Rückblick auf das 13. Bundesjugendlager in Wolfsburg
- Bayerische Mannschaft siegt beim Bundeswettkampf
Für sieben spannende Tage war das niedersächsische Wolfsburg in diesem Sommer das Zentrum der THW-Welt. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière lobte bei seinem Besuch das freiwillige Engagement der Jugendlichen
Im Wolfsburger Allerpark hatten Ende Juli THW-Jugendgruppen aus ganz Deutschland eine Stadt auf Zeit errichtet. Neben fast 700 kleineren Zelten waren auch mehrere große Zelte aufgebaut worden, denn in einer richtigen Jugendstadt dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Stadthalle, Bürgerbüro und Kindergarten nicht fehlen. Mit dem 15 Jahre alten Philipp wählten die rund 4.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem einen eigenen Repräsentanten, der sich als Lagerbürgermeister während des Bundesjugendlagers für die Anliegen der Jugendlichen einsetzte.
Unter dem Motto „Jetzt schlägt´s 13!“ färbten die Jugendlichen und ihre Betreuerinnen und Betreuer Wolfsburg vom 28. Juli bis zum 4. August blau ein.
Aus fast 300 THW-Ortsverbänden waren die Kinder und Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren an den Allersee zum 13. Bundesjugendlager der THW-Jugend gekommen. Dort standen ihnen zahlreiche Möglichkeiten offen, die Tage während des Zeltlagers zu gestalten. Die Themen der Workshops reichten von Floßbau über Geocaching bis hin zu Klettern, dem Bau von Schweden-Stühlen und Breakdance. Außer Besuchen im Hochseilgarten, des Badesees und weiterer Sportanlagen im Allerpark standen viele Ausflüge auf dem Programm. Die Jugendlichen besuchten zum Beispiel den Zoo in Hannover und verschiedene Freizeitparks, besichtigten die Wolfsburger Autostadt, die VW-Arena sowie Bergwerke und machten Touren in die Lüneburger Heide oder nach Hamburg. Bei der Lagerolympiade auf dem Zeltplatzgelände waren nicht nur Fitness und Muskeln gefragt. Geschicklichkeit und Konzentration spielten in den Disziplinen Wasserbombenweitwurf, Kistenstapeln, Schwammwerfen oder THW-Pantomime eine große Rolle.
Bei allen diesen Aktivitäten blieben die Jugendlichen des THW nicht unter sich. Jugendgruppen von Jugendfeuerwehr und Johanniter-Jugend sowie von Partnerorganisationen der THW-Jugend in Estland, Italien, Rumänien, Russland und Tunesien nahmen ebenfalls am Bundesjugendlager teil. Die rund 90 internationalen Gäste gestalteten das Programm ebenfalls mit und stellten beim „Abend der Kulturen“ ihre Heimatländer vor.
Bundeswettkampf
Einer der Höhepunkte des alle zwei Jahre stattfindenden Bundesjugendlagers ist der Bundeswettkampf. In der Autostadt Wolfsburg standen die Mannschaften aus jedem der 16 Bundesländer am 31. Juli vor der Aufgabe, einen „Jugendkraftwagen“ zu bauen.
Am Rand des Allersees fertigten und montierten die Jugendlichen auf so genannten Produktionsstraßen die Gefährte aus Holzteilen mit Ölfässern als Motorblöcken. Mit Wasser betankt und mit Licht und Kennzeichen versehen rollten die Wagen innerhalb von zwei Stunden vom Band. Zwei Punkte Vorsprung reichten dem Team aus dem bayerischen Kulmbach zum knappen Sieg vor den Mannschaften aus dem hessischen Dillenburg und dem saarländischen Freisen. Durch ihre präzise Ausführung sicherten sich die Bayern den Pokal des Bundesinnenministers.
Am Abschlussabend gratulierte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière der Kulmbacher Mannschaft persönlich und überreichte den Jugendlichen die Siegermedaillen.
Nachdem sich der Minister zuvor beim Rundgang einen Eindruck vom Lager verschafft hatte, lobte er die Jugendlichen: „Hinter euch liegt eine Woche Spiel, Spaß und Spannung. Mich freut ganz besonders, dass ich hier auf motivierte junge Menschen treffe, die mit ihrer Hilfsbereitschaft Akzente setzen und heute schon Vorbild sind.“ Ein großes Feuerwerk setzte nach sieben Tagen eindrucksvoll den Schlusspunkt für das bislang größte Bundesjugendlager der THW-Jugend.
Das nächste Bundesjugendlager findet im Jahr 2012 in Bayern statt. |