23.11.16 - Bundesjugendausschuss 2016 in Bad Homburg

Das höchste Gremium der THW-Jugend, der Bundesjugendausschuss, kam vom 18. bis 20. November im hessischen Bad Homburg zu seiner diesjährigen Versammlung zusammen. Bei der Eröffnung der Tagung am Samstagmittag begrüßte Bundesjugendleiter Ingo Henke neben den 74 Delegierten auch THW-Präsident Albrecht Broemme, THW-Bundessprecher Frank Schulze sowie Katrin Klüber von der THW-Leitung.

Auf der Tagesordnung des 29. Bundesjugendausschusses standen unter anderem der Rechenschaftsbericht der Bundesjugendleitung, die Aufnahme der Ortsjugenden in die Landesjugenden sowie die Ernennung von Michael Becker zum Ehrenbundesjugendleiter.

Zu Beginn berichteten Ingo Henke und sein Stellvertreter Rainer Schmidt über das Bundesjugendlager, die Jugendakademie, den neu konzipierten Lehrgang für Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer sowie weitere Arbeitsschwerpunkte in den zurückliegenden zwölf Monaten. Bundesgeschäftsführerin Stephanie Lindemann stellte ergänzend die Beteiligung der THW-Jugend am Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ vor. Einen Einblick in die Internationale Jugendarbeit gab Referent Fabian Grundler.

Ausführlich beschäftigten sich die Delegierten am Samstag dann mit den Auswirkungen der Satzungsänderungen auf Bundes- und Landesebene für die Ortsjugenden. Mehrere Anträge hinsichtlich der Änderungen der Satzungsvorlagen für die Landesjugenden sowie die Ortsjugenden und mögliche Anpassungen bei der finanziellen Förderung der Jugendgruppen führten zu umfangreichen Diskussionen. Mehrheitlich stimmte der Bundesjugendausschuss dafür, diese Thematik weiter zu bearbeiten und bis März in enger Abstimmung mit der Bundesanstalt THW zu einer tragfähigen Lösung ganz im Sinne der Arbeit auf Ortsebene zu kommen. Die vorhergehende Stellungnahme von THW-Präsident Broemme trug zu dieser Entscheidung maßgeblich bei. Er betonte die beiden tragenden Säulen der THW-Jugendarbeit: die Rolle auch Nachwuchsorganisation zu sein und die Rolle Jugendarbeit als Aufgabe in der Zivilgesellschaft. Broemme lobte die konstruktiven Diskussionen. Er sei stolz, dass schwierige Themen auf diese Weise durchdacht und ausgearbeitet werden.

Die bisherigen Vereinbarungen für die Aufnahme der Jugendgruppen in die Landesjugenden und die Gruppenförderung bleiben bis auf weiteres bestehen. Für das kommende Jahr ist in der ersten Jahreshälfte ein Bundesjugendausschuss angedacht.

Am Sonntagvormittag setzten die Delegierten ihre Tagung fort und sprachen sich mehrheitlich dafür aus, dass der frühere Bundesjugendleiter Michael Becker zum Ehrenbundesjugendleiter ernannt wird. 15 Jahre stand er an der Spitze der THW-Jugend. Im November 2014 stellte er sich nicht erneut zur Wahl. Die Delegierten würdigten mit dieser Ehrung, dass er mehr als drei Jahrzehnte den Jugendverband maßgeblich geprägt hat. In dieser Zeit hatte er unter anderem auch die Funktionen als saarländischer Landesjugendleiter und stellvertretender Bundesjugendleiter inne.

Text: Marcel Edelmann/Michael Kretz