig, die beiden anderen Plätze sind mit Pressluftatemgeräten ausgerüstet. Im Einsatz muss die Besatzung innerhalb von drei Minuten beim Unfallort zur Stelle sein. Deshalb gibt es einen gelben Knopf an der linken Seite, womit der Motor und die Beleuchtung (Blaulicht, etc.) sofort starten.


Auf dem ersten Bild sieht man Junghelfer Louis, der vor der Führung zum Rollfeld von einem Sicherheitsbeamten kontrolliert wurde. Der Rest der Junghelfer wurde selbstverständlich auch überprüft. Diese Kontrollen waren notwendig, damit die Sicherheit auf dem Flughafengelände gegeben ist und keine Waffen oder ähnliche Gegenstände auf das Rollfeld kamen.


Das Treppenfahrzeug auf dem dritten Bild wurde von der Flughafenfeuerwehr selbst entwickelt und ist dafür da, um Passagiere aus einem Flugzeug zu retten, falls dieses im unwegsamen Gelände notlanden muss. - Sebastian Siepert (13 Jahre), Robin Friedrichs (13 Jahre), Sean-David Binks (12 Jahre)

Im Playmobil FunPark am Stammsitz Zirndorf

Im Playmobil FunPark am Stammsitz Zirndorf

Im FunPark war "das THW los" und dieser damit um eine allerdings zeitlich begrenzte Attraktion reicher.
"Mama, ich möchte eine Verkehrskontrolle durchführen!"
Im FunPark war es möglich: Sich fühlen, als wäre man schon beim THW.
Gut gesichert wurde der Kistenstapel Stück für Stück erhöht.
Bundesjugendleiter Michael Becker und die Seinen waren im Zentrum des Playmobil-Universums.
Mehrmals täglich zeigten die Junghelfer in der gut besuchten Halle ihr Können.
Mit Hilfer der Hebekissen konnte der "Verletzte" fachmännisch geborgen werden.
Auch wenn viele Augenpaare folgen: Nervosität wäre fehl am Platze gewesen.
Erstaunen darüber, wie feinfühlig mit kraftvoller Technik umgegangen werden kann.

Unter dem Motto der THW-Jugend "spielend helfen lernen" machte Galeria Kaufhof mit einer THW-Sonderedition des Spielwarenherstellers Playmobil im Herbst 2006 bundesweit Werbung für das THW und die THW-Jugend. Anlass genug für die THW-Jugend Fürth, sich und seine Jugendarbeit vorzustellen.

Monate vor dem Aktionstag wurden bei zahlreichen Vorbereitungstreffen die Möglichkeiten und Aktionen geplant. Wie sich am Ende herausstellen sollte, war das Ergebnis die Arbeit in jeden Falle Wert gewesen. Die Firma Playmobil hatte bereits Wochen vor dem "blauen Aktionstag" in Playmobil-Infoheften und den Medien die Werbetrommel gerührt und tausende Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, bei herrlichstem Spätsommer-Wetter den Besuch im Playmobil FunPark mit der Möglichkeit zu verbinden, sich über das THW und die THW-Jugend zu informieren.

Am frühen Morgen des 29. September 2006 rollte gegen 6 Uhr eine lange Fahrzeugkolonne, bestehend aus mehreren GKWs, einem 28-Tonnen-Autokran, Bergeräumgerät auf Tieflader, Kippern, Einsatzboote und mehreren MTWs Richtung Playmobil FunPark in Zirndorf. Mit diesem Aufgebot an Fahrzeugen und Ausstattung deckte der OV Fürth annähernd mit seinem STAN-Gerät und sonstiger Ausstattung das identische Angebot, wie es in den Playmobil-Spielesets zu erwerben war, ab. Neben den 50 Junghelferinnen und Junghelfern der Jugendgruppe Fürth waren auch zahlreiche Helfer und Führungskräfte der beiden Technischen Züge mit dabei. Die THW-Jugend-Aktionsfläche wurde im Eingangsbereich des FunParks errichtet. Besucher ließen sich unter anderem beim neuen GKW I, THW-Einsatzboot und Zugtrupp-MTW von erfahrenen THWlern die Gerätschaften und Ausstattung zeigen und erklären. Außerdem wurde ein "Probesitzen im Einsatzfahrzeug" und das Anprobieren der THW-Einsatzbekleidung angeboten.

An mehreren "Mitmach-Stationen" konnten die Besucher unter fachkundiger Aufsicht unter anderem die Hebekissen mit 40 Tonnen Tragkraft bedienen und eine Last anheben, sich im Umgang mit dem hydraulischen Rettungsgerät Schere und Spreizer versuchen sowie die Hydropresse ausprobieren. Wer keine Höhenangst hatte, bewies sein Können am Kistenklettern. Mit dem Einsatzgerüstsystem wurde ein siebeneinhalb Meter hoher Turm errichtet, an dem die Kletterer durch geschulte Betreuer gesichert, emporklettern konnten. Nicht nur die jungen FunPark-Besucher zeigten hier ihr Geschick - auch bei Eltern und FunPark-Mitarbeitern war der Turm heiß begehrt. Die Warteschlange riss während des gesamten Tages niemals ab.

Nicht weniger hatten die Betreuer des Bergungsräumgerätes zu tun. Am Bergungsräumgerät wurde die Schaufel durch das Anbaugerät "Zweischalengreifer" ersetzt und die Joystick-Fernbedienung angeschlossen. Die Geschicklichkeitsaufgabe bestand für die Besucher nun darin, zwei Holzstämme mit dem Zweischalengreifer übereinander zu stapeln, ohne dass diese umfielen. Die über den Tag verteilten "Einsatz-Shows" stellten sich als Publikumsmagnet heraus. Binnen weniger Minuten waren die zahlreichen Plätze im "HOB-Center" von neugierigen Kindern und Jugendlichen besetzt, die ihre Eltern im Schlepptau hatten. Einsatzszenario war die Explosion in einem Wohnhaus. Ein verletzter Bewohner wurde von einem herabstürzenden Deckenteil begraben. Mittels schwerem Bergungsgerät und dem Einsatz der Hebekissen musste der Verletzte von den Fürther Junghelferinnen und Junghelfern schonend geborgen und eine Erstversorgung durchgeführt werden. Die Bergung des Verletzten erfolgte unter Zuhilfenahme der Höhenrettungs-Ausrüstung "Rollgliss" und anschließenden Ablassens über eine aus Steckleiterteilen errichtete schiefe Ebene. Da die Explosion am späten Abend angenommen wurde, durfte natürlich die Ausleuchtung und weiträumige Absperrung der Einsatzstelle nicht fehlen. Die Zuschauer erhielten während den Einsatzshows durch den Fürther BÖH, Levent Weber, fachkundige Informationen zum Ablauf und neugierige Kinder hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Bundesjugendleiter Michael Becker und seine Familie folgte der Einladung aus Fürth und verbrachte den "blauen Aktionstag" gemeinsam mit den Fürther Junghelferinnen und Junghelfern. Er machte sich selbst ein Bild und zeigte sich überaus beeindruckt von der Präsentation, der Einsatzshow und dem Ablauf des Aktionstages im Playmobil FunPark. Im Playmobil-Shop mussten die Regale stündlich mit neuen THW-Sets aufgefüllt werden - bereits am frühen Nachmittag waren die Schlüsselanhänger im THW-Playmobil-Design ausverkauft und zahlreiche THW-Sets wechselten den Besitzer. Ein herzliches Dankschön an Dieter Stern, GF Hof/LV BY, der hier die ersten Kontakte geknüpft und die Weichen für eine gelungene Präsentation gestellt hatte. - Marco Hämmer

Jugendliche aus Dachau zu Besuch bei bayerischem Innenminister Beckstein

Jugendliche aus Dachau zu Besuch bei bayerischem Innenminister Beckstein

Zur Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land statteten die Jugendreporter des Dachauer THW dem bayerischen Innenminister Dr. Günther Beckstein einen Besuch in seinem Büro ab. Gemeinsam mit dem neuem Präsidenten des Technischen Hilfswerkes, Albrecht Broemme, nahmen die drei Junghelfer des Ortsverbandes die Möglichkeit wahr, den Innenminister zu besuchen. Der Präsident besuchte die Einsatzkräfte in den verschiedenen Bereitstellungsräumen und machte sich ein Bild vor Ort. Albrecht Broemme und der Innenminister trafen sich zu einem persönlichen Gespräch mit Vertretern des Innenministeriums.

Die THW-Jugendreporter berichten in Schrift und Bild von den Aktivitäten der beiden eingesetzten Jugendgruppen. Da unter anderem auch das Dachauer THW in das WM-Sicherheitskonzept voll integriert ist, berichten die Jugendreporter von den Arbeiten des THW während der Weltmeisterschaft. Natürlich wollten sich das Reporterteam, bestehend aus Johannes Sandmeier, Korbinian Zull und Daniel Kreitmair, die Chance nicht entgehen lassen und den Innenminister Beckstein persönlich kennen lernen. Bei diesem Besuch erkundigten sich die Hobbyreporter über einige Maßnahmen im Rahmen der Weltmeisterschaft. Begleitet wurden die Junghelfer vom Dachauer Pressesprecher Sven Langer. Neben einem gemeinsamen Erinnerungsfoto konnten sich die Mitgereisten noch über ein Autogramm des Ministers auf dem Dachauer 'THW-Prominentenhelm' freuen. - Sven Langer

Schäuble beruft neuen THW-Präsidenten

Schäuble beruft neuen THW-Präsidenten

Albrecht Broemme

Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern
Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble gibt bekannt, dass der Leiter der Berliner Feuerwehr, Landesbranddirektor Albrecht Broemme, zum 16. Mai 2006 die Leitung der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) übernehmen wird.
Albrecht Broemme leitet seit 1992 die Berliner Feuerwehr mit über 3.900 Berufsfeuerwehrmännern und -frauen sowie rund 2.400 Angehörigen der Freiwilligen und der Jugendfeuerwehren. Der 53-jährige Diplomingenieur der Elektrotechnik ist 1977 als Brandreferendar in die Berliner Feuerwehr eingetreten. Zuvor war er bereits sechs Jahre Helfer beim Technischen Hilfswerk sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr in seinem Heimatort Darmstadt.
Hierzu erklärt der Bundesinnenminister:
"Die Leitung des Technischen Hilfswerks wird einem bundesweit anerkannten Praktiker des Katastrophenschutzes übertragen. Herr Broemme hat seit vielen Jahren erfolgreich die größte Feuerwehr Deutschlands geleitet. Ihm ist damit die Führung einer Behörde vertraut, die sich wie das THW aus hauptamtlichen und freiwilligen Einsatzkräften zusammensetzt. Das Technische Hilfswerk bekommt mit Herrn Broemme einen Präsidenten, der den Einsatz an Unglücksstellen und die hohen persönlichen und fachlichen Anforderungen an die Einsatzkräfte aus eigener Erfahrung kennt."

Albrecht BROEMME
Geboren am 21. Mai 1953 in Darmstadt (Hessen)
Seit 1980 Wahlberliner
Evangelisch

Ausbildung, Beruf:

  • 1972 bis 1977 Technische Universität Darmstadt, Dipl.-Ing. Elektrotechnik
  • 1977 bis 1979 Brandreferendar der Berliner Feuerwehr, 2. Staatsexamen
  • 1980 bis 1990 Berliner Feuerwehr
  • 1991 bis 1992 Senatsverwaltung für Inneres, Verbindungsbeamter
  • seit 1992 Leiter der Berliner Feuerwehr (Landesbranddirektor)


Ehrenamtliches Engagement, Gremienarbeit:

  • 1970 - 1975 Technisches Hilfswerk (THW), Ortsverband Darmstadt
  • 1976 - 1979 Freiwillige Feuerwehr Darmstadt-Innenstadt
  • 1995 - 2001 Vorsitzender des Normenausschusses Feuerwehrwesen (FNFW) beim Deutschen Institut für Normung (DIN) e.V.
  • seit 1998 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland (AGBF)
  • seit 1999 Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV)
  • seit 2003 Strategischer Beirat für Katastrophenschutz des BMI
  • seit 2003 Präsident der Europäischen Feuerwehr-Akademie (EFA)

Bundesministerium des Innern

THWin-Seminar der Jugendbetreuer

THWin-Seminar der Jugendbetreuer

Erfolgreiche Jugendbetreuer nach dem THWin-Lehrgang in Mainz

Am Wochenende vom 10. bis 12. Juni 2006 richtete die Landesjugendleitung der THW-Jugend Hessen für die Jugendbetreuer der hessischen Jugendgruppen ein Seminar "THWin für Jugendbetreuer" aus. Neben den 20 Teilnehmern aus Hessen nahmen auch drei Jugendbetreuer aus dem Saarland an der Veranstaltung teil. Im nur wenige hundert Meter von der Dienststelle des Landesbeauftragten für Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland entfernten und neu renovierten Jugendgästehaus Mainz wurden alle Teilnehmer kostengünstig untergebracht und versorgt. Von den IT-Mitarbeitern des LV wurde in den Räumlichkeiten der LB-Dienststelle ein Schulungsnetzwerk mit Terminal-Server und 16 Workstations bzw. Clients aufgebaut. Ideale Voraussetzung also, um mit den aktuellen Modul-Versionen von THWin und der neuesten Demo-Datenbank des "OV-Blitz" zu üben.

Als Ausbilder konnte Christian Amschler, der ehrenamtliche Referent-IT des Landesverbandes HeRpSl gewonnen werden, der den Themenplan analog dem Lehrgang "THWin für OV-Stab (Stab 5)" gestaltet hatte. Somit konnte allen Teilnehmern durch die Bundesschule Neuhausen die Ausbildung in THWin gutgeschrieben werden. Einig war man sich, dass diese Ausbildungsmaßnahme im Ablauf und Ergebnis erstklassig war. Damit konnte eine große Anzahl von Jugendbetreuern eine wichtige Qualifikation erhalten. Und das bei minimalem Kostenaufwand und ohne die THW-Bundesschule zu belasten. - Thomas Guthörl

"Everyone counts in one world" - Projekt der THW-Jugend auf dem Weltjugendtag

"Everyone counts in one world" - Projekt der THW-Jugend auf dem Weltjugendtag

Auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Fritz-Rudolf Körper, setzte ein Stück in das Mosaik.
Unter Anleitung der Junghelfer konnten die Teilnehmer Steine in das Mosaik einkleben und signieren.
Ca. 200 Jugendliche nehmen am Zeltlager "Mosaikbau" Teil.
Ca. 25.000 Fliesenstücke werden zum Gesamtwerk zusammengefügt.

Bei Pilgern aus aller Welt stößt das Mosaik-Projekt der THW-Jugend auf große Resonanz. Zusammen mit mehreren tausend Besuchern erstellen Junghelfer ein 25 Quadratmeter großes Mosaik.

21 THW-Jugendgruppen beteiligen sich mit insgesamt etwa 200 Junghelfern aus dem gesamten Bundesgebiet. Während des Weltjugendtagsprojekts sind die Jungen und Mädchen in einem Zeltlager auf dem Gelände der Fachhochschule des Bundes in Brühl untergebracht.

In den vergangenen Tagen wurden an vier Standorten in Köln, Bonn und Düsseldorf ca. 25 000 verschiedenfarbige Fliesenstücke zusammengesetzt. Pilger - aus allen europäischen Ländern gleichermaßen wie beispielsweise aus Israel, Mexiko oder Senegal klebten die unterschiedlich großen Mosaikstücke unter Anleitung der THW-Jugend auf sechzehn Grundplatten. Es entstand ein zuvor von Junghelfern entworfenes und vom Vatikan genehmigtes Motiv; die Steine bilden eine Weltkugel, die von Menschen aller Nationen umringt wird. Auch sind auf dem Bildnis die Logos des Weltjugendtags und der THW-Jugend integriert.

Mit dem Mosaik organisiert die THW-Jugend das einzige nichtkonfessionelle Projekt auf dem Weltjugendtag. Die Planungen des Organisationsteams für Projektarbeit und Freizeitprogramm laufen seit eineinhalb Jahren.
Vom Ergebnis zeigten sich nicht nur Teilnehmer aller Kontinente, sondern auch Vertreter aus Politik begeistert. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Fritz Rudolf Körper, lies es sich nicht nehmen, selbst einige Steine in das Mosaik einzufügen. Über das Projekt informierte sich zudem der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Für den Erzbischof von Essen ist die Aktion der THW-Jugend "eine Initiative, die meine Unterstützung hat".

Die einzelnen Teilplatten werden zu einem etwa vier Tonnen schweren Mosaik zusammengesetzt und eingerahmt. Am Samstag präsentiert die THW-Jugend das Mosaik von 10 bis 12 Uhr auf dem Offenbachplatz in Köln. - Christoph Buhlheller, Marcel Holler

Zeltlager der THW-Jugend zum Weltjugendtag

Zeltlager der THW-Jugend zum Weltjugendtag

Ankuft der THW-Jugend Hagen auf dem Zeltlager anlässlich des Weltjugendtags.

Am Sonntag, dem 14. August 2005, war der erste Tag des Zeltlagers der THW-Jugend, welches im Rahmen des in diesen Tagen im Rheinland stattfindenden Weltjugendtages durchgeführt wird. Es reisten unter anderem Gruppen aus Lengerich, Minden, Hagen und Gelsenkirchen an. Weitere THW-Jugendgruppen werden am Montag erwartet. Insgesamt nehmen 174 Junghelfer und Junghelferinnen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt an dieser Veranstaltung teil. Sie verbindet das gemeinsame Ziel, mit Unterstützung der Pilgerinnen und Pilger des Weltjugendtages bis zum 20. August ein Mosaik zusammenzubauen.
Für Kevin Rupecht, 14 Jahre, aus Lengerich, steht bei seinem Engagement für die THW-Jugend der gemeinschaftliche Aspekt bzw. die 'Stärkung des Gruppenverhaltens' im Vordergrund.


Bereits seit 1973 ist Bernhard Langowski dem THW in verschiedenen Funktionen sehr verbunden. Er hat die THW-Landesjugend Nordrhein-Westfalen mitgegründet und gehörte dem ersten Bundesvorstand der THW-Jugend an. Er ist in dieser Woche - als Leiter für die Einsatzplanung des Mosaikbaus - sehr stark gefordert. Er erhofft sich daher auch von dieser Woche, dass das Mosaik-Projekt gut bewältigt werden kann. Wichtig ist ihm auch eine gute Resonanz in Bezug auf das Projekt. Sein Wunsch ist, dass möglichst viele Pilger an dem Mosaik mitarbeiten. - Christian Dick

Vorbereitungen für Großmosaik der THW-Jugend

Vorbereitungen für Großmosaik der THW-Jugend

Unterkonstruktion für die 25 000 Mosaiksteine mit Entwurfsskizze
Pars pro Toto: ein Teil des Schriftzuges im Mosaik
Fünf Zelte stehen für 250 Junghelfer aus dem gesamten Bundesgebiet bereit

Ein Mosaik aus tausenden Fliesenfragmenten soll auf dem Weltjugendtag in Köln entstehen. Pilger aus aller Welt werden sich in dieser Woche an dem Projekt der THW-Jugend beteiligen und ein 25 Quadratmeter großes Bild zusammensetzen.

Die über eineinhalbjährigen Vorbereitungen befinden sich derzeit in der Endphase. In Brühl bei Köln entsteht auf dem Gelände der Fachhochschule des Bundes ein Zeltlager für die am Projekt beteiligten THW-Jugendgruppen. Die fünf Großzelte, in denen die insgesamt 250 Junghelfer und Betreuer untergebracht werden, sind aufgestellt. Weiterhin wurde am Samstag und Sonntag die Infrastruktur für die Koordination des Projekts aufgebaut.
Auch lieferten die Helfer die Materialien an, aus denen später das Mosaik entstehen soll. Für insgesamt 25 000 verschiedenfarbige Steinformen wurden Fliesen hergerichtet, das Gesamtgewicht des Mosaiks soll über vier Tonnen betragen.


Allein 31 Helfer aus Ortsverbänden wie Arnsberg, Bonn, Detmold, Haltern a. See, Minden, Mülheim a. d. Ruhr, Ratingen und Siegen sind für die Organisation des Projekts verantwortlich.


An Stationen in Köln, Bonn und Düsseldorf fertigt die THW-Jugend von Dienstag bis Donnerstag zusammen mit den Pilgern jeweils ein Teilstück des Gesamtbildes 'In einer Welt zählt jeder'. Wenn die einzelnen Fragmente schließlich am Freitag zu einem Sinnbild zusammengefügt werden, ist eine Weltkugel zu sehen, die von Menschen aus allen Nationen umringt wird. Am Samstag präsentiert die THW-Jugend das in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit erstellte Gebilde als einzigstes nicht-konfessionelles Projekt des Weltjugendtages. - Christoph Buhlheller

Gemeinsame Übung mit der Jugendfeuerwehr Odenthal

Gemeinsame Übung mit der Jugendfeuerwehr Odenthal

Das Absichern der Unglücksstelle gehört auch bei der Jugend zu einer der ersten Aufgaben bei Übungen.
Ohne Berührungsängste wurde auch mit den Geräten der Feuerwehr gearbeitet.
Hochkonzentriert, gemeinsam bei der Arbeit.

Am Samstag, dem 29. Januar 2005, trafen sich die THW-Jugend Bergisch Gladbach und die Jugendfeuerwehr Odenthal zu einer gemeinsamen Übung. Um 16 Uhr rückte eine blaurote Kolonne mit Blaulicht und Martinshorn zum Übungsgelände aus. Angenommen wurde, dass sich bei einem Tag der offenen Tür in einer Schule eine Gasexplosion ereignete. Aufgabe der Jugendlichen war es, die Löscharbeiten durchzuführen, eine Seilbahn zur Verletztenrettung aufzubauen, die Bergung einer schweren Maschinen aus dem Keller und die Ausleuchtung der Einsatzstelle durchzuführen.

Die Jugendlichen lösten alle Aufgaben selbstständig und die Betreuer wurden nur selten um Rat gefragt. Ziel der Übung war es, sowohl die Zusammenarbeit zu fördern, als auch die Einsatztaktik und die Technik der jeweils anderen Organisation kennen zu lernen. Dazu wurden gemischte Gruppen erstellt, in denen die Jugendlichen dem jeweils anderen die Technik und Vorgehensweise ihrer Organisationen erklärten. Um 20 Uhr hieß es dann für alle Abrücken. Der Tag klang bei einem gemeinsamen Grillabend aus. Alle waren zwar vollkommen erschöpft, aber sich einig, dass eine solche Übung unbedingt wiederholt werden müsse! An dieser Stelle möchten wir den Verantwortlichen nochmals herzlich danken! - Daniel Vermöhlen

Jugendgruppe besucht Wasserschutzpolizei

Jugendgruppe besucht Wasserschutzpolizei

Die Junghelfer der Fürther Jugendgruppe besuchten am 12.02.2005 die Wasserschutzpolizei in Nürnberg und informierten sich im Rahmen einer Videopräsentation über deren Aufgaben und Einsätze. Dabei stellte sich Polizei Hauptkommissar Georg Draxinger mit seinem kompetenten Fachwissen den Junghelfern gerne zur Verfügung.


Nach dem Motto 'Polizei zum Anfassen' konnten die Jugendlichen im weiteren Verlauf des Besuches die Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften in Augenschein nehmen. Dabei hatten sie auch die Gelegenheit, eine Maschinenpistole, natürlich ohne Magazin, aus der Nähe zu betrachten, eine schusssichere Weste anzulegen und die Einsatzfahrzeuge der Wasserschutzpolizei genauestens unter die Lupe zu nehmen. Der Besuch auf dem wichtigsten Arbeitsmittel der Wasserschutzpolizei, dem Einsatzboot WSP 40, durfte bei diesem Ausflug natürlich auch nicht fehlen. Krönender Abschluss des Jugendausfluges war eine Fahrt mit dem Einsatzboot auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal. - Marco Hämmer

Spektakuläre Einsatzübung auf der Autobahn

Spektakuläre Einsatzübung auf der Autobahn

Der querstehende Bus mit eingeklemmten Schülern.
Die Übung läuft an. Erste Rettungskräfte treffen ein.
Realistisch in Szene gesetzt: Die Massenkarambolage.

Vorbereitung: Schminken eines offenen Oberschenkelbruchs.

Anfang des Jahres wurde auf der A31 bei Nordhorn eine groß angelegte Unfallübung mit folgendem Szenario durchgeführt: Ein Gefahrguttransporter war bei Glatteis ins Schleudern geraten und umgestürzt. Zwei nachfolgende Autos fuhren auf, Fahrer und Beifahrer wurden eingeklemmt. Die Unfallstelle wurde mit Schwefelsäure, die der Gefahrgut-LKW geladen hatte, verseucht. Auf der A31 bildete sich schnell ein Rückstau. Der Fahrer eines mit zwei Schulklassen besetzten Busses kam wegen der Glätte ebenfalls ins Schleudern und stellte sich quer, was eine Massenkarambolage zur Folge hatte. Drei Tote und 30 Verletzte waren insgesamt zu beklagen sowie mehr als 40 Unfallbetroffene zu betreuen.


Die Organisatoren hatten sich große Mühe gegeben, alles so realistisch wie möglich darzustellen. Rund 70 Komparsen - Kinder und Jugendliche der verschiedenen Hilfsorganisationen (darunter 15 Mitglieder der THW-Jugend Nordhorn) - mimten die Unfallopfer und -betroffenen. Vom Malteser Hilfsdienst (MHD) geschminkt wurden alle 70 Komparsen noch einmal mit dem Unfallszenario vertraut gemacht und am Unfallort verteilt.


Kurz danach erfolgte die Alarmierung der Einsatzkräfte, die innerhalb kurzer Zeit vor Ort waren. Nach einer raschen Beurteilung der Schadenslage wurden sofort weitere Kräfte nachalarmiert. Dann ging alles "Schlag auf Schlag": Immer mehr Rettungskräfte eilten herbei, bis insgesamt 350 Einsatzkräfte aller Grafschafter Hilfsorganisationen an der Übung beteiligt waren. Der DRK-Betreuungszug richtete eine Verletztensammelstelle ein. Der Ortsverband Nordhorn installierte die komplette Stromversorgung, leuchtete mit mehreren Leuchtballons  die Unfallstelle aus und sicherte die Sanitätszelte gegen die stürmische Witterung. Diese Maßnahme wurde erforderlich, weil durch den heftigen Wind die Zelte wegzufliegen drohten.


Nach rund zweieinhalb Stunden endete die Einsatzübung, die alle Beteiligten sichtlich gefordert hatte - nicht zuletzt wegen der widrigen Wetterbedingungen.
Am Abend gab es dann im Feuerwehrhaus eine deftige Erbsensuppe aus der Gulaschkanone. Alle Beteiligten ließen sich das Essen gut schmecken und freuten sich über die willkommene Aufwärmung. - Marcus Hilkenbach

42 Jugendgruppen beteiligen sich an bundesweitem Wettbewerb

42 Jugendgruppen beteiligen sich an bundesweitem Wettbewerb

The Homepage Winner 2004
Nach Ablauf der Anmeldefrist hatten die Juroren die Qual der Wahl. Alle Teilnehmer haben sich mächtig ins Zeug gelelegt und waren bestrebt, im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten das Maximum aus den Bits und Bytes herauszuholen. Betont schlichte Seiten wechseln sich ab mit opulent ausgestatteten.
Die nachfolgende alphabetische Aufstellung soll einen Überblick Über die teilnehmenden Jugendgruppen geben:


THW-Jugend Aschaffenburg (LV Bayern)
THW-Jugend Bensheim (LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
THW-Jugend Bergheim (LV Nordrhein-Westfalen)
THW-Jugend Bergneustadt (LV Nordrhein-Westfalen)
THW-Jugend Berlin-Pankow (LV Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
THW-Jugend Berlin Reinickendorf (LV Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
THW-Jugend Bremen-Neustadt (LV Bremen, Niedersachsen)
THW-Jugend Cloppenburg (LV Bremen, Niedersachsen)
THW-Jugend Dillenburg (LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
THW-Jugend Erkelenz (LV Nordrhein-Westfalen)
THW-Jugend Forchheim (LV Bayern)
THW-Jugend Friedberg/Hessen (LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
THW-Jugend Fürth (LV Bayern)
THW-Jugend Göppingen (LV Baden-Württemberg)
THW-Jugend Greifswald (LV Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein)
THW-Jugend Hamburg-Bergedorf (LV Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein)
THW-Jugend Heidenrod (LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
THW-Jugend Heiligenstadt (LV Sachsen, Thüringen)
THW-Jugend Homberg (LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
THW-Jugend Hünfeld (LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
THW-Jugend Karlsruhe (LV Baden-Württemberg)
THW-Jugend Ladenburg (LV Baden-Württemberg)
THW-Jugend Landshut (LV Bayern)
THW-Jugend Lingen (LV Bremen, Niedersachsen)
THW-Jugend Magdeburg (LV Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
THW-Jugend Mannheim (LV Baden-Württemberg)
THW-Jugend Marktheidenfeld (LV Bayern)
THW-Jugend Marktredwitz (LV Bayern)
THW-Jugend Offenbach (LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
THW-Jugend Paderborn (LV Nordrehein-Westfalen)
THW-Jugend Pirmasens (LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
THW-Jugend Rheine (LV Nordrhein-Westfalen)
THW-Jugend Saarbrücken (LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
THW-Jugend Sarstedt (LV Bremen, Niedersachsen)
THW-Jugend Schwabmünchen (LV Bayern)
THW-Jugend Stolberg (LV Nordrhein-Westfalen)
THW-Jugend Straubing (LV Bayern)
THW-Jugend Syke (LV Bremen, Niedersachsen)
THW-Jugend Velbert (LV Nordrhein-Westfalen)
THW-Jugend Walsrode (LV Bremen, Niedersachsen)
THW-Jugend Warendorf-Ostbevern (LV Nordrhein-Westfalen)
Marc Warzawa, Christoph Buhlheller

Landesjugendleiter erhielt Bundesverdienstkreuz

Landesjugendleiter erhielt Bundesverdienstkreuz

Andre Stark mit Bundespräsident Horst Köhler und dessen Ehefrau Eva Luise bei der Ordensverleihung.

Das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt der bayerische Landesjugendleiter Andre Stark am Freitag, den 3. Dezember, für sein ehrenamtliches Engagement aus den Händen von Bundespräsident Horst Köhler. Seit dem 12. Lebensjahr ist Andre Stark in der THW-Jugend Obernburg aktiv. Seit 1995 ist er Zugführer des Technischen Zuges Obernburg und seit 2001 auch Landesjugendleiter der THW-Jugend Bayern.


Die Bundespräsidenten nehmen seit einigen Jahren den 'Tag des Ehrenamtes' zum Anlass, Bürgerinnen und Bürger für besondere Verdienste um das Gemeinwohl mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland auszuzeichnen.


In diesem Jahr hat Bundespräsident Horst Köhler neben 23 weiteren Personen in einer feierlichen Stunde in der Villa Hammerschmidt in Bonn Andre Stark mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Bereits mit 16 Jahren wurde er in den Landesvorstand der THW-Jugend Bayern gewählt. Sechs Jahre später zum stellvertretenden Landesjugendleiter und weitere 6 Jahre später zum Landesjugendleiter gewählt. Dieses Amt hat er seit 2001 inne. Daneben vertritt er die Belange der bayerischen THW-Jugend bereits seit 10 Jahren im Bundesvorstand der THW-Jugend. Seit 8 Jahren arbeitet er im Hauptausschuss des bayerischen Jugendrings mit. Darüber hinaus übte er auch über viele Jahre unterschiedliche Funktionen im Kreisjugendring Miltenberg aus. Dass Jugendarbeit auch Erfolge feiern kann, hat er im Jahre 1996 unter Beweis gestellt. Damals errang er mit der Obernburger THW-Jugendgruppe beim Bundeswettkampf den 2. Platz.


Ausgezeichnet wurden 24 Personen, denen der Staat für ihren so 'wichtigen und wertvollen' und in der Regel langjährigen Einsatz für das Gemeinwesen dankt. Menschen, die unentgeltlich vielfältige Aufgaben übernehmen, denn, so Köhler, das Ehrenamt ist das Fundament des Gemeinwesens. Das dürfe auch Befriedigung und Freude bringen. Und einen Orden.


Dem Bundespräsidenten gelang es, der Feierstunde eine ebenso würdige wie entspannte Atmosphäre zu geben. 24 Mal gratulierte er, heftet den Orden an und lächelt in die Kameras. 24-mal gratulierte auch die First Lady, Eva Luise Köhler, dezent im Nadelstreifenkostüm an der Seite ihres Mannes. Von der anfänglichen Aufregung der Ordensträger ist bald nichts mehr zu merken. 'Seien Sie stolz auf Ihre Auszeichnung, und tragen Sie diese in der Öffentlichkeit' ermuntert Köhler seine Gäste. 'Damit ich nicht so alleine bin', fügt er hinzu und erntete dabei nicht den ersten Lacher. - Peter Bauer

Jugendgruppe besuchte Rettungsleitstelle

Jugendgruppe besuchte Rettungsleitstelle

Hier laufen alle Drähte zusammen: die Zentrale.
Fast so viel Ausstattung wie ein Krankenhaus.

"Was passiert eigentlich, wenn ich einen Notruf absetze?" Dieser Frage gingen die knapp 30 Mitglieder der THW-Jugend Emmendingen kürzlich auf den Grund. Beim Besuch der Integrierten Rettungsleitstelle in Emmendingen erfuhren die Jugendlichen alles Wissenswerte über Notfälle.


Integrierte Leitstelle bedeutet, dass hier in der Regel zwei Mitarbeiter alle Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst bearbeiten. Die Disponenten, so nennt man die Mitarbeiter, nehmen alle Notrufe entgegen, die im Landkreis Emmendingen über die Notrufnummern 112 und 19222 abgesetzt werden.
Sie entscheiden dann, ob die Feuerwehr, der Rettungswagen oder auch der Notarzt zum Einsatz geschickt wird. Dazu müssen sie aus den Informationen des Anrufers erkennen, ob es sich um einen "kleinen" Notfall (zum Beispiel einen Fahrradunfall oder einen Herzanfall) oder um einen großen Einsatz handelt. Bei einem Hausbrand weiß man zum Beispiel oft nicht, ob sich noch Menschen im Gebäude befinden und wie viele Rettungswagen benötigt werden.

Wie sich ein Patient fühlt, wenn er im Rettungswagen (RTW) transportiert wird, durften die Mitglieder der THW-Jugend anschließend auch noch hautnah erleben. Die Rettungsassistenten des Kreisverbandes Emmendingen erklärten die wichtigsten Ausstattungsteile des RTW. Die Rettungswagen des Roten Kreuzes sind fast so ausgestattet wie kleine Krankenhäuser. Für annähernd jeden Notfall gibt es einen Rucksack oder eine Tasche, in denen sich die wichtigsten Geräte zur Behandlung der Patienten befinden: Einen Rucksack zur Beatmung, einen für Herz-Kreislauf-Probleme und eine Tasche für Notfälle bei Babys, um nur die am häufigsten benötigten zu nennen.


An dieser Stelle wollen wir uns nochmals beim Kreisverband Emmendingen des Deutschen Roten Kreuzes für die interessante Führung bedanken. - Arne Hettich

Zukünftige Helfer testen Logistikzentrum

Zukünftige Helfer testen Logistikzentrum

Neugierig begutachteten die Kinder die riesige Auswahl an THW-Bekleidung.
Alles wurde ausprobiert.

Wildes Treiben in Heiligenhaus. Am 27.Oktober besuchte die 11-köpfige, integrative Montessori-Kindergarten-Hortgruppe den Landesverband und das Logistikzentrum in Heiligenhaus. Der Besuch begann mit einem ausgiebigen Frühstück im Sozialraum des Landesverbandes. Ungeachtet der langweiligen Büroräume stürzten die Jungen und Mädchen sich dann auf die großen Regale im Logistikzentrum. Thomas Hartmann - Mitarbeiter des Logistikzentrums - stellte zunächst das technische Equipment vor und erklärte, wie Pumpen, Schläuche, Powermoons usw. den Ortsverband erreichen.

Dann ging es in die große Lagerhalle, in der sämtliche Bekleidung zu finden war. Von der Kochjacke über die Jugendbekleidung bis hin zur blau/grauen Uniform, alles haben die Kinder anprobieren dürfen. Nach dem Rundgang durch die Hallen stellte Thomas die Fahrzeuge auf dem Hof vor. Besonders beliebt waren die bereits in Afghanistan eingesetzte Walze (siehe Foto) und die Planierraupe. Nach einer kleinen Busfahrt im THW-Bus stärkte sich die Truppe bei einem Mittagessen im Sozialraum, bevor sie anschließend die Heimreise nach Essen antrat. - Eva Stuckstätte

Ferienaktion beim Technischen Hilfswerk

Ferienaktion beim Technischen Hilfswerk

Retten vom Übungsturm
Retten vom Übungsturm
"Strahlrohr im Einsatz"
Die jungen Gäste lassen sich die vielseitige Ausstattung des Beleuchtungsfahrzeuges erklären
Erwartungsvolle Besucher vor der Fahrzeughalle

Im Rahmen einer Ferienaktion des Stadtjugendrings Memmingen besuchten rund 60 Kinder den örtlichen THW-Ortsverband. Wie jedes Jahr konnten interessierte Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 14 Jahren die umfangreiche Ausstattung der Zivil- und Katastrophenschutzorganisation "live" erleben.


Jugendgruppe und Technischer Zug des Ortsverbandes boten ein umfassendes Programm; die jungen Besucher erfuhren, welche gesetzlichen Aufgaben die ehrenamtlichen Helfer erfüllen, ließen sich mittels Seilbahn vom Übungsturm retten oder lösten Aufgaben aus dem breiten Einsatzspektrum des Spezialfahrzeuges "Pumpen".


Großes Interesse zogen auch die Großfahrzeuge der Memminger Räumkomponente auf sich. So wurde es den begeisterten Kindern ermöglicht, einmal am Steuer von leistungsfähigen Baumaschinen wie Kipper oder Bergungsräumgerät zu sitzen.

Neben einem "Rasenmäher-Wettrennen" stand bei den Kindern auch das Retten von verletzten Personen aus Schadenstellen hoch im Kurs. Ein zwischen tonnenschweren Betonplatten "verschütteter Dummy" musste unter Verwendung von schwerem Spezialgerät wie Drucklufterzeuger oder Hebekissen befreit werden.

Bei einem Rundgang durch den Fuhrpark wurde unter anderem die Technik der beiden Gerätekraftwagen demonstriert. Dabei war es den eifrigen Teilnehmern auch möglich, besondere Bergungsausstattung nach fachkundiger Anleitung selbst auszuprobieren. - Christoph Buhlheller

"Highlandcamp 2004" - zehntes THW-Bundesjugendlager

"Highlandcamp 2004" - zehntes THW-Bundesjugendlager

Logo des 10. Bundesjugendlagers

Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern
Mehr als 3.200 Teilnehmer aus über 200 Jugendgruppen der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), nehmen am 10. Bundesjugendlager des THW im baden-württembergischen Münsingen teil.


Unter dem Motto "Highlandcamp 2004" erwartet die Jugendlichen vom 30. Juli bis 06. August 2004 eine Woche Spannung, Spaß und Herausforderung.
Höhepunkt der Veranstaltung ist der am 1. August stattfindende Bundeswettkampf. 16 Mannschaften - je eine pro Bundesland, die zuvor in Landesausscheidungen erfolgreich waren - treten gegeneinander an und demonstrieren ihr fachliches Wissen bei der Lösung der Wettkampfaufgaben, zum Beispiel aus den Bereichen Erste Hilfe, Bergung, Wassertransport und Beleuchtung.


Das "Highlandcamp 2004" ist für die Jugendlichen Freizeitgestaltung im Team, Begegnungsstätte und internationaler Treffpunkt. Erstmals nehmen an einem Bundesjugendlager Jugend- und Multiplikatorengruppen aus dem Ausland teil; in diesem Jahr sind es Gruppen aus Russland, Polen, Tschechien, Tunesien und Bosnien-Herzegowina.


Zurzeit sind rund 14.000 Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren in 660 THW-Jugendgruppen aktiv, die auf spielerische Art und Weise an den Bereich "Technik" herangeführt werden. Die Förderung der Jugend ist eines der wichtigsten Handlungsfelder der Bundesanstalt THW, denn - Jugend bedeutet Zukunft.


Die Bundesanstalt THW ist die Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Ihr gehören rund 76.000 Helferinnen und Helfer in bundesweit 665 Ortsverbänden an. Zu den gesetzlichen Aufgaben des THW gehören die technische Hilfe im Zivilschutz, die Unterstützung der zuständigen Behörden bei der Gefahrenabwehr im Inland sowie Humanitäre Hilfe im Ausland. Das THW ist Teil des im internationalen Vergleich außerordentlich leistungsfähigen integrierten Gefahrenabwehrsystems von Bund, Ländern und Kommunen. - Bundesministerium des Innern

Ideen für Schwerpunktprojekte 2005 gesucht

Ideen für Schwerpunktprojekte 2005 gesucht

Auf dem Weg zu einer modernen Einsatzorganisation ist das THW maßgeblich auf die Mitwirkung aller Mitglieder angewiesen. In den sogenannten Schwerpunktprojekten hat jeder im THW die Möglichkeit, seine Ziele und Vorstellungen einzubringen bzw. zu verwirklichen. Die Schwerpunktprojekte sind also ein wesentlicher Teil einer gelebten Mitwirkung im THW.


Schwerpunktprojekte können sich aus den Erkenntnissen der Arbeit vor Ort, aus einer Auswertung des Jahresberichts oder aus best-practice-Beispielen in anderen Bereichen ergeben.


Alle haben die Möglichkeit, über ihren Landesbeauftragten, aber auch über den Landessprecher oder Bundesjugendleiter, Projektvorschläge bis zum 6. August 2004 einzubringen.


Ende August beginnt das Auswertungsverfahren der besten Vorschläge, die in einem Projektantrag umgesetzt und in einer Sitzung des Projekt-Gremiums im Oktober 2004 von den Landesbeauftragten oder den zukünftigen Projektleitern vorgestellt werden.

"Ausnahmezustand" im OV Gransee

"Ausnahmezustand" im OV Gransee

Studieren der Artikel unseres Grundgesetzes
Jugend im Plenarsaal
THW-Jugend Flensburg und Gransee vor dem Reichstagsgebäude
Am Ende eines Tages: Junghelferin und Hund sind müde
Der OB für Gransee, Michael Bagusche, und Referentin Jugendarbeit, Nicole Pamperin
Gemeinsames Lied am Lagerfeuer

Eine Woche lang wurde die Unterkunft des OV Gransee in ein Jugendfreizeitlager umgewandelt. Bereits zum zweiten Mal besuchte die Jugendgruppe des OV Flensburg die THW-Jugend in Gransee. Vorher hieß es aber für die Granseer, in der Unterkunft Raum für 19 Dauergäste zu schaffen. Nach dem Motto: "Platz ist in der kleinsten Hütte" wurden die Umkleideräume zu Schlafplätzen und der Lehrsaal zum Spiel- und Essensraum umgerüstet.

Das Ziel, zwei Jugendgruppen zusammenzuführen und etwas gemeinsam zu unternehmen, wurde rege in die Tat umgesetzt. Auf dem Programm standen unter anderem der Besuch des deutschen Reichstages mit Besichtigung der Kuppel und einem Vortrag über die Geschichte des Reichstages im Plenarsaal. Mit großem Interesse wurden auch die Artikel unseres Grundgesetzes durchgelesen und anschließend diskutiert. Nach dem "Bildungsprogramm" ging es dann gemeinsam auf das deutsch-französische Volksfest. Die Besichtigung des Schiffshebewerkes Finowfurt, Bummel durch Berlin und ein Fußballturnier waren weitere gemeinsame Aktivitäten.

Einer der Höhepunkte war sicherlich die geführte Nachtwanderung durchs Wolfsgehege mit Fütterung der Wölfe. Mit Taschenlampen ausgerüstet waren die meisten Junghelfer "tapfer". Schließlich bekommt man nicht jeden Tag echte Waschbären, Marderhunde und Eulen zu sehen. Die meisten Abende wurden mit einem Lagerfeuer beendet. Die Referentin für Jugendarbeit im Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Nicole Pamperin, ließ es sich nicht nehmen, auch einen Abend dabei zu sein.


Wenn alles klappt, wird im nächsten Jahr der OV Flensburg erneut in eine Jugendherberge umgewandelt und der gute Kontakt weiter vertieft. - Petra Bagusche

THW-Jugend am Schnellsten beim Seifenkistenrennen in Ratzeburg

THW-Jugend am Schnellsten beim Seifenkistenrennen in Ratzeburg

Den alljährlichen Höhenpunkt bei den schleswig-holsteinischen Landesmeisterschaften im Seifenkistenrennen bildet das Rennen zwischen der Jugendfeuerwehr und der THW-Jugend Ratzeburg. Diesem Ereignis fiebern die Junghelfer jedes Jahr erneut entgegen. Am 22. Mai 2004 war es dann wieder soweit. Die bis ins Detail getreuen Nachbauten der "echten" Einsatzfahrzeuge bringen um die 70 kg auf die Waage und fahren außer Konkurrenz zu den herkömmlichen Seifenkisten.


Mit Blaulicht und Martinshorn geht es mit etwa 30 Stundenkilometern den Berg hinab. Die Ratzeburger nahmen mit ihrer Juxkiste nun schon das vierte Mal an dem Rennen teil.


Im Jahr 2000 war die Feuerwehr noch haushoher Sieger. Doch durch ständige Verbesserungen gelang es den Junghelfern in diesem Jahr erstmalig, alle Läufe gegen die Feuerwehr zu gewinnen.


Teilnehmer: Jessica Andersen, Mike Hagen und Andy Hagen (Fahrer). - Nicole Stachowitz

Ein Hauptamtlicher fürs Ehrenamt

Ein Hauptamtlicher fürs Ehrenamt

Auch bei kniffligen Fragen bleibt er keine Antwort schuldig.
... immer im Einsatz für die THWler.

Interview mit Hans-Joachim Derra, Abteilungsleiter Ehrenamt (EA)
Jugend-Journal: Herr Derra, Sie sind länger als Hauptamtlicher in der Bundesanstalt als die THW-Jugend alt ist. Wann wurden Sie denn auf die THW-Jugend aufmerksam?
Derra: Es mag sein, dass die Arbeit im THW "adelt" - und dann Gesichter so profiliert werden, dass ein Methusalem-Verdacht durchaus berechtigt erscheint. Aber die Vermutung stimmt in zweierlei Hinsicht nicht. Die THW-Jugend ist als Idee genauso alt wie die Bundesanstalt, nämlich 54 Jahre. Und sie stimmt auch für die THW-Jugend e. V. in Bezug auf meine persönliche THW-Geschichte nicht. Ich erinnere mich nämlich noch gut, dass ich in Brühl beim 15-jährigen Geburtstag der THW-Jugend Glückwünsche überbracht habe und ich werde im Sommer 2004 mein 16. Dienstjahr im THW vollenden. Also kann ich für die Jugend nur der "Gesichtsälteste" sein.
Als ich 1988 nach zehn Jahren Tätigkeit als Lehrer in Ahrweiler in das damalige Grundsatzreferat THW 1 im Bundesamt für Zivilschutz wechselte, gehörte die THW-Jugend von Anfang an zu meinem Aufgabenbereich. Nach dem beröhmten Märchen vom Hasen und Igel: "Ick bün al hier!" saß sie sofort in meinem Schoß und bald darauf auch in meinem Kopf. Sie hat mich nicht nur begleitet, sondern auch so intensiv geprägt, dass der letzte Leitsatz im THW-Leitbild über die Zukunft so formuliert worden ist, wie er heute von allen getragen wird.
Es wird immer wieder gefragt, warum die Jugend in diesen "blauen 10 Geboten des THW" zum Schluss steht, wenn sie doch angeblich so wichtig sein soll. Aber das ist "zu kurz gedacht": Der letzte Leitsatz des Leitbildes schließt nämlich die Vergangenheit ab und dann beginnt die Zukunft. Also ist "Zukunft Jugend" eigentlich der erste Leitsatz des neuen THW.

JJ: In den kommenden Wochen treffen sich die Häuptlinge der THW-Jugend zu ihrer ersten Klausurtagung. Was würden Sie denen gerne ins Stammbuch schreiben?
Derra: Dieser "Häuptling-Thing" verfolgt ja mehrere Ziele. An der Zukunftswerkstatt sind meines Wissens neben Frau Bonnen auch die Grundsatzreferentin aus dem Referat EA 1 beteiligt. Auf diese Weise personell gut vertreten, würde ich den Häuptlingen der Jugend nur ungern etwas ins Stammbuch schreiben wollen, sondern eher uns selbst:
1. Was ich brauche, sind weitere "Rezepte" aus der Jugendperspektive, wenn sich das Thema Wehrpflicht noch weiter verändern sollte.
2. Wir wissen alle, dass Deutschland auf dem Weg in eine Altersgesellschaft ist. Das zwingt zur Kooperation der Generationen. Die Frage ist, was das THW Weg bereitend leisten kann und wie eine dann hoffentlich funktionierende Gesellschaft von denen gestaltet wird, die heute in den Startlöchern stehen.
3. Ich glaube auch, das Thema Jugend in den neuen Bundesländern muss noch intensiver bearbeitet werden.
Kurzfristig liegt mir natürlich die gemeinsame Präsentation mit den Abgeordneten am 15. Juni besonders am Herzen. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich auf dieser Veranstaltung keiner Gedanken mehr machen muss, höchstens, wie sie fortgeschrieben werden kann.

JJ: Viele Junghelfer haben noch gar nicht mitbekommen, dass es nun eine Abteilung "Ehrenamt" gibt. Was hat man sich darunter vorzustellen und wie denken Sie, dass Sie dies der breiten Basis vermitteln können?
Derra: Ich habe als Abteilungsleiter im ersten Halbjahr versucht, tüchtig "Klinken zu putzen". Nicht zuletzt deshalb habe ich mich sogar getraut, auf einem Bundesjugendausschuss zu erscheinen und zumindest im Referat Helferangelegenheiten ist der Aufmerksamkeitseffekt eingetreten. Wir sind gerade dabei, wegen der erfreulichen Vielzahl von Anfragen schon so etwas wie ein Call-Center einzurichten. Die Gelegenheit dieses Interviews nutze ich schamlos aus, um Propaganda in eigener Sache zu machen.
Neben der gewählten Sprecherorganisation kann die ganze Abteilung als eine besondere Form der Interessenvertretung und Mitwirkung gekennzeichnet werden. Ich gebrauche immer gern das Bild des Patentanwaltes, was bedeutet: Gute Ideen gehören geschützt auf den Markt gebracht. Wichtig ist auch zu sehen, dass ehrenamtliche Betätigung eine ähnliche Selbstverständlichkeit bekommen muss, wie in der amerikanischen Gesellschaft. Ohne ehrenamtliches Engagement darf sich dort niemand mehr sehen lassen. Im Ausbildungsbereich fragen wir schließlich nach dem Mehrfachnutzen der THW-Ausbildung. Im Fernlehrgang "Ausbilder im THW" werden gerade vier weitere Module erstellt, um eine Prüfung nach der staatlich anerkannten Ausbilder-Eignungsverordnung ablegen zu können, die auch Voraussetzung für die Lehrlingsausbildung ist. In der Öffentlichkeitsarbeit, bei welcher die Jugend derzeit noch betreut wird, gilt es, Botschaften zu entwickeln, die insbesondere in den Wertediskussionen der heutigen Gesellschaft Magnetwirkung erzeugen, die in Europa beeindrucken und die zudem im Ausland das Bild vom friedfertigen Deutschen nicht nur prägen, sondern erfolgreich durchsetzen helfen.

JJ: Welche Projekte genießen in Ihrem Referat in nächster Zeit die höchste Priorität und welche haben einen besonderen Bezug zur Jugendarbeit?
Derra: "Höchste Priorität" und "Jugendbezug" sind siamesische Zwillinge, weil sie die Zukunftsorientierung verbindet. Ergänzend dazu nenne ich
- die politische Initiative zum Ehrenamt, die über eine prominente Leitfigur Bereitschaft und Notwendigkeit ehrenamtlicher Tätigkeit fördert, so dass dieses Merkmal zur "natürlichen" Lebens- und Berufsvoraussetzung in der Gesellschaft wird. "Es muss ein Ruck gehen durch das deutsche Volk", um einen ehemaligen Bundespräsidenten zu zitieren
- das Arbeitgeberprojekt aus Nordrhein-Westfalen, das eine wesentliche Zielgruppe für uns gewinnen hilft
- das Mentorinnen-Projekt des Mainzer Ortsbeauftragten, mit dem Ziel, Übertritte von Mädchen aus Jugendgruppen zu erleichtern und deren Verweildauer im aktiven Helferverhältnis zu verlängern.

JJ: Überall wo man heute im THW hinschaut, gibt es Projektgruppen, Projektteams und Arbeitskreise. Die Ehrenamtlichen haben hier schon lang den Überblick verloren - haben Sie den noch? Warum ist es nicht möglich, diese Projektgruppenstruktur allgemein bekannt zu machen?
Derra: Da der Präsident mich täglich nach meinem Überblick fragt, lohnt es sich, ihn zu behalten. Aber es ist nicht nur "bezahltes Interesse". Weil das THW ein Netzwerk ist und die THW-Jugend ein besonders aktives, muss im Hauptamt Netzwerkdenken als unverzichtbares Profilmerkmal vorhanden sein. Unabhängig davon dürfte das mit dem Überblick verlieren nicht passieren, da wir eine spezielle Projektorganisation verwenden, um gerade diesen Überblicksverlust zu verhindern. Durch etliche Koordinationsveranstaltungen mit dem ständigen Tagesordnungspunkt "Projektfortschritt" sollte das alles in "trockenen Tüchern" sein. Jeder Projektleiter muss natürlich möglichst rasch einen "360-Grad-Radar" entwickeln, um zu sehen, wo was stattfindet. Aber die eigentlich entscheidenden Instanzen sind die sogenannten Lenkungsausschüsse. Diese müssen nicht nur die Zügel für eigene Projekte fest in der Hand haben, sondern auch Brücken zu anderen Lenkungsausschüssen bauen. Deshalb gibt es darin etliche Mitglieder, welche diese Scharnierfunktion wahrnehmen. Beispielsweise bin ich in der Z-Abteilung im Lenkungsausschuss für zwei Z-Projekte tätig. Eure Frage nach dem allgemeinen Bekanntheitsgrad dieser Strukturen war in der Tat ein Treffer. Da besteht sicherlich Verbesserungsbedarf, den ich mit der Leiterin der Projektservicestelle besprechen werde. Wir könnten zum Beispiel das Entstehungs- und Fortschreibungsverfahren "öffentlicher" machen. Vielleicht schon im Mai wäre es möglich, alle Interessierten auf mehreren Kanälen aufzufordern, "strategische Schwerpunktprojekte" vorzuschlagen. Es muss also zunächst eine Idee her, wovon das ganze THW (strategisch) profitiert. Um das unter Wichtigkeitskriterien klarzumachen: Ein Bundesjugendwettkampf ist für das ganze THW wichtig und hat auch strategischen Wert für die Helferbindung. Aber das ist insbesondere eine "Event-Arbeit" vor Ort. Deshalb ist hier im Jahr 2004 der Landesverband Baden-Württemberg zentraler Dreh- und Angelpunkt. Zurück zum Verfahren: Bereits jetzt fließen eingereichte Vorschläge in einer Sondersitzung zusammen, werden mit der ehrenamtlichen Vertretung gewichtet und in strategische und Landesprojekte eingeteilt. Danach übernimmt die Projektservicestelle die Hege und Pflege. Mit der Leiterin der Projektservicestelle könnte ich absprechen, im Internet darauf besonders aufmerksam zu machen. Bereits heute finden Sie, allerdings noch etwas versteckt, unter www.thw.de -> Trends und Entwicklungen: Schwerpunktprojekte 2004 stehen fest Informationen über den Sachstand der Projekte.

JJ: Da wir gerade beim Thema Projektgruppen sind: Immer wieder kommt im ehrenamtlichen Bereich die Frage auf, wie man als "einfacher Helfer" Mitglied in einer dieser Gruppen werden kann, sofern man die nötigen Kenntnisse und Qualifikationen mitbringt?
Derra: Zunächst mal eine "Watschen" [Ohrfeige; Anm. d. Red.] für den falschen Klassengeist am Anfang. Es gibt keine "einfachen Helfer", denn im Grundgesetz steht: "Die Würde jedes Helfers ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Aufgabe aller hauptamtlichen und ehrenamtlichen Fürsorge". Es existieren derzeit zwar noch andere Helfereinteilungen wie Jung-, Reserve-, aktive und Alt-Helfer. Aber dieses gefällt uns überhaupt nicht, weil da auch ein gewisses Maß an Abstufung drin ist, das nur allzu leicht mit Wertigkeitsdenken verbunden werden kann.
Ich sehe viele Wege, das THW in der Mitwirkung durch eigene Beiträge vorwärts zu bringen:
1. Ich weiß, die Jugend hat eigene Projekte.
2. Eine absolut sichere Methode ist, sich selber ein dickes Projekt auszudenken und das einzureichen.
3. Man kann seine Bereitschaft und seine Fähigkeiten öffentlich anmelden, zum Beispiel auf Landes- ebenso wie auf Bundesebene bei den Sprechern oder im Referat Helferangelegenheiten.
Ich hoffe, ich habe jetzt nicht 15.000 Mitglieder der THW-Jugend auf den Plan gerufen, dann müsste man nämlich ein Auswahlverfahren machen. Und Sie haben bestimmt Verständnis dafür, dass der jeweilige Projektleiter sich seine Leute schon selber aussucht.
4. Man kann aber nicht nur in Projekten mitarbeiten. Wir haben in der Leitung zum Beispiel schon mal Leute gesucht, die als Organisations- und Unternehmensberater tätig sind und uns an der Strukturverbesserung THW helfen lassen. Die Chefcontrollerin hat sich auf diesem Wege einen ehrenamtlichen Controller-Beirat zugelegt und auch im Bereich Projektmanagement sucht die Projektservicestelle ehrenamtliches Know-how. Die Abteilung Ehrenamt probiert zudem eine neue Variante aus. Sie hat sich aus den in nahe Bonn gelegenen OVs ehrenamtliche Helfer "geliehen" und beschäftigt diese außerhalb der Dienstzeit. Das hilft uns hoffentlich, mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben.
Wie Ihr seht, ist es für jeden "einfachen Helfer" letztlich problemlos möglich, sein spezielles Know-How einzubringen.

JJ:
Herr Derra, Sie sind Leiter der Abteilung Ehrenamt, aber ehrenamtlich tätig sind Sie in keinem Ortsverband des THW. Warum nicht? Haben Sie eine "sinnvollere" Freizeitbeschäftigung?
Derra: Jetzt arbeitet Ihr aber mit schlimmen Unterstellungen! Dafür gibt es im folgenden natürlich "Schläge" von mir: In der Frage schlummert die Gefahr eines vorschnellen Urteils: Wer nicht ehrenamtlich tätig wird, habe keinen Kontakt, sprich, er arbeite abgehoben. Eine völlig falsche Betrachtung unserer hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen, von denen ja die Wenigsten als eingeschriebene Ehrenamtler tätig sind. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und behaupte: Alle Hauptamtlichen sind ehrenamtlich tätig. Das ist die Sinngebung unseres Berufes. In Bezug auf mich gilt folgendes: Der Abteilungsleiter Ehrenamt sollte sich nicht einseitig geben. Ich bin ehrenamtliches Mitglied in 664 Ortsverbänden und ebenso vielen Jugendgruppen. Und für den persönlichen Bereich gilt, dass das THW nun mal in der Zeit nach Feierabend und am Wochenende busy ist! Und bei diesem THW bin ich angestellt. Das weiß meine Familie und akzeptiert es. Meine zahllosen 50-Jahr-Feiern im letzten Jahr sind nicht unter der Woche veranstaltet worden. Meine Frau fürchtet eigentlich nur den Sommer, weil dann der Rasen so schnell wächst und die väterliche Aufgabe, diesen zu "erziehen", wegen meiner THW-Tätigkeit erkennbar ins Hintertreffen gerät.

JJ:
Wie gedenken Sie den unbedingt nötigen Kontakt zur Basis zu halten, wenn Sie ehrenamtlich nicht tötig sind?
Derra: Ich wiederhole mich. Die Aufgabe der ganzen Abteilung Ehrenamt - und der übrigen natürlich auch - ist es, "ehrenamtlich" tätig zu sein. Die Frage des Kontakthaltens ist eine Lebens- und Existenz(ver)sicherung für uns. Aber seid beruhigt. Über Kontaktarmut kann ich mich nicht beschweren. Ich habe das Glück, in Ahrweiler zu wohnen und die Abendveranstaltungen der THW-Lehrgänge an der AKNZ abzurunden. Wir machen Video-Konferenzen für die Lehrgangsteilnehmer in beiden Schulen. In meiner, wie meine Frau zu sagen pflegt, Profilneurose nehme ich jeden Bundesjugendausschuss mit. Ich moderiere den Bundesausschuss, trete bei KB-/OB-Tagungen auf und habe, wie gesagt, ehrenamtliche Leute in der Abteilung, die täglich verhindern, dass ich kontaktscheu werde.

JJ:
Wie möchten Sie die ehrenamtliche Basis zukünftig weiter motivieren, sich in der "modernsten Hilfsorganisation der Welt" zu engagieren? Verwaltungsvereinfachung und Lean-Management scheinen nämlich derzeit eher das Gegenteil in den Ortsverbänden zu bewirken.
Derra: Nach meiner Überzeugung ist es ganz besonders wichtig, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit drei Dinge gelingen: Zufriedenheit, Spaß und Erfolg. Wer aus eigenem Antrieb ehrenamtlich THW betreibt, braucht Ereignisse, die ihn in dieser Selbstmotivation weitertreiben. Er braucht Erlebnisse, die ihn zufrieden machen. Er braucht Erfolge, die ihn stolz werden lassen. Um diesen "Dreizylinder", wenn ich das mal im Bild beschreiben darf, versuche ich die Karosserie zu bauen.
Zum Thema Verwaltungsvereinfachung und Liegenschaftsmanagement entging mir die in der Frage enthaltene Häme nicht. Um das ganz deutlich zu sagen: Wir sind eine Behörde. Die Steuergelder werden in dieser Republik nach bestimmten Regeln ausgegeben und danach haben wir uns zu richten. In der Abteilung Ehrenamt wacht ein "Ombudsmann Bürokratie" [Ombudsmann = Person, welche die Rechte des Bürgers gegenüber Amtspersonen wahrnimmt; die Red.] darüber, dass das Ausrichten auf Behörde von uns nicht in der 15. Potenz betrieben wird. Wenn das Lean-Management (hier verstehe ich die Richtung nicht exakt) sich auf die Frage bezieht, ob Betreuungskapazitäten des Hauptamtes vor Ort zu knapp geschnitten sind, muss man folgende Strategie sehen: Wir versuchen derzeit, modern zu werden, um eine alte Sünde im THW, nämlich das Rad täglich neu zu erfinden, endlich mal gestoppt zu bekommen. Das heißt, alle hauptamtlichen Ebenen, auch die THW-Leitung, sind dabei, Konzepte, Leitfäden, Automatismen zu schaffen, damit bei jeden Einsatz nicht wieder Adam und Eva bemüht werden. Wenn dereinst alles, was vorbereitet- und programmierbar ist, auf dem Tisch liegt, stelle ich mir vor, dass die Qualität der Aufgaben in der Geschäftsstelle sowie beim OB eine andere sein wird und in der Folge auch die Aufgabenteilung.

JJ: Vielen Dank für das ausführliche Interview. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Ideen und Pläne.
Derra: Danke für die Möglichkeit, Anschluss an die Zukunft zu gewinnen.
Karsten Köhler/Marc Warzawa

Welche Jugendgruppe hat den coolsten Auftritt im Web

Welche Jugendgruppe hat den coolsten Auftritt im Web

The Homepage Winner 2004
Berichtigung: Anmeldeschluss ist nicht Donnertag, 1. Juli, sondern Sonntag, 31. Oktober.

Zwei Jahre nach dem ersten Homepagewettbewerb sucht die Redaktion des Jugend-Journals zusammen mit dem Präsidenten des THW wieder den besten Internetauftritt einer Jugendgruppe. Als Kommunikationsplattform des THW für die Zukunft bietet das Internet beste Möglichkeiten, internetbegeisterte Jugendliche auf die Jugendarbeit vor Ort aufmerksam zu machen.

Angefangen von der Vorstellung der Gruppe über deren Aktivitäten bis hin zur Erreichbarkeit gibt es unzählige weitere Variationsmöglichkeiten der Seitengestaltung. Zur internen Öffentlichkeitsarbeit bietet sich ein geschätzter Bereich für Mitglieder der Jugendgruppe an. Eine ansprechende Aufmachung rundet das Angebot ab. Die meisten Junghelfer und -helferinnen sind mit dem PC und teils sogar mit der Internettechnologie groß geworden - HTML, PHP, PERL oder Flash sind also vielfach Bestandteil des Grundwortschatzes und bieten damit beste Voraussetzungen für einen gelungenen Auftritt der Jugendgruppe im Internet.

Wenn also eure Jugendgruppe einen attraktiven Internetauftritt hat oder Ihr eine neue Homepage für eure Jugendgruppe gestaltet wollt, dann schickt bis spätestens 31. Oktober eine Mail an homepage(at)jugend-journal.de. Diese Mail sollte den Namen der Jugendgruppe, das beteiligte Internetteam und die Adresse der Homepage im Web sowie eine kleine Beschreibung des Internetauftritts beinhalten.

Folgende Dinge müsst Ihr bei der Gestaltung der Homepage beachten:
- der Auftritt muss komplett eigenständig sein (in die Seiten und das Layout des Ortsverbandes eingebundene Auftritte können nicht gewertet werden)
- Bis zum 31. Oktober muss alles fertig sein, was danach geändert wird, fließt nicht mehr in die Wertung ein

Der Gewinner der Auszeichnung "The Homepage Winner 2004" wird dann durch eine Jury, bestehend aus mehreren Fachleuten des THW und der THW-Jugend aus dem IT- und Ö-Bereich ermittelt. Das Ergebnis wird der Präsident dann im Rahmen eines Weihnachts- Events präsentieren.

Die Jugendgruppe darf dann das offizielle Logo "The Homepage Winner 2004" auf seiner Homepage verwenden und bekommt auf www.thw-jugend.de einen besonderen Link.

Falls Ihr jetzt Interesse habt und nicht wisst, wohin mit eurer Homepage, auf www.thw-jugend.de steht jeder Jugendgruppe ausreichend Webspace zur Verfügung. Schreibt einfach eine E-Mail an Markus Wenzel, den Webmaster von www.thw-jugend.de (webmaster(at)thw-jugend.de). Er wird Euch alles weitere mitteilen.

Also ran an die PCs, wir freuen uns schon jetzt auf eure Homepage. - Karsten Köhler

Besuch des Kanzleramts

Besuch des Kanzleramts

Das Kanzleramt in Berlin
Der Staatsminister im Gespräch mit den Jugendlichen
Michael Becker und Iris Follak überreichen Staatsminister Schwanitz ein kleines Dankeschön

Die Aktion "MdB trifft THW" hat dieses Jahr, wie der Zusatz "unsere Jugend ist o.k." bereits verrät, seinen Schwerpunkt auf der THW-Jugend liegen. Als Auftakt der Veranstaltung nach dem Eintreffen der Teilnehmer am Sonntagabend wurde den Jugendlichen und ihren Begleitern heute ein attraktives Rahmenprogramm geboten, welches unter anderem Besuche in den verschiedenen Landesvertretungen, dem Bundesministerium des Innern usw. vorsieht.

Die Jugendgruppen aus Freisen und Miltenberg besuchten heute Vormittag zusammen mit einigen Bundes- und Landesvertretern des THW das Bundeskanzleramt. Nach einer gründlichen Kontrolle der Personalien und des Gepäcks wurden die Besucher, in zwei Gruppen aufgeteilt, durch die verschiedenen Räumlichkeiten des von Berlinern seiner Architektur wegen nur "Kanzlers Waschmaschine" genannten Baus geführt. Viele interessante Dinge wurden geschildert, beispielsweise hat das Amt, welches mit Gartenanlage eine Gesamtfläche von 71.000 Quadratmeter einnimmt, einen eigenen Raum um Blumen zu kühlen.

Nach einer Führung durch die wichtigsten Räume wie den Kabinetts-Saal oder den Nato-Saal hatten die Jugendlichen die Chance, mit Staatsminister Rolf Schwanitz ein Gespräch über die aktuelle Politik und das Ehrenamt zu führen. "Es ist schön, dass sich so viele junge Menschen im THW engagieren, bleibt dran!" äußerte er im Gespräch ebenso wie "ein dickes Dankeschön und macht weiter so", im Bezug auf die Arbeit des THW beim Hochwasser 2002. Nach einem Einblick in das politische Entscheidungssystem und die aktuellen Themen der Bundespolitik stellten die Junghelfer selbst Fragen an Schwanitz. Im Anschluss an die Unterhaltung überreichten Bundesjugendleiter Michael Becker und Iris Follak aus der THW-Leitung dem Staatsminister als Dank ein kleines Präsent. - Marcel Holler

"Alles passt"

"Alles passt"

Drei Jugendbetreuer sind sich einig: Alles passt!
Die Mitglieder der Jugendgruppe im Landesjugendlager: Sie stehen voll hinter den Betreuern.

An der Jugendarbeit im THW OV Straubing braucht in Zukunft nichts verändert zu werden. Das bescheinigten die Eltern der "Kids" den Jugendbetreuern Verena Rüth, Monika Findeisl und Florian Schmiegelt schriftlich bei einem Elternabend. Sepp Fuchs, Pressesprecher des Ortsverbandes, hatte anlässlich dieser Veranstaltung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit eine Meinungsumfrage gestartet. Zehn Fragen waren schriftlich, aber anonym, zu beantworten.

Nach der Auswertung wurde das Ergebnis in einer Führungskräftebesprechung bekannt gegeben und so mancher Funktionsträger war danach angenehm überrascht. 50 Prozent der Jugendlichen fanden durch Freunde und Bekannte zur THW-Jugend, sieben Prozent durch THW-Aktionen und der Rest durch Berichte in der örtlichen Zeitung. Knapp 70 Prozent der Eltern lobten diese sinnvolle Freizeitbeschäftigung und den Zusammenhalt sowie die Disziplin im THW. Ein Drittel der Eltern könne sich eine freiwillige Mitarbeit im Ortsverband vorstellen. 93 Prozent lesen die Berichte des Ortsverbandes im Straubinger Tagblatt und begrüßten, für "Frauen im THW" zu werben.


Spitzenreiter war das Ergebnis zur Frage: "Haben Sie Anregungen oder Vorschläge zur Jugendarbeit? Sollte man etwas verändern?" Diese Frage wurde zu 100 Prozent mit "Nein" beantwortet. Dies war der beste Beweis, dass die Jugendarbeit im Ortsverband Straubing im Sinne der Eltern, aber auch zukunftsweisend für den Ortsverband Straubing ist. Die "Kids" fühlen sich wohl im THW, die Eltern sind zufrieden und der Nachwuchs für den Ortsverband stärkt die Einsatzbereitschaft für die umfangreichen Aufgaben der Zukunft. - Sepp Fuchs

Uelzen gewinnt Landeswettkampf in Niedersachsen

Uelzen gewinnt Landeswettkampf in Niedersachsen

Deichverteidigung
Gruppenbild der Siegermannschaft
Gruppenbild der Siegermannschaft
Holzbearbeitung
Arbeiten mit Leinen
Aufrichten eines Dreibocks, welcher als Verankerungspunkt für die Seilbahn dient
Personenrettung per Seilbahn

Am letzten Wochenende nahm die THW-Jugend Uelzen am diesjährigen Landeswettkampf aller THW-Jugendgruppen aus Niedersachsen und Bremen teil. Schon auf dem Hinweg in das 300 Kilometer entfernte Meppen waren einige Hindernisse zu überwinden. Etwa 100 Kilometer vor dem Ziel streikte eines der Fahrzeuge und so verzögerte sich die Weiterfahrt um sechs Stunden.


Der Wettkampf fand am Samstag, 9. August 2003 auf dem Festgelände in Meppen statt. "Es war ein sehr anspruchsvoller Wettkampf," äußerten einige erfahrene Helfer des THW. Die Jungen und Mädchen zwischen zehn und 17 Jahren mussten Aufgaben aus dem Bereich der Ersten Hilfe, der Deichverteidigung und der Leinenarbeit lösen. Anschließend retteten sie eine verletzte Person mittels selbst erstellter Seilbahn.


Am Nachmittag ging es zur Holzbearbeitung. Bei mittlerweile über 35 Grad bestand die Aufgabe darin, ein Feldbett zu bauen. Dies war die schwierigste Aufgabe, zumal zur Fertigstellung nur zwei Stunden Zeit zur Verfügung standen. Aber die Gruppe sägte, bohrte, schraubte und nagelte, "was das Werkzeug hergab" und konnte als schnellste das Bett fertig stellen. Auch dem "Liegetest" des Prüfers hielt es ohne Probleme stand.


Um 17 Uhr gab es die lang ersehnte Siegerehrung. Nach und nach wurden alle 13 teilnehmenden Gruppen aufgerufen. Der 3. Platz ging an Hude-Bockholzberg, Elze wurde Zweiter und dann stand fest: Nach 1993 und 1999 hatte es die Gruppe aus Uelzen zum 3. Mal in kurzer Zeit geschafft. Sie gewannen mit einem Punkt Vorsprung den Wettkampf der THW-Jugend Niedersachsen und qualifizierten sich damit für den Bundeswettkampf im nächsten Jahr. Alle Uelzener waren überglücklich, denn nach dem verpatzten Start hatte keiner mehr mit einem Sieg gerechnet.

Kameradschaft kennt keine Grenzen - THW-Jugend Weiden besucht OV Eckernförde

Kameradschaft kennt keine Grenzen - THW-Jugend Weiden besucht OV Eckernförde

Gruppenfoto in Eckernförde

Während des Jugendbetreuerlehrgangs 2003 in Ahrweiler lernte der Weidener Jugendbetreuer German Bürger den Jugendbetreuer Jan Kramski vom OV Eckernförde kennen. Da sich die beiden auf Anhieb gut verstanden, lud Kramski die Weidener Jugendgruppe zu einem Ostseeurlaub in deren Unterkunft ein. Da Bprger mit sechs Jugendlichen vom 28. Juli bis 1. August auf den Junghelferlehrgang an der BuS Hoya fuhr, bot sich auch der Besuch des OV Eckernförde an.

Am Freitag, den 1. August, reisten German Bürger und fünf seiner Junghelfer mit dem neuen Jugend-MTW an. Zunächst begrüßte Jan Kramski alle recht herzlich im "hohen Norden", es kommt schließlich nicht allzu oft vor, dass 700 Kilometer für den Besuch eines anderen Ortsverbandes bewältigt werden, doch Kameradschaft kennt keine Grenzen und einen günstigeren Ostseeurlaub wird man wohl kaum bekommen. Zuerst belagerten die Jugendlichen die Unterkunft, die sich in einem ehemaligen Wohnhaus befindet, und stellten die Feldbetten auf. "Auch wenn es ein bisschen eng zugeht, gemütlich ist es bei euch schon" lautete die Aussage eines Junghelfers.

Bereits am ersten Tag war nach dem Einkauf bei den nahegelegenen Supermärkten ein Spaziergang entlang der Strandpromenade angesagt. Samstags und Sonntags hieß es dann Ausspannen am Sandstrand und ein bisschen in der Ostsee baden gehen. Aber keiner blieb davor verschont eingebuddelt zu werden - der Klappspaten hat's möglich gemacht! Am Sonntag Abend veranstaltete die Eckernförder Fachgruppe Wassergefahren für seine Gäste eine Bootstour mit dem neuen Finjet und einem Schlauchboot.

Für Montag bot sich spontan ein THW-Helfer aus dem OV Eckernförde an. Er machte mit den Jugendlichen eine Stadtrundfahrt durch Kiel. Nach der Besichtigung des Schifffahrtmuseums in der City brachte er sie zum Hafen wo die Jungs und Mädels mit dem Schiff in See stachen und auch einige interessante Entdeckungen machen konnten, z. B. das Schulschiff "Gorch Fock" der Bundesmarine. In Laboe holte er sie wieder ab und zeigte ihnen das Marine-Ehrenmal, sowie ein altes U-Boot, dass die jungen THW-ler auch gleich besichtigten. Die Tour fand ihren Ausklang bei einem Strandbesuch am Schilcksee.

Am Dienstag ging es dann nach Flensburg. Dort besichtigten die Jugendlichen mit ihrem Jugendbetreuer die Flensburger Brauerei. Vor allem die modernen Abfüll- und Etikettieranlagen brachten den ein oder anderen zum staunen. Nach einem kleinen Einkauf im "Plop-Shop" ging es in die Innenstadt von Flensburg, dort wurde die historische Werft begutachtet und durch die Stadt gebummelt. Aber auch im Ortsverband selbst kam es zu interessanten Gesprächen und einem Erfahrungsaustausch mit jungen und alten Helfern. Das Ganze zeigte den Helferinnen und Helfern wieder einmal, dass das THW eine große Familie ist - egal wie weit die Ortsverbände voneinander entfernt liegen. Leider hieß es am Mittwoch schon wieder Abschied nehmen von der schönen Ostsee und den neuen Eckernförder THW-Freunden. Aber ein Wiedersehen ist sicher, spätestens im nächsten Jahr. - Andreas Duschner

"Auf nach Hoya zum Lehrgang!"

"Auf nach Hoya zum Lehrgang!"

Junghelfer auf Bocksprengwerksteg
Gruppenfoto vor dem errichteten Zweibocksteg
THW-Schlauchboot auf der Weser
Ausbildung: Fahren auf Binnengewässern
"Treideln" (= Wasserfahrzeug vom Ufer aus stromaufwärts ziehen)

Am Sonntag, den 27. Juli 2003, machten sich sieben Junghelfer der THW-Jugend Weiden mit ihrem Jugendbetreuer German Bürger auf den Weg nach Hoya, um bis zum 1. August an der dortigen THW-Bundesschule (BuS) den Junghelferlehrgang zu belegen. Nach der offiziellen Fahrzeugübergabe auf dem Landesjugendlager in Fürth durch den Staatssekretär Fritz Rudolf Körper, konnte es um 17:30 Uhr Richtung Norden losgehen. Um 23 Uhr kamen die Jugendlichen mit ihrem neuen Jugend-MTW an der Bundesschule an.

Am Montag begann der Lehrgang mit der Begrüßung durch die Herren Wiedemeyer und Korth. Zusammen mit der THW-Jugendgruppe aus Eisenach wurde vormittags im Lehrsaal der theoretische Teil der nachfolgenden Ausbildungen durchgesprochen. Nach dem Mittagessen begaben sich die insgesamt 13 Teilnehmer auf den Landübungsplatz der BuS und übten zunüchst mit dem Ausbilder Herrn Wiedemeyer Stiche und Bunde, bevor es dann an den Bau eines Bocksprengwerksteges ging. Das Binden dieses Steges forderte einiges an Geschick, bereitete den THW-Jugendlichen aber auch eine Menge Spaß.

Für Dienstagvormittag war die Fertigstellung des Bocksprengwerkstegs und der Bau eines Zweibocksteges geplant. Zum Abschluss des Bereiches "Behelfsmäßige Übergänge" erhielten die Junghelfer noch einen Crashkurs für das Rohrbaugerüst der Firma Layher.

Nachmittags ging es an den Wasserübungsplatz (WÜPL). Dieser liegt an der Weser auf einem alten Gutshof, etwa zehn Kilometer von Hoya entfernt. Zusammen mit dem Ausbilder Herrn Korth wurde zunächst das RSB-Boot und ein 10-Mann-Schlauchboot, von allen etwas respektlos "Gummi-Ente" genannt, zu Wasser gelassen. Zuerst mussten die Jugendlichen mit Muskelkraft auf der Weser paddeln, die beiden Jugendbetreuer überwachten das Geschehen mit dem motorisierten RSB-Boot. Auch das "Treideln" (ziehen des Schlauchbootes vom Ufer aus) wurde kräftig geübt.

Am Mittwoch Morgen bekam die "Gummi-Ente" einen Motor verpasst, wodurch sich mit beiden Booten das motorisierte Fahren auf Binnengewässern üben ließ. Nach der Mittagspause konnte das Erlernte während einer gut 40 Kilometer langen Weser-Bootstour angewendet werden. Mit beiden Wasserfahrzeugen wurde zunächst geschleust und auch auf dem Wasserweg mussten Verkehrszeichen sowie Gegenverkehr beachtet und weitere Regeln eingehalten werden. Im Verlauf der Fahrt waren zudem einige Manöver angesagt, beispielsweise "Wende über Backbord" oder "Rückwärtsfahrt mit Wende über Steuerbord".

Vor dem Abendessen legten die Boote direkt in Hoya an und nach der Pause wurde die Rückfahrt zum WÜPL angetreten. Donnerstag vormittags wurden die beiden Wasserfahrzeuge wieder aus dem Wasser geholt und gesäubert. Zum Ausklang des Junghelferlehrgangs an der BuS Hoya fuhren schließlich beide Jugendgruppen am Nachmittag nach Bremen, um die Stadt zu besichtigen. Am Freitag hieß es, Abschied zu nehmen. Die Jugendgruppe aus Eisenach trat die Heimreise an, die Weidener Junghelfer fuhren weiter zum THW OV Eckernförde. - Andreas Duschner

Jugendferienprogramm zu Gast beim THW

Jugendferienprogramm zu Gast beim THW

Mit Hilfe des Greifzuges wird das Drahtseil gespannt.
Die gesamte Seilbahn im Hof des THW.
Die Jugendlichen probierten ihr Werk gleich aus.
Junghelferin Vanessa Bühner verteilte leckere selbstgebackene Schneckennudeln.
Aufseilen aus eigener Kraft in der Garage des THW Freudenstadt

Beim Jugendferienprogramm der Stadt Freudenstadt durfte im Jahr 2003 natürlich auch die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerkes (THW) Freudenstadt nicht fehlen. Am Freitag, den 25. Juli, war das Jugendferienprogramm zu Gast beim THW. Zusammen mit der THW-Jugendgruppe und ihren Betreuern mussten die Gäste eine Seilbahn bauen.
Ein gelungener Tag, so kann der 25. Juli aus Sicht des THW Freudenstadt durchaus bezeichnet werden.

Früh morgens um 10.30 Uhr fing es bereits an. Der Radiosender SWR 3 war auf dem größten Marktplatz in Deutschland, eben in Freudenstadt. Dort verschenkte er Eis und natürlich ließen sich das die THW-Helfer, die das Jugendferienprogramm veranstalteten, nicht entgehen. Für ihre Jugendgruppe, die auch beim Ferienprogramm mitwirkte, konnten sie einen ganzen Karton Eis ergattern! Doch das war nicht der einzige kulinarische Genuss und Erfolg an diesem Tag. Der nächste sollte bald folgen.


Geheimnisvolle Kartons
Große Kartons wurden bald vom Jugendbetreuer Steffen Brauch aus Horb mitgebracht. Dank der Hilfe des Ortsverbandes Horb, besonders dank des Ortsbeauftragten Eberhard Hein und Jugendbetreuer Patrick Winz konnten die Kartons den Weg von der Geschäftsstelle Tübingen nach Horb antreten, um dort vom Jugendbetreuer in Empfang genommen zu werden. Um 13 Uhr fand der Inhalt der Kartons auch seine Träger. Die Jugendgruppe ließ es sich nicht nehmen, die Uniformen gleich anzuprobieren. Die Uniformen sorgten schlichtweg für Begeisterung, nicht nur bei der Jugendgruppe und ihren Betreuern, sondern auch bei den Gästen des THW an diesem Tag, denn schließlich war es ja der Tag des Jugendferienprogramms und mehr als 20 Jugendliche aus Freudenstadt und Umgebung hatten den Weg in die THW-Unterkunft in der Ludwig-Jahn-Straße auf sich genommen.

Dort erwartete sie ab 14 Uhr ein sehr buntes und erlebnisreiches Programm:
Zuerst wurde ihnen das Technische Hilfswerk in einem etwa 10-minütigen Film in allen Bereichen vorgestellt. Danach ging es auf den Hof. Dort warteten bereits einige Gerätschaften auf sie. Zusammen mit den Besuchern wurde eine Seilbahn gebaut. Dazu mussten zuerst zwei sogenannte Dreiböcke aus etwa vier Meter langen Rundhölzern angefertigt werden. Nachdem die beiden Dreiböcke aufgerichtet waren, wurden sie mit Seilen gesichert. Dann konnte das Drahtseil über zwei Umlenkrollen, die an den Dreiböcken angebracht wurden, gespannt werden. Dies geschah mit dem Greifzug. Auf das gespannte Drahtseil wurde nun eine Laufkatze gesetzt, welche den Schleifkorb hielt. Die fertige Seilbahn wurde von den Jugendlichen mit Begeisterung ausprobiert . Außer der Seilbahn gab es für die Jugendlichen noch die Möglichkeit, sich in der Garage des THW am Rollgliss selbstständig auf- und abzuseilen. Eine große Attraktion waren auch die Schneckennudeln, die Junghelferin Vanessa Bühner für alle Anwesenden gebacken hatte. Innerhalb von 5 Minuten waren alle gegessen und für jeden war mehr als reichlich da!


Zum Abschluss hatten auch interessierte Eltern die Möglichkeit, sich bei den Jugendbetreuern über die THW-Jugend und die Mitwirkungsmöglichkeiten ihrer Kinder zu informieren. Die Begeisterung in den Gesichtern und die Tatsache, dass der Tag dann doch länger wurde als geplant, zeigte, wie erfolgreich das Programm war. - Patrick Winz

Völklingen-Püttlingen ist saarländischer Landessieger

Völklingen-Püttlingen ist saarländischer Landessieger

Bergung von Verletzten
Bewegen von Lasten
2. Platz: THW-Jugend Freisen
Schirrmherrin Annegret Kramp-Karrenbauer
Wassertransport

Bei strahlendem Sonnenschein kämpften am Sonntag, dem 13. Juli 2003, 15 Mannschaften aus dem Saarland in Wadern um den Landessieg. Unter dem begeisterten Applaus der angereisten Fans holte sich die Mannschaft aus Völklingen-Püttlingen schließlich beim vierten Durchgang am Nachmittag den Sieg. Der amtierende Bundessieger wird im nächsten Jahr das Saarland in Baden-Württemberg beim Bundeswettkampf vertreten.


Nach 25 Minuten und 46 Sekunden war die Siegermannschaft mit den Aufgaben, die unter dem Motto "Erdbeben" standen, als erste fertig. So galt es unter anderem, verletzte Personen zu bergen und eine behelfsmäßige Waschvorrichtung zu bauen. Die Mannschaften hatten insgesamt 90 Minuten Zeit. Auf dem zweiten Platz folgte die Jugendgruppe aus Freisen mit einer Zeit von 27 Minuten und 27 Sekunden, dritter wurde die Gruppe des Gastgeberortsverbandes Wadern mit 34 Minuten und 9 Sekunden. Es folgten Nohfelden, Saarwellingen, St. Ingbert, Spiesen-Elversberg, St. Wendel, Theley, Blieskastel, Friedrichsthal, Saarbrücken, Obermosel, sowie Sulzbach 1 und Sulzbach 2.

Im Namen von Ministerin Dr. Regina Görner, Ministerium für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales, wurde der "Mädchenpreis" an die Mannschaft mit der höchsten "Mädchenquote" verliehen. Dieser Preis ging an die Mannschaft aus Theley. Den Preis für die jüngste Mannschaft, gestiftet von der THW-Jugend Saarland, erhielt die Mannschaft Sulzbach 2.

Der Landeswettkampf der THW-Jugend war Höhepunkt des diesjährigen Landesjugendtreffs. Eingebettet in den Kinder- und Jugendtag der Stadt Wadern, bot er ein breites Rahmenprogramm "rund ums THW" für die ganze Familie. - Maike Schneider